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C.R.O.W.N - Natron

Review von Zephir vom 14.08.2015 (1028 mal gelesen)
C.R.O.W.N - Natron "Drei Männer und eine Maschine": Das sind C.R.O.W.N. aus Frankreich, die ihren Industrial-Sludge-Doom-Drone-Electro-Psyche-Progressive-Mix (so die hauseigenen Angaben) eindeutig hörbar nach der Richterskala stimmen. Dabei attestiert sich die Band als beeinflusst durch so unterschiedliche Künstler wie NEUROSIS, BLACK SABBATH, KILLING JOKE und gar den amerikanischen Minimal-Komponisten Steve Reich. Das Besondere an der Musik von Stéphane Azam (Gesang, Gitarren und "Maschinen"), Frederyk Rotter (Gitarre und Gesang, bekannt auch von den Sludge-Doomern ZATOKREV) und Pascal Guth (Gitarren) ist die Mischung aus tief-doomigen Abgründen und hysterischen Höhenflügen, aus depressiver Monotonie und manischer Inkonstanz - im Vergleich zum Vorgängeralbum "Psychurgy" (2013) ist "Natron" polymorpher, unberechenbarer.

Das opulente Opus startet mit den Titeln 'Serpent' (featuring Neige von ALCEST) und 'The Words You Speak Are Not Your Own' doomig-schwarz; man spielt offensiv mit kellertief intonierenden Gitarren, klaustrophobischen Elektro-Beats, depressivem Cleangesang und vereinsamten Sprachsamples. 'Wings Beating Over Heaven' (featuring Michiel Eikenaar von NIHILL und abermals Neige von ALCEST) liefert martialisches Blastbeat-Geknüppel begleitet von animalischem Geheul und Death-ähnlichem Gegröl. Auch hier wechselt das Temperament zwischenzeitlich zu elektronisch untermalter Drone-Stimmung und gar zu einem plötzlich ganz eigenartig zärtlichen Gitarrensolo, das anschließend wieder geschreddert wird. Der absolute Ausreißer ist 'Fossils' (featuring Khvost, Ex-CODE, Ex-DØDHEIMSGARD): Hier bewegen wir uns eher in der Ecke Elektro-Rock, den man auch bei mieser Laune auf einem breiten US-Highway konsumieren könnte. Das schwere Riffing von 'Apnea' ist wieder monoton und erdrückend; 'Tension Of Duality' ist abermals ein in sich heterogenes Gefüge von Sludge, Drone, Doom und psychomäßigen Backing Vocals. Mit 'Flames' endet das Album in tiefgestimmter Kontemplation, hier kommt erstmals ein Piano zum Einsatz (und sogar eine E-Orgel meint man im Hintergrund auszumachen). Verantwortlich für alle diese außergewöhnlichen, ein hohes Maß an Können beweisenden Kompositionen ist übrigens Stéphane Azam.

Fazit: C.R.O.W.N. als Trio macht sich mehr als gut, schloss sich doch Rotter erst im Januar 2014 fest an die bis dahin als Duo fungierende experimentelle Doom-Combo an. "Natron" lässt kaum Luft nach oben, was es zukünftigen Produktionen schwer machen dürfte, mitzuhalten.

Gesamtwertung: 9.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Serpents
02. The Words You Speak Are Not Your Own
03. Wings Beating Over Heaven
04. Fossils
05. Apnea
06. Tension Of Duality
07. Flames
Band Website: http://www.crownritual.com/
Medium: CD
Spieldauer: 49:08 Minuten
VÖ: 14.08.2015

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14.08.2015 Natron(9.5/10) von Zephir

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