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Noturnall - Noturnall

Review von RJ vom 26.03.2014 (1125 mal gelesen)
Noturnall - Noturnall Da gibt es einen aufstrebenden Stern am brasilianischen Himmel, der sogleich als Supergruppe bezeichnet wird, weil sich diese Band aus Mitgliedern der Band SHAMAN sowie dem Ex-ANGRA-Drummer Aquiles Priester zusammensetzt. Wenn man dagegen ein Stück weiter vorne anfängt, ergibt sich erst einmal die Frage nach der Zusammensetzung der Band. Eigentlich war SHAMAN bereits 2006 schon Geschichte, ehe es Drummer Ricardo Confessori gelang, eine neue Truppe um sich zu formieren. Nach zwei weiteren Albumveröffentlichungen 2007 und 2010 gibt es seitdem keine weiteren Lebenszeichen der Band. Stattdessen ist die neue SHAMAN-Truppe mit Juninho Carelli und oben bereits erwähntem Drummer nun (auch) unter dem Namen NOTURNALL am Start und wollen den Metal-Himmel im Sturm erobern. Ob sich Ricardo für SHAMAN wieder eine neue Truppe suchen muss, ist dagegen noch nicht bekannt.

Musikalisch sind NOTURNALL ähnlich wie SHAMAN unterwegs, das heißt Power Metal steht neben weiteren Einflüssen ganz groß auf der Schublade und wird massiv und treibend dargeboten. Anscheinend wollen die Brasilianer von der ersten Sekunde an beweisen, dass sie es definitiv drauf haben und jegliche Vorschusslorbeeren absolut gerechtfertigt sind. Der Opener 'No Turn At All' geht dementsprechend verheißungsvoll los und gibt auch eine erste Kostprobe des Könnens von Aquiles Priester. Sein Drumming verpasst den Songs eine gewisse Dynamik, die dem Sound gut zu Gesicht steht. Die Brasilianer ziehen aber noch weitere Register, denn neben dem professionellen Management (hier hat man Monika Cavalera verpflichtet, die bereits für SEPULTURA erfolgreich arbeitet) hat man mit Russell Allen (SYMPHONY X) nicht nur einen versierten Produzenten gefunden, sondern ihn auch gleich als Gastsänger für 'Nocturnal Human Side' gewinnen können. Eine gewisse Prog-Inspiration ist bei den Songs von NOTURNALL schon herauszuhören, wobei der Power Metal ganz klar im Vordergrund steht. Hier ist die Band zu Hause und in diesem Metier versteht sie auch ihr Handwerk, auch wenn sie es nicht schaffen, das anfängliche Niveau konstant über das gesamte Album zu bringen. Über die Ballade 'Last Wish' werden die Meinungen sicherlich auseinander gehen, auch wenn sie nicht verkitscht ausgefallen ist. Besonders zu erwähnen ist hier die Beteiligung eines 13-jährigen Cello-Spielers, der wohl als besonderes Talent gilt und auf den Namen Luis Fernando Venturelli hört. Der instrumentale Mittelteil ist wirklich ein Genuss und Freunde einer gelungenen Ballade werden dieses Stück sicherlich als absolut gelungene Variante zu loben wissen.

Was bleibt also unter dem Strich? Auf jeden Fall ein interessantes Album mit starken, fast schon herausragenden Stücken, die bei mir die Hoffnung aufkeimen lassen, dass NOTURNALL auch in der weiteren Zukunft in der Lage sind, nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Sicherlich wird man den belangloseren Songs noch mehr Konturen verleihen müssen, um auch die hohen Wertungsregionen zu erklimmen, aber für ein Debüt ist "NOTURNALL" schon mal eine gute Kostprobe. Beim nächsten Album dürfen sich die Jungs aber eine zweite Ballade und insbesondere eine Nummer wie das abschließende 'The Blame Game' absolut schenken. Was wir aber in naher Zukunft von dem Quintett erwarten dürfen, ist eine weitere Ballade, wobei es sich diesmal um das TEARS FOR FEARS-Cover 'Woman In Chains' handelt. Ich hoffe, dass sich die Jungs dann wieder ganz dem Power Metal zuwenden und es mal wieder ordentlich krachen lassen.


Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. No Turn At All
02. Nocturnal Human Side
03. Zombies
04. Master Of Deception
05. St. Trigger
06. Sugar Pill
07. Last Wish
08. Hate!!!
09. Fake Healer
10. The Blame Game
Band Website: http://www.noturnall.com/
Medium: CD
Spieldauer: 47:15 Minuten
VÖ: 28.03.2014

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