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Crossfade - We All Bleed

Review von Stormrider vom 13.08.2011 (1586 mal gelesen)
Crossfade - We All Bleed Das platindekorierte Debut der Amerikaner erschien anno 2004, und bereits satte fünf Jahre liegt das Zweitwerk zurück. Dazwischen verlor man nicht nur die Motivation, sondern auch den Plattenvertrag und hat sich nun entschieden doch nochmal anzugreifen und ein Comeback zu starten. Ich gestehe, dass ich die ersten beiden Alben von CROSSFADE nicht kenne, kann daher auch keine früher/heute Vergleiche anstellen, und gehe relativ unvoreingenommen an die 49 Minuten Alternative Rock heran.

Geboten wird ein Querschnitt durch die harte Rockmusik, der sich in vielen Genres bedient und für alle jene von Interesse sein könnte, für die der Tellerrand nicht das Ende des musikalischen Universums ist.

"We All Bleed" startet ziemlich heavy mit dem groovigem 'Dead Memories' und schwenkt dann in einen coolen Alternative-Chorus. Dem Opener folgt das leicht doomige 'Killing Me Inside', welches vermutlich das größte Hitpotenzial der zehn Songs hat, und folgerichtig als Single ausgekoppelt wurde. Durch die eingestreuten Samples wirkt das anschließende 'Prove You Wrong' dann wie ein Überbleibsel aus der Hochphase des Nu-Metal und erinnert regelmäßig an LINKIN PARK, als diese noch künstlerisch relevant waren. Zeitgemäß ist das zwar nicht mehr, aber wer's mag - der wird's mögen. So könnte man jetzt das ganze Album sezieren, es ließen sich ständig neue Einflüsse herausfiltern. Man kann aber auch einfach festhalten, dass mit "We All Bleed" einfach ein starkes vielschichtiges Album geglückt ist, was für jeden Gitarrenmusikaffinado etwas bereit hält. Während die erste Hälfte des Albums noch ziemlich ziemlich gut nach vorne rockt, wird in der zweiten Hälfte der Fokus eher auf balladesken und schwermütigen Stoff gelegt. Überhaupt kann die Grundstimmung des Albums als ziemlich düster beschrieben werden. Das ist nicht verwunderlich, wenn man neben der Musik auch den Texten ein Ohr schenkt. Frontmann Ed Sloan lässt den Hörer in seine persönliche Gefühlswelt eindringen, und wenn man wie in 'Dear Cocaine' die Tiefen des menschlichen Daseins und die eigene Drogenabhängigkeit thematisiert, dann eignen sich bedrückende Akkorde einfach besser, und man folgt dem Sänger unweigerlich in seine Depression. Zum Abschluß bringt man noch einen Longtrack von zehn Minuten an den Start. Der zündet zwar nicht beim ersten Mal, auch nicht in seinen ersten Minuten. Wenn 'Make A Believer' aber Fahrt aufgenommen hat, und man sich mehr als einen Durchlauf gönnt, dann wird hier nochmal die ganze Stilvielfalt des Albums zusammengefasst.

Wer auf anspruchsvollen Alternative Rock/Metal steht und sonst Bands wie ALTER BRIDGE und Konsorten auf den Drehteller bringt, aber auch mit KATATONIA oder ALICE IN CHAINS was anfangen kann, der sollte "We All Bleed" durchaus mal einen Probelauf beim Händler seines Vertrauens schenken. Vielleicht kann man ja irgendwann nochmal an den Status der Mittnullerjahre anknüpfen, die Qualität dazu ist vorhanden.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
1. Dead Memories
2. Killing Me Inside
3. Prove You Wrong
4. Lay Me Down
5. Dear Cocaine
6. Suffocate
7. I Think You Should Know
8. We All Bleed
9. Open Up Your Eyes
10. Make Me A Believer
Band Website: www.crossfadeband.com
Medium: CD
Spieldauer: 49:03 Minuten
VÖ: 22.07.2011

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13.08.2011 We All Bleed(8.0/10) von Stormrider

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