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Lacrimas Profundere - Hope Is Here

Review von Stormrider vom 30.08.2016 (814 mal gelesen)
Lacrimas Profundere - Hope Is Here Eine Band, die ihren Sound als Rock N' Sad beschreibt ist ja für viele gestandene Metaller eher ein weinerlicher Haufen. Dabei haben es LACRIMAS PROFUNDERE seit jeher verstanden ihren düsteren Rock, der nicht selten an HIM erinnert, mit einer gehörigen Portion Arschtritt zu versehen, sodass man viel mehr Metal war, als es das angegebene Genre vermuten ließe. Insbesondere die Werke "Filthy Notes For Frozen Hearts", "Songs For The Last View" oder "The Grandiose Nowhere" seien dem geneigten Hörer hier ans Herz gelegt. Aber auch der extrem starke "Hope Is Here"-Vorgänger "Antiadore", ist ebenfalls ein Highlight in der mittlerweile elf Alben umfassenden Diskographie der Oberbayern und ist mir auch nach drei Jahren noch neun Blutstropfen wert.

Auf "Hope Is Here" machen LACRIMAS PROFUNDERE nun einen weiteren Entwicklungsschritt, und der fällt größer aus, als er nach "Antiadore" zu erwarten war. Denn auf "Hope Is Here" fehlen dieses Mal exakt diese kickenden Songs, die eben genau nicht nur weinerlich waren und der Band ihren Status zwischen den Stühlen gesichert haben. Klar, wirklich schlecht ist das Album nicht, dafür ist Oliver Nikolas Schmid mittlerweile natürlich ein viel zu erfahrener Songwriter und Rob Vitacca mit einer viel zu guten, eigenständigen Stimme und diesem angenehm düsteren Timbre ausgestattet. Aber auch nach mehrmaligem Hören will dieses Mal der Funke nicht so recht überspringen. Zu oft verliert man sich in der Mittelklasse, tritt auf die Bremse und nähert sich eher dem Pop als dem Metal an. Dazu sind die Melodielinien auf "Hope Is Here" dieses Mal einfach nicht zwingend genug. Schon der Opener, 'The Worship Of Counting Down' nimmt genau diese Langatmigkeit auf, die sich dann größtenteils durch das Album zieht. Klar, diese poppig-melancholische Note ohne allzu große Ausschläge mag zum lyrischen Konzept des Albums passen, welches die Geschichte des jungen Aramis erzählt, der verlassen und verstoßen durch die Wälder streift, weil er anders als all die anderen ist (das Thema ist wirklich Gothic!), dennoch fehlt mir persönlich der Drive, der die früheren Werke bei mir beständig auf Dauerrotation geschickt hat.

Produktionstechnisch gibt es indes nix zu bemängeln, das Album ist gewohnt voluminös produziert und klanglich top in Szene gesetzt, und wie zu erwarten, gibt es an den technischen Fähigkeiten nach so langer Zeit im Business auch nix zu bemängeln. Man kann LACRIMAS PROFUNDERE nicht vorwerfen, dass sie mit "Hope Is Here" ein Album abgeliefert haben, welches auf Nummer sicher geht - ganz bestimmt nicht, dafür haben sie sich dann doch zu weit vom Erfolgskonzept der letzten Alben entfernt und den Mut, einen Weg in eine neue Richtung einzuschlagen. Bei mir persönlich, und ich bin seit vielen Jahren Fan der Band, sorgt die seichtere Ausrichtung und das Fehlen von echten Highlights, wie sie auf jedem der vier Vorgängeralben zu finden waren, aber dafür, dass ich im Zweifel die vier oben genannten Dreher allesamt "Hope Is Here" vorziehe. Wer reinhören möchte, dem sei insbesondere 'You, My North' ans dunkle Herz gelegt.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Worship Of Counting Down
02. Halo Ground
03. Hope Is Here
04. Aramis
05. A Million Miles
06. No Man's Land
07. Pageant
08. You, My North
09. Awake
10. The Path Of Broken Homes
11. Timbre
12. Black Moon
Band Website: www.lacrimas.com
Medium: CD
Spieldauer: 47:08 Minuten
VÖ: 12.08.2016

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