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Crossplane - Masturboned

Review von Stormrider vom 05.05.2015 (991 mal gelesen)
Crossplane - Masturboned Wir sind CROSSPLANE! Und wir spielen Rock 'n' Roll! Wem jetzt sofort ein älterer Herr mit größerer Warze und Rickenbacker-Bass in den Sinn kommt, dessen Leben auf einem Pik-Ass spielt, der kann sich ungefähr vorstellen wie CROSSPLANE klingen. Ungefähr? Wenn man ehrlich ist, dann sind die Jungs aus Essen schon fast einen Tacken zu nah am Original.

2009 gegründet und nun mit ihrem zweiten Album "Masturboned" am Start, wird auf den 14 neuen Songs sowie den zwei Neueinspielungen ('Ist It Me' und 'Real Life') hier alles das geboten, was man von dreckigem Rock 'n' Roll mit einer Prise Punk erwartet. Eine Whiskey-getränkte Stimme (Sänger Celli dürfte dem ein oder anderen von ONKEL TOM bekannt sein), knackige Riffs, die sich mit melodischen Soli paaren, keine Highspeedorgien, keine reinen Balladen, kein Griffbrett-Show-Off, jede Menge Dreck, Dreck, Dreck und nur wenige Schlenker in andere musikalische Richtungen. Dazu kommt ein Bandname, der sich ebenfalls direkt mit einem Bike verbinden lässt (Crossplane ist das englische Wort für eine im Bike verbaute Kurbelwelle im 90Grad Winkel).

Wer MOTÖRHEAD sagt, der kann zukünftig auch CROSSPLANE sagen. Denn mir fällt, neben den NITROGODS, auf die Schnelle keine andere Band ein, die ähnlich nah am Original agiert. Allerdings eher so, wie Lemmy die letzten anderthalb bis zwei Dekaden unterwegs war und weniger wie zu Zeiten der frühen Klassiker. Die Schlenker abseits des befahrenen Highways halten sich insgesamt in überschaubaren Grenzen. 'Sweet Little Rockabella' liefert zur Albummitte etwas Abwechslung, aber ansonsten wird Mucke zelebriert, wie sie auf jeder Bikerparty stundenlang läuft. Und neben all der Gradlinigkeit und den Verneigungen vor "Uns Lemmy" wird irgendwann genau das zum kleinen Pferdefuß des Albums. 16 Songs die sich nur in Nuancen unterscheiden, führen dazu, dass man irgendwann gedanklich abschweift, zwei Songs später wieder zurückkommt und man das Gefühl hat, man hätte eigentlich nichts verpasst. Die Attitüde stimmt, das ist alles authentisch und man kauft der Band zu jeder Sekunde ab, dass sie das nächste Bikergrillen zur grandiosen Party macht, aber alles in allem gibt es in den einzelnen Songs noch zu wenig Alleinstellungsmerkmale. Ich bin mir sicher, dass CROSSPLANE live mit 'ner schönen Gerstenkaltschale in der Hand einen Abend zu einem absoluten Erlebnis machen können. Auf einer Platte mit 16 Songs hingegen schleichen sich doch noch ein paar Längen ein, was zu Abzügen in der B-Note führt. Das nächste Mal lieber nur zehn, dafür auf den Punkt gebrachte, Rocker die Herren. Und nun rauf auf das Bike und raus zum nächsten Treffen.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Brave New World
02. Crossplane
03. Masturboned
04. Down
05. Rock’n’Roll Medicine
06. Bumsucker
07. Sweet Little Rockabella
08. Magical Queen
09. Maneater
10. We Want More
11. The Battle In Me
12. Psycho
13. Get The Rhythm
14. Time Machine
15. Is It Me (Version 2015)
16. Real Life (Version 2015)
Band Website: www.crossplane.net
Medium: CD
Spieldauer: 47:26 Minuten
VÖ: 10.04.2015

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