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Obscurity - Obscurity

Review von Vikingsgaard vom 15.10.2012 (1604 mal gelesen)
Obscurity - Obscurity Hatte ich anfangs noch die leichte Befürchtung, die Herrschaften würden sich seit "Varár" nur noch im Kreis bewegen, so strafen mich die Bergischen Löwen mit ihrer neuen Scheibe ganz furztrocken Lügen. War die lauwarme Brühe zum 15ten Bandjubiläum also Kalkül, ja? Denn "Obscurity" lässt durchgehend eiskalte Schauer der Verzückung über Rücken und Unterarme wandern, sodass man sich nach diesem Schädelspaltergesöff förmlich sehnt. Die Velbertschen Einlassungen genügen also nun schon seit 15 Jahren der Black/Pagan-Gemeinde zu kollektiver Kreistanzbewegung und andächtigem Lesen der sehr unterhaltsamen, und mitunter auch lehrreichen, Geschichten über längst vergangene Zeiten und Götter.

Der 2012er Output lässt sich ebenso an, nur ist die Gewichtung von Musik und Text heuer ganz klar in Richtung Musik gerutscht. Hier haben sich die Löwen mehrspurig selbst verwirklicht und Sänger Agalaz macht auch noch mal einen Quantensprung in Richtung Wiedererkennungswert und Horizonterweiterung, was der ganzen Geschichte noch einen Extraschub gibt. Wenn er es noch flächendeckend hinbekommt, die Hoch-Tief Übergänge nicht so abrupt sondern fließender zu gestalten (wie im Titelsong 'Obscurity'), dann gehört er bald zu den Besten der Zunft!

Kommen wir zu den Gänsehautgeschichten, rückwärts beginnend. 'So Endet Meine Zeit' ist, meines Wissens nach zumindest, der erste Song, den man nach OBSCURITY-Maßstäben getrost als Ballade bezeichnen kann. Finde ich sehr gelungen, auch wenn die Kollegen wohl, als eiserne Keyboard-Verweigerer, ein wenig Bauchschmerzen mit dem Outro gehabt haben werden. 'Ensamvarg' ist dem legendären Quorthon gewidmet und in jeder Hinsicht ein Highlight. Auf einem "A Tribute to BATHORY" Sampler wäre er, für meine Begriffe, deplatziert, weil das ein ganz eigenes OBSCURITY-Ding ist. Textzitat: "Der Winter weint Schnee auf dein einsames Grab, der Wind deinen Namen noch trägt. Ein Vermächtnis das niemals verblasst, Wanderer auf dieser Welt." oder "Andere kamen, nahmen die Fackel und nannten sie siegreich ihr eigen." sprechen eine deutliche und wahre Sprache. Als Krönung steuert FJOERGIN-Mastermind Stephan noch seine eigene Interpretation von 'Song To Hall Up High' inmitten des Songs anbei, und fertig ist einer der genialsten Songs über einen der legendärsten und einflussreichsten Musiker unserer Zeit. Tja, und dann haben wir noch oben erwähntes 'Obscurity' vom Album "Obscurity" von OBSCURITY (ein Hoch auf den b4m Styleguide). Die neue Live-Hymne schlechthin, nicht mehr und nicht weniger! Schlachtengesang aus dem Bergischen Land für alle Schwestern und Brüder da draußen, die mit Begriffen wie Heimat und Ehre mehr anfangen können als irgendwelche strunzdummen, selbsternannten Nazijäger. Endgeiler Song mit erhöhtem Mitgröl- und Ausdruckstanzfaktor!

Fazit: Mit dieser Scheibe hat eine enorme Entwicklung in Sachen Songwriting, Eigenständigkeit und Emotionen im Hause OBSCURITY stattgefunden, und ich bin begeistert! Sicher, es gibt hier und da noch kleine kompositorische Schwächen, aber das sind genau 2 bei 11 Songs, also alles im grünen Bereich. Auch die Produktion finde ich dieses Mal um Längen besser als in der Vergangenheit, Tim Schuldt und Bony sei Dank. Fette 9 Punkte ins Bergische Land!


i.d.S.

Berge Romerijke!


Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. In Nomine Patris
02. Obscurity*
03. Germanenblut
04. Strandhogg
05. Ensamvarg**
06. Blutmondzeit
07. Jörmungandr
08. Weltenbrand
09. Fimbulwinter
10. Kein Rückzug
11. So Endet Meine Zeit

* feat. Frost (ADORNED BROOD)
** feat. Stephan (FJOERGIN)
Band Website: www.obscurity-online.de
Medium: CD
Spieldauer: 52 Minuten
VÖ: 19.10.2012

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