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Edenbridge - The Great Momentum
Review von Cornholio vom 14.02.2017 (669 mal gelesen)
Edenbridge - The Great Momentum Es muss 1999 oder 2000 in Wacken gewesen sein, als ich eine Promo-Single von EDENBRIDGE in die Hand gedrückt bekam. "Sunrise In Eden" hieß der Silberling, und auch wenn ich nach dem Debüt und dem Nachfolger "Arcana" (der Opener 'Twilight Reverie' hat eins der geilsten Gitarren-Lead-Intros!) die Österreicher nicht weiter verfolgt habe, freue ich mich, dass die Band um Ausnahmesängerin Sabine Edelsbacher weiter am Ball geblieben ist! Mit "The Great Momentum" veröffentlicht die Gruppe um Mastermind (Gitarrist, Komponist) Lanvall bereits das neunte Studioalbum.

Ich muss (leider?) sagen, dass sich die Musik des Quartetts von den Basics her nicht viel geändert hat, aber das ist auch überhaupt nicht schlimm. Sabine hört man zweifelsfrei heraus, nur etwas Bombast ist dazugekommen, mittlerweile arbeitet die Band nicht mit Synthies, sondern mit einem echten Orchester. All jene, die jetzt Hände über dem Kopf zusammenschlagen, kann ich beruhigen. "The Great Momentum" wirkt zu keiner Zeit überladen, die orchestralen Parts werden sinnvoll punktuell eingesetzt, mehr ergänzend als störend oder nervig.

Schon der Opener 'Shiantara' kann durch den guten und eingängigen Refrain punkten, 'The Die Is Not Cast' ist etwas vielfältiger, und die Single 'The Moment Is Now' drückt nach ruhigem Beginn vor allem im Chorus etwas aufs Gaspedal. Nach der Ballade 'Until The End Of Time' (schönes Duett von Sabine und Erik Martensson [u. a. ECLIPSE, W.E.T.]) folgt mein erstes richtiges Highlight (bisher ist es ja nicht schlecht): 'The Visitor'. Anfangs etwas unscheinbar gipfelt der dramaturgisch aufgezogene Song in dem tollen mehrstimmigen Gesang gegen Ende. Leider flacht die Scheibe mit 'Return To Grace' wieder etwas ab, mit 'Only A Whiff Of Life' folgt eine weitere Ballade, bei der Sabine abgesehen von einem Akustik-Gitarren-Solo ausschließlich vom Klavier begleitet wird.

'A Turnaround In Art' beginnt etwas monoton, wächst aber mit jeder der insgesamt etwa siebeneinhalb Minuten. Auch hier steigt die Dramatik bis zum Refrain stetig an, das Orchester ist hier am präsentesten. Am Schluss steht mit 'The Greatest Gift Of All' ein Zwölf-Minuten-Epos. Bombast und Harmonien werden hier groß geschrieben (wie sollte es auch bei so einem Brocken anders sein), vor allem die punktuellen Gitarren-Leads im Refrain gefallen mir sehr gut. Nach einem ruhigeren orchestralen Part gibt es auch einen flotten Teil, bevor es vor dem großen Finale nochmal sehr ruhig wird. Insgesamt ein toller Song, aber für meinen Geschmack etwas zu lang.

Alles in allem bleiben EDENBRIDGE da wo sie hingehören, nämlich qualitativ recht weit oben. Die Band muss sich vor EPICA oder NIGHTWISH nicht verstecken, gleichwohl steht das Triumvirat aus meiner Sicht nicht in Konkurrenz zueinander, sondern wirkt eher ergänzend.


Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Shiantara
02. The Die Is Not Cast
03. The Moment Is Now
04. Until The End Of Time
05. The Visitor
06. Return To Grace
07. Only A Whiff Of Life
08. A Turnaround In Art
09. The Greatest Gift Of All
Band Website: http://www.edenbridge.org/de/
Medium: CD
Spieldauer: 54:45 Minuten
VÖ: 17.02.2017

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Edenbridge
Reviews

23.07.2013 The Bonding(7.0/10) von Lestat

14.02.2017 The Great Momentum(8.0/10) von Cornholio

Band website
http://www.edenbridge.org/de/
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