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Siren's Cry - Scattered Horizons

Review von Opa Steve vom 25.09.2013 (1226 mal gelesen)
Siren's Cry - Scattered Horizons Die Symphonic Power Metaller SIREN'S CRY sind dem Demo-Stadium entwachsen und werfen mit "Scattered Horizons" ein ausgewachsenes Debütalbum auf den Markt, an dem es wirklich wenig auszusetzen gibt. Soll ich mit der Kritik anfangen? Nein, sie ist auch hier gar nicht dominant. Ich bin kein Freund von weiblichen Kopfstimmen und bombastischen Arrangements, mit denen viele Bands irgendwie versuchen, auf den NIGHTWISH-Zug aufzuspringen. Ich bin auch kein Freund von verklemmt-zuckenden Prog-Läufen, die lediglich dazu dienen, dem musikalisch halbwegs gebildeten Zuhörer zu zeigen, dass man sein Instrument beherrscht und den Takt zählen kann. Beides sind Merkmale, wo ich sofort anfange, Bands zu bashen. Beide Merkmale sind in Spuren vorhanden, aber SIREN'S CRY haben das glückliche Händchen, ihre Kompositionen mutiger zu gestalten - und, was noch wichtiger ist, musikalisch lebendig. Mir gefällt die Balance aus straight-forward-Doublebass-Hymnen, den eingestreuten Attributen voller Spielfreude, die sich aber nur selten in den Vordergrund drängen. Sängerin Katie übernimmt sich gelegentlich mit zu hohen Ansprüchen an ihr Talent, ist aber ansonsten tadellos bei angenehmer Stimme und packt einige durchaus interessante Experimente in ihre Gesangslinien, die kleinere Schwächen schnell vergessen machen. Sie beherrscht das charttaugliche Spektrum zuckersüßer Harmonien wie im aalglatten Opener 'S3V3N', aber auch strukturell komplexere Stücke wie 'Elegy Of R'lyeh' oder 'Serpents Of War'. Ich würde mir wünschen, dass sie auch mal ihren Level in Richtung mehr Power-Röhre verschieben würde. Die Instrumentalfront hält sich in den Strophen immer ein wenig bedeckter und konzentriert sich auf Feinheiten für den Kenner, aber außerhalb der Strophen gönnen sich alle Instrumente einen großen Spielraum und nutzen das weite Feld des Songs für ausgedehnte und verdammt ordentlich gezockte Griffbrett- und Tastenjagden. Als Anspieltipp sei hier 'A Controversial Mind' genannt.

"Scattered Horizons" ist progressiver Symphonic-Power-Metal, der überhaupt nicht progressiv genossen werden muss, sondern auch als bombastischer Headbanger-Stoff funktioniert. Musik für Kopf und Bauch.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Introitus
02. S3V3N
03. Oratory & Sins
04. Elegy Of R'lyeh
05. Draconian Spectrum
06. Cold Amber & Scalding Tears
07. Sahara Sagas Pt. I
08. Serpents Of War
09. A Controversial Mind
Band Website: www.sirenscry.com
Medium: CD
Spieldauer: 53:43 Minuten
VÖ: 17.09.2013

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25.09.2013 Scattered Horizons(8.0/10) von Opa Steve

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