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Watain - Opus Diaboli

Review von Mr.Melkor vom 21.05.2012 (1142 mal gelesen)
Watain - Opus Diaboli Zunächst einmal muss ich mich outen. Ich bin ein riesen WATAIN-Fan. Nun könnte man ja berechtigterweise meinen, dass ich nicht in der Lage wäre, ein objektives Review zu einem neuen Album der schwedischen Black - Metaller zu verfassen. Dies entspräche nur halbwegs der Wahrheit. Denn seien wir mal ehrlich, Musik objektiv zu beurteilen, ist nicht möglich. Ferner würde meine Beurteilung zu einem aktuellen Auswurf des Trios nicht an dem Willen gekoppelt sein, unbedingt etwas Positives daran finden zu müssen und es zu jeder Zeit gegen Kritik von außerhalb zu verteidigen. Ich bin sehr streng mit Bands, die mir am Herzen liegen. Warum? Weil ich unter keinen Umständen von ihnen enttäuscht werden möchte, denn dafür sind sie mir zu wichtig. Aber genug von mir. Es ist Zeit für "Opus Diaboli".

Hierbei handelt es sich um das erste reguläre Live-Album von WATAIN. Dieses gibt es in verschiedenen Versionen, wobei die Standardversion und eine limitierte Fanedition am ehesten zu erwerben sind. Will heißen, diese Ausgaben sind im normalen Handel (noch) erhältlich. Die 3. bereits ausverkaufte Version konnte man sich bloß über ihren Merchandise-Store, Wolf Wear, ordern. Bei allen Fassungen sind jeweils eine DVD und 2 CDs mit dem Konzertmitschnitt vorhanden. Der limitierten Fanedition sind zusätzlich 2 Schallplatten, auf denen der Gig ebenso enthalten ist, und ein 64seitiges Fotobuch beigelegt. Die vergriffene Version kam obendrein noch mit 4 Postkarten und mit einem von allen Bandmitgliedern handsigniertem Echtheitszertifikat daher.

Mit "Opus Diaboli" will die Band ihr 13jähriges Bestehen feiern, auch wenn sie bekanntermaßen schon länger ihr Unwesen treibt. (Anscheinend hat sich die Produktion dieses Machwerks zu sehr in die Länge gezogen.) 1998 gegründet, entwickelte sich das musikalische Projekt für alle Beteiligten, allen voran Erik Daniellson (Gesang), zur totalen Lebensaufgabe. Ferner besteht WATAIN nicht aus Mitgliedern, welche versuchen ein satanistisches Image auf künstlerischer Ebene zu bewahren, sondern es handelt sich hierbei um Persönlichkeiten, die sich wahrhaftig dem Satanismus verschrieben haben. Dementsprechend ist die auf DVD aufgezeichnete Dokumentation eine Bekennung zu der eigenen Ideologie, welche die Band nicht nur mit irgendwelchen Ritualen und satanischen Versen, sondern auch mit ihrer Musik zum Ausdruck bringt. Dabei bildet WATAIN das vollkommene Herzstück dieser Individuen, mit dem sie ihre persönliche Ausdrucksform kreiert haben. Die Dokumentation wird getragen von Eriks Erzählungen und Erklärungen zu all den Themen, welche die Band und ebenso das dazugehörige Weltbild betreffen. Dabei bekommt man nicht nur ihn zu hören und zu sehen, untermalt von einzelnen Bildern mit Katakomben, Symbolen, Höhlen, alten sowie neuen Privataufnahmen etc., sondern man erlebt zusätzlich ein Konzert von WATAIN, welches letztes Jahr in Stockholm stattfand. Die einzelnen Songs des Gigs werden zwischenzeitlich eingeblendet. Wer einmal einem WATAIN–Konzert beigewohnt hat, wird wissen, was er auf dieser DVD zu sehen bekommt. Alle anderen sollten sich überraschen lassen. Die Dokumentation wirkt insgesamt wie ein Horrorfilm, in welchem eine satanische Band beleuchtet wird. Der einzige Unterschied zu anderen auf Zelluloid gebannten Genrebeiträgen ist der, dass hier niemand kalt gemacht wird.

WATAIN polarisieren. Das wird sich auch mit diesem Werk nicht ändern. Die einen werden es hassen, die anderen werden es lieben. Ich für meinen Teil bin absolut begeistert. Inwiefern? Nun, die 90 Minuten vergehen wie im Flug. Und anschließend hat man das Gefühl, bei weitem noch nicht alles gesehen zu haben. Also wird die DVD früher oder später erneut in den Player landen. Des Weiteren ist der Sound des Konzerts auf DVD sowie auf CD und Vinyl grandios. Meiner Meinung nach gibt es nicht viele Live-Alben, die so gut produziert sind. Die Atmosphäre, das Klangbild und natürlich die Songs sind für die Augen und Ohren exzellent in Szene gesetzt. Allerdings könnte man berechtigterweise annehmen, dass im Studio noch ein wenig nachgeholfen wurde. Die Performance der Band ist nahezu perfekt und jeder, der schon mehrere Konzerte gesehen hat und der vielleicht auch selbst Musiker ist, wird wissen, dass so was sehr schwer zu bewerkstelligen ist. Aber, wer weiß!?

WATAIN haben mit "Opus Diaboli" ein weiteres Meisterwerk erschaffen. Es lohnt sich definitiv wenigstens mal reinzuschauen bzw. reinzuhören. Mehr gibt es von mir dazu nicht zu sagen.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
DVD:
01. Malfeitor
02. Devils Blood
03. Reaping Death
04. Lawless Darkness
05. Stellarvore
06. On Horns Impaled
07. Waters Of Ain
08. Outro

CD I:
01. Death s Cold Dark
02. Malfeitor
03. Storm of the Antichrist
04. Four Thrones
05. Devil s Blood
06. Reaping Death
07. Lawless Darkness

CD II:
01. Total Funeral
02. Stellarvore
03. On Horns Impaled
04. A fine day to Die
05. Waters of Ain
06. Requiem XIII

Vinyl :
A-1. Death's Cold Dark
A-2. Malfeitor
A-3. Storm Of The Antichrist
B-1. Four Thrones
B-2. Devil's Blood
B-3. Reaping Death
C-1. Lawless Darkness
C-2. Total Funeral
C-3. Stellarvore
C-4. On Horns Impaled
D-1. A Fine Day To Die
D-2. Waters Of Ain
Band Website: www.templeofwatain.com
Medium: DVD
Spieldauer: 90 Minuten
VÖ: 04.05.2012

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Danke! Als Anspieltipp empfehle ich direkt meinen absoluten Lieblingssong, "Stellavore". Ansonsten wären da noch "Malfeitor" (großartiges Ende) "Reaping Death" oder "Waters Of Ain".
(22.05.2012 von Mr.Melkor)

Mach' ich doch mal, schöne Kritik, weiter so, vielleicht ein Anspieltip noch, wenn man nicht so viel Zeit hat...
(22.05.2012 von Warlord)

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