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The Gaslight Anthem - Live In London

Review von Stormrider vom 19.01.2014 (1339 mal gelesen)
The Gaslight Anthem - Live In London "Handwritten", das vierte Album von THE GASLIGHT ANTHEM, war im Bereich leicht punkig angehauchter Indie-/Alternative-Rock nicht nur für mich eines der Highlights des Jahres 2012. Da die Band bereits mit dem Vorgänger "The 59 Sound" den Durchbruch geschafft hat und mittlerweile von den schwitzigen, versifften Clubs in die größeren Hallen gewechselt ist, wurde es durchaus Zeit für eine erste optische Livenachlese.

Aufgenommen im The Troxy bietet "Live In London" kurze 41 Minuten Spielzeit, keine Bonusfeatures und nur 2.0 Stereosound. Das ist natürlich beim vollwertigen DVD-Preis schon arg wenig. Bedenkt man, dass die DVD an zwei Abenden aufgenommen wurde, dann sollte eigentlich noch einiges an Material vorhanden gewesen sein. Ich bin zwar auch kein Fan von 600-Minuten-Monstern, die man in der Regel nie vollumfänglich durchsieht, wenn man aber vergleicht, was teilweise für wertige Packages in die Regale gewuchtet werden, bei denen dem Fan wirklich viel geboten wird, ist diese DVD jedoch absolute Diätkost. Aber ziehen wir den Fokus mal von der rein quantitativen Betrachtung weg und schauen was qualitativ geboten wird.

Zunächst fällt auf, dass sechs der zehn Songs vom besagten letzten Album stammen. Schade, denn auch das Frühwerk der Amis hatte einige Highlights zu bieten, dennoch gibt es rein musikalisch nicht viel zu meckern. Wer mit der Band was anfangen kann, wird an der Stelle nicht enttäuscht. Die Präsenz des (dritten) Gitarristen Ian Perkins entlastet Sänger/Gitarrist Brian Fallon und gibt zusätzlichen Drive und man merkt der Band an, dass sie ihr Handwerk von Grund auf gelernt hat und nicht unerwartet gehypt worden ist. Großartige Showelemente sind indes nicht Sache von THE GASLIGHT ANTHEM, da orientieren sie sich stark an ihrem Vorbild BRUCE SPRINGSTEEN, der ja auch problemlos über dreistündige Gigs spannend und kurzweilig gestaltet, ohne auf Schnick-Schnack oder sonstige Spielereien zurückgreifen zu müssen, sondern eben einfach Geschichten zu seinen Songs erzählt. Genau das fehlt allerdings hier, und dass es so gut wie keine Ansagen an den zwei Abenden gegeben haben soll, kann ich mir nicht vorstellen. Der Sound der DVD ist ok, nicht mehr - auch nicht weniger. Das Publikum ist zu hören, aber dennoch wirkt instrumental alles etwas glattpoliert. Für den optischen Aspekt gilt das Gleiche wie für den Sound. Der Musik angemessen, wird die Einstellung oft gewechselt, zum Glück ohne dabei in übertriebene Hektik zu verfallen. Auch die Kameraeinstellungen werden ausreichend variiert. Von der Totalen ins Close-Up, über Emotionen aus dem Publikum hin zu einzelnen Saitenanschlägen. Teilweise wirken die Einstellungen etwas verwischt, während andere gestochen scharf erscheinen. Den Bildmix kann man mögen oder auch nicht, für mich alles ok.

Wer also sind nun die potentiellen Käufer der vorliegenden DVD? Eigentlich sollten es alle Indie-begeisterten Alternativerocker sein. Dadurch, dass man es verpasst, dem Fan aber wirklich ein volles Konzert zu spendieren, auf den gängigen 5.1 Mix verzichtet und wirklich keinerlei Extras geboten werden, kommt man leider nicht umhin festzustellen, dass es für die gleiche Kohle einfach viel lohnenswertere DVD's zu kaufen gibt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass sich die Anschaffung eigentlich nur für eingefleischte Fans und Komplettisten lohnt. Aus diesem Grund gibt es auch nur sieben Blutstropfen, obwohl ich rein musikalisch durchaus mehr geben könnte. Schade, hier hat eine tolle Band eine Chance verpasst.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. American Slang
02. The '59 Sound
03. Handwritten
04. "45"
05. Here Comes My Man
06. Too Much Blood
07. Great Expectations
08. Keepsake
09. She Loves You
10. Mulholland Drive
Band Website: http://www.thegaslightanthem.com
Medium: DVD
Spieldauer: 41:20 Minuten
VÖ: 03.01.2014

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