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Heavenwood - The Tarot Of The Bohemians - Part 1

Review von Opa Steve vom 25.07.2016 (597 mal gelesen)
Heavenwood - The Tarot Of The Bohemians - Part 1 Die portugiesischen Metaller HEAVENWOOD sind bereits seit den Neunzigerjahren aktiv, als es die Landsleute von MOONSPELL zu einem immerhin frühen Achtungserfolg brachten. Und entweder liegt es an der gemeinsamen Herkunft, oder eben an der Orientierung an ebendiesem Erfolg, dass HEAVENWOOD viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Da fällt vor allem der sehr ambivalente Stil auf. Es ist mal Melodic Death, mal ist man eher rockig unterwegs, streckenweise gibt es auch etwas kauzige Proto Metal-Melodien. Aber überall ist dieser Schimmer von Dark Metal, der die Atmosphäre maßgeblich mitbestimmt. Das will auch der betont raue Dunkelgesang von Ernesto. Letzteres verwundert mich ein bisschen, denn gerade in den tiefen, rauen Passagen bemerkt man hin und wieder doch ein paar kleine Tonprobleme (z. B. in 'The Juggler'). Der höhere Klargesang, oft gepaart zu deutlich eingängigen melodischen Riffs, stellt sich hierbei deutlich besser dar. Womit ich schon vorwegnehme, was ich an "The Tarots Of The Bohemian - 1" bevorzuge.

Der Stilmix trägt zwar dazu bei, dass die Songs eine sehr unterschiedliche und abwechslungsreiche Stimmung aufweisen, aber mich beschleicht das Gefühl, dass davon sehr viel aufgesetzt ist. Mit Bläsersamples wird fast jeder Song angereichert, was dem Thema wohl eine zeitgemäße orchestrale Bombastrichtung geben sollte, allerdings wirken viele Einsätze ziemlich unmotiviert und unpassend (man höre sich mal in Ruhe durch 'The Hermit'). Auch muss man nicht unbedingt ganz außergewöhnliche Riffs kreieren, wenn diese anschließend zwar irgendwie anders und bisher ungehört klingen, aber deswegen nicht besser. Im Gegenteil: HEAVENWOOD fühlen sich im eingängigen Dark Metal-Stil mit einigen modernen Anleihen richtig gut an. Das ist dann zwar nichts Aufregendes für Musiktheoretiker, geht aber dafür sofort ins Ohr und runter wie Butter. Sie sollten sich wirklich mehr trauen, zu ihren Limits zu stehen, und nicht versuchen, irgendwie Alles zu sein. Wenn man nur Forellen statt Lachs liefern kann, werden diese auch nicht edler, wenn man ein Honig-Senfdressing drüberschüttet. Ein simples Sandwich dagegen kann damit veredelt fantastisch schmecken und braucht keinen Sternekoch. Keep it simple, Jungs!

Anspieltipp: das von Sandra Oliveira fantastisch eingesungene 'The Hanged Man'. Das ist genau eure Stärke!

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. The Juggler
02. The High Priestess
03. The Empress
04. The Emperor
05. The Pope
06. The Lovers
07. The Chariot
08. Justice
09. The Hermit
10. The Wheel Of Fortune
11. Strength
12. The Hanged Man
13. Frithiof's Saga
Band Website: www.myspace.com/heavenwood
Medium: CD
Spieldauer: 69:38 Minuten
VÖ: 22.07.2016

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