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Eluveitie - Origins

Review von BlindWarlock vom 12.09.2014 (831 mal gelesen)
Eluveitie - Origins ELUVEITIE sind vermutlich mehr als jede andere Band aus der Schweiz fast jedem Metalhead ein Begriff und zumindest in der Folk-Metal Szene eine Größe, die jeder kennt. Nicht umsonst sind sie die weltweit erfolgreichste schweizer Metalband. Vor 12 Jahren, 2002, hat der Frontman der Band Chrigel Glanzmann das Projekt ELUVEITIE ins Leben gerufen, ursprünglich als reines Studioprojekt. Durch die bis heute noch einzigartige Mischung aus Melodic Death Metal und Folk wurde die Band dann mehr und mehr zu einem Überflieger in der Szene, deren Erfolg noch immer stetig wächst und die nun mit "Origins" ihr sechstes Studioalbum veröffentlicht hat, dessen Sound so unverwechselbar und charakteristisch ist wie immer, ohne dabei langweilig zu werden. Und das trotz des Wechsels von den Langzeitmitgliedern Simeon "Sime" Koche (Gitarre) und Meri Tadic (Violine) für die Neuzugänge Rafael Salzmann (Gitarre) und Nicole Ansperger (Violine).

Musikalisch ist der Silberling als eben solch ein Schatz zu behandeln. Wie schon in den vorhergehenden Alben schaffen es die acht Schweizer meisterhaft, schreddernde Gitarren, hämmernde Bässe und gutturalen Gesang von schwerem Metall mit lieblichen Frauenstimmen, beschwingten Geigen und singenden Flöten zu verbinden und flechten dabei wie nebensächlich fesselnde Geschichten ein, die jedem Hörbuch ohne Schwierigkeiten Konkurrenz machen könnten. Wenn man sich anhört, wie harte Töne die Erzählungen von blutigen Schlachten oder brennender Sehnsucht und Heimatliebe unterlegen und melancholische Weisen von zarten Tönen singender, traditioneller Instrumente begleitet werden und im nächsten Augenblick Mythen oder Geschichten hört, die einem Kinder oder Alte aus ihren Sichten vortragen und die aus sich heraus wirken können, so erhält man Musik, die man erleben kann.

Ein epischer, historischer Roman in akustischer Form. ELUVEITIE haben sich als Motiv die Geschichte von Bretannos und Atumnos ausgesucht, also die Welt von König Arthus und der dazugehörigen, mythischen Unterwelt (ande-dubnos). Insbesondere werden die Sagen des alten Gallien aufgegriffen. Als Beispiel sei hier Sucellos angeführt, der keltische Gott des Ackerbaus, des Waldes und der alkoholischen Getränke. Sein "Heiligenschein", den man auf einigen Abbildungen seiner Person aus den früheren Zeiten sehen kann, ist auch auf dem Cover von "Origins" zu sehen, welches eben diesem Schein nachempfunden wurde (und das sogar unter Aufsicht von Experten der Universität Zürich). Der Gott wird auch im gleichnamigen Lied 'Sucellos" auf dem Album beschrieben und bildet damit nur eine direkt ersichtliche Vorlage zu den Liedern der Scheibe, die dadurch zu einer recht umfangreichen Geschichte über die Kelten wird, die nebenbei auch noch in interessanter Form erzählt wird.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass ich mich wie ein Schneekönig gefreut habe, als ich die Nachricht las, in der stand, dass ich "Origins" rezensieren darf und wurde von dieser Vorfreude auch nicht enttäuscht. Das Album, das am 1. August veröffentlicht wurde, trifft genau die Erwartungen (selbst, wenn sie sehr hoch sind), die man als Fan von ELUVEITIE an das sechste Album stellen würde und wird mit Sicherheit nicht enttäuscht. Selten schafft es eine Band wohl so, sich über mehr als eine Dekade hinweg selbst treu zu bleiben und sich trotzdem irgendwie weiterzuentwickeln. Für jeden Fan ein Muss in der Sammlung und für jeden Neu- oder Gelegenheitshörer eine ausgesprochene Empfehlung, für deren Anwesenheit im Regal sich niemand schämen muss.

Gesamtwertung: 10.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
1. Origins
2. The Nameless
3. From Darkness
4. Celtos
5. Virunus
6. Nothing
7. The Call Of The Mountains
8. Sucellos
9. Inception
10. Vianna
11. The Silver Sister
12. King
13. The Day Of Strife
14. Ogmios
15. Carry The Torch
16. Eternity
Band Website: www.eluveitie.ch
Medium: CD
Spieldauer: 57:28 Minuten
VÖ: 01.08.2014

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