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The Vision Ablaze - Youtopia

Review von Baterista vom 01.11.2015 (945 mal gelesen)
The Vision Ablaze - Youtopia THE VISION ABLAZE kommen aus dem schönen Dänemark und mit ihrem Bandnamen, den man mit Flammende Vision übersetzen könnte, haben sie nicht nur eine gute Wahl getroffen, sondern er bringt auch die Musik der Band voll auf den Punkt.

Geboten wird hier nämlich absolut großartiger moderner Metal, der zeigt, dass sich dahinter nicht Metalcore verbergen muss. Hört man nur flüchtig hin, kann dieser Eindruck vielleicht entstehen. Viele diesem Genre anhaftenden Attribute wie Wechsel zwischen Scream und cleanen Vocals, ein paar Breakdowns hier und da, sowie auch der glasklare Sound, sprechen dafür.

Aber die Dänen gehen weit darüber hinaus. Die Musik ist so abwechslungsreich und bietet die komplette Bandbreite an Emotionen, sowie knüppelharte Songparts und einen unglaublich vielseitigen Gesang, dass sie sich dieser Schublade zum großen Teil entziehen, und ich würde sogar soweit gehen zu sagen, einen komplett eigenen Stil definiert haben.

Zudem schaffen sie es, trotz hymnischer Refrains, nie in seichte oder kitschige Gewässer abzudriften. Und wenn es nach einem balladesken Song wie 'Under The Killing Moon' mit dem nachfolgenden Werk 'Dreaming Awake' so richtig heftig, deathig und thrashig, zur Sache geht, dann kann man das Feuerzeug gar nicht schnell genug wieder wegstecken, um die Matte kreisen zu lassen. Ich denke zusätzlich, dass Sänger Peter Kelkelund ein echter Glücksgriff ist. Auch in den emotionalsten cleanen Gesangsparts gibt es eine kratzig-rockige Note und man möchte sagen emotionale Tiefe, dass es gar nicht schwülstig werden kann und man sich trotzdem angesprochen und abgeholt fühlt. Die Screams stehen dem in Ausdrucksstärke und Varianz in nichts nach. Großes Gesangskino!

Auch der "Rest" der Band spielt sich auf hohem Niveau in mein Herz. Die Gitarren sind fett und wahnsinnig brutal in den Moshparts und gleichzeitig großartig melodisch und gefühlvoll, fast zerbrechlich, in den softeren Parts. Drums und Bass sind ebenso vielseitig: Hart, präzise und schnell bis filigran und zurückgenommen.
Wie dem Leser spätestens an dieser Stelle aufgeht, bin ich fast restlos hin und weg. "Youtopia" ist eines meiner musikalischen Highlights 2015 und da es sich thematisch an Utopia von Thomas More orientiert, ist es auch noch inhaltlich anspruchsvoll.

Fazit: "Youtopia" ist als Erstling der Dänen eine sehr hoch gelegte Latte. Brutal, sanft, melancholisch, traurig, hart, heftig, treibend, groovend, hoffnungsvoll, zerbrechlich und zu Herzen gehend ... Nebenbei sind sämtliche Genres im Gewand einer modernen (= alternativen und progressiven) Metalband zusammen gefasst worden, ohne dass es eine Sekunde disharmonisch wirken würde. Da ich glaube, dass es hier sogar noch Spielraum nach oben gibt, und rein intuitiv auch keine 10 geben würde, werden es "nur" 9 Tropfen. Aber was für welche!

Reinhören sollte jeder, der keine Vorurteile und Raum für große Emotionen mitbringt. Ein bisschen wirken lassen sollte man die Scheibe und dann geht sie richtig ab! Die Songs dazu sind 'Under The Killing Moon' / 'Dream Awake' / 'Into My Brain'.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Absent
02. Under The Killing Moon
03. Dreaming Awake
04. Subversion
05. Fall From grace
06. Into My Brain
07. Fear
08. Monster
09. Utopia Calling
10. A Jaded Miracle
Band Website: www.facebook.com/thevisionablaze/?fref=ts
Medium: CD
Spieldauer: 48:29 Minuten
VÖ: 25.09.2015

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01.11.2015 Youtopia(9.0/10) von Baterista

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