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Burden Of Life - In Cycles

Review von BlindWarlock vom 22.06.2016 (569 mal gelesen)
Burden Of Life - In Cycles BURDEN OF LIFE, das sind vier Regensburger Jungs, die sich 2004 zu einer Death Metal-Band zusammengefunden haben. Dabei dehnen sie das Genre ziemlich weit aus und experimentieren mit vielen Einflüssen und eigenem Gusto, was die eher spärliche Produktion an Silberlingen erklärt - oder wenigstens entschuldigt.

Mit "In Cycles" veröffentlicht die Band ihr bislang drittes Studioalbum. Angesichts der Tatsache, dass sie bereits seit 12 Jahren existiert, wohl eher wenig - dafür hat man mit der Scheibe auch eher ein Stück Musikkunst in den Händen als etwas für den 08/15 Metalgebrauch. Sowohl die Zusammenstellung der Songs als auch die Performance sind sehr abwechslungsreich und vielfältig, driften dabei aber zuweilen auch ein wenig ins unorganisiert Wirkende ab.

Ich versuche es ein wenig zu erklären. Das Intro 'Amour Fou' wirkt balladisch und ruhig, wie der Auftakt zu einer spannenden, gegebenenfalls etwas düsteren Metal-Epik. Gerade als man sich darauf einlassen will, wird man jedoch direkt vom zweiten Track 'In Cycles' aus dem Traum gerissen, der mit brachialem Hämmern die Trommelfelle erzittern lässt und mit gutturalem Grunzen eher an einen Griff in die Stereotypen-Kiste des Death Metal erinnert. Aber auch dieses Bild wird im Song selbst wieder durch ruhigere, choralische Passagen gebrochen, um am Ende noch einmal anzuziehen und in ein wieder mehr episch klingendes 'Devil In The Detox' überzuleiten. Das alles zieht sich ziemlich genau so wiederholend durch die Scheibe: Einflüsse aus Epic und Balladen, die es nicht erlauben, sich auf einen Stil wirklich einzustellen, da er schon zu bald wieder durch einen anderen ersetzt wird. Alles getragen von einem soliden, wenn auch mitunter auf's Nötigste beschränkte Melodic Death-Gerüst.

Besonders auffallend sind allerdings dabei noch 'Kafkaesque', das dem experimentellen Ansatz alle Ehre macht und nicht so klingt, als ließe es sich überhaupt irgendwo einordnen, sowie 'At The Heart Of Infinity'. Letzteres ist ein Kunstwerk für sich. Als längster Track der Scheibe (mit Abstand) ist der Song aufgebaut wie eine kleine Oper. Mit einem eigenen Intro, das die Spannung aufbaut, über sich abwechselnde ruhige und sehr heftige Passagen zu einem kraftvollen Höhepunkt geführt wird, um danach mit allen bisher auftauchenden Einflüssen auf einen experimentellen Weg, unterstützt von Xylophonen, Orgeln und (für mich) unidentifizierbaren Einschüben, zu ruhiger werdenden Passagen geleitet zu werden, nur damit der Track nach einem letzten, harten Aufbäumen der Musik zu einem gelungenen, instrumentalen Ende seines eigenen und des Gesamtwerks führt.

"In Cycles" erinnert eher an experimentelle Kunst als an Metal per se, hat mich aber eher zufriedengestellt als abgeschreckt. Es ist jedoch zuweilen etwas anstrengend, sich durch dieses Werk hindurch zu arbeiten, ähnlich wie bei uninteressanten Passagen in Ausstellungen oder Museen. Für jemanden, der nur seine Haare lüften und den Nacken knacken lassen will weniger geeignet, für Musikliebhaber und Sucher von Schätzen und Neuem aber empfehlenswert!


Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
1. Amour Fou
2. In Cycles
3. Devil In The Detox
4. 52 Hz
5. Kafkaesque
6. The Narcissist
7. Lantern Slides
8. At The Heart Of Infinity
Band Website: www.burdenoflife.de
Medium: CD
Spieldauer: 47:08 Minuten
VÖ: 29.04.2016

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