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Pandora's Bliss - Amarchord

Review von Stormrider vom 02.07.2015 (769 mal gelesen)
Pandora's Bliss - Amarchord Nachdem NIRVANA damals den Metal für eine Weile zu Grabe getragen haben, wurde es nach der großen Phase des Grunge, also Anfang bis Mitte der Neunziger, irgendwann ziemlich ruhig um diesen Sound. Nicht, dass man nicht immer mal wieder das Teenagerparfüm riechen und hören konnte oder dass man erscheinen durfte, wie man grad gekleidet war; aber wirkliche Impulse gab es im Genre nicht mehr. Und so ist Kurt zwar heute eine absolute Ikone, aber der Grunge ist eine ziemlich tote Stilrichtung. Dachte ich zumindest. Nun hieven PANDORA'S BLISS bereits ihr drittes Album, "Amarchord", in die Regale, was mich Lügen straft und zeigt, dass es offenbar doch noch Bands gibt, die diesen Sound heute am Leben halten. Aber natürlich darf er heute nicht mehr so heißen. Heute heißt das dann "Alternative Street Rock". Klingt ganz anders, ist aber inhaltlich so ziemlich das Gleiche.

Die zwölf Songs auf dem Dreher tönen dann auch genauso, wie das Seattle-Trio zu seinen Anfangszeiten klang: schmutzig, ruppig, leicht dissonant und in Teilen monoton und simpel, dabei keinen besonderen Wert auf eine klare Produktion legend. Als weitere Gemeinsamkeit agieren PANDORA'S BLISS ebenfalls als Trio und die Lyrics lassen erahnen, dass auch sie auf eine ganze Menge Dinge und Leute wütend sind. Die Stimme von Frontfrau Annie ist eine Mischung aus Sandra Nasic und Mr. Cobain, während die Phrasierung der Vocals mehr als einmal in den Grungefarbkasten getunkt wurde und man regelmäßig mit einem Déjà-vu kämpfen muss. Dabei sind die Songs keineswegs schlecht und neben dem Opener 'Talking To Your Head' kann insbesondere 'Thank You For My Appetite' noch einen Glanzpunkt setzen. Daneben gibt es aber auch Songs, die einem nicht gleich körperlich wehtun, wenn man sie hört, die aber auch nicht den nötigen Drive haben, dass man sie regelmäßig wieder hören möchte. So sind z. B. 'Nothing', 'On The Rooftop' und 'Love Is Blind' bei mir ohne größere Widerhakeneffekte durchgerauscht.

Alles in allem merkt man dem Trio an, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind, anders würde es auch keinen Sinn machen in einem Genre, in dem es seit 20 Jahren kaum noch wirklich innovative Alben gegeben hat, dennoch fehlt "Amarchord" das gewisse Etwas, sodass man im Zweifel doch wieder auf die Klassiker setzt. Da die Bands der großen Grunge-Ära aber heute live kaum noch die nötige Energie verspüren, bzw. in Ermangelung aller Bandmitglieder die Bühne gar nicht mehr bespielen, haben PANDORA'S BLISS als Band durchaus ihre Berechtigung. Wer mit dem Sound was anfangen kann und die Chance hat die Band mal live anzuchecken, der wird ganz bestimmt eine gute Zeit haben. Für mich definitiv Musik, die in einem alten abgeranzten Schuppen mit einer Menge Bier besser funktioniert als auf Konserve.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Talking To Your Head
02. Don’t Marry Me
03. Fuck The Goddamn Jury
04. Nothing
05. Ginny Says
06. Three Words And A Lie
07. Seeded
08. Thank You For My Appetite
09. On The Rooftop
10. Break The Wall
11. New Mania
12. Love Is Blind
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 46:22 Minuten
VÖ: 05.06.2015

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02.07.2015 Amarchord(6.5/10) von Stormrider

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