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Kataklysm - The Prophecy (Stigmata of the Immaculate)
Review von Souleraser vom 09.01.2004 (2992 mal gelesen)
Kataklysm - The Prophecy (Stigmata of the Immaculate) KATAKLYSM wurden seit ihrer Gründung als eine der Top-Bands des extremen Death Metal gehandelt. Kein Wunder, denn wie kaum eine andere Kapelle gelang es den northern Hyperblastern, Ansätze von genialem Songwriting in ihren Hasshymnen durchschimmern zu lassen, ohne dabei Härte zugunsten der Melodien aufzugeben oder gar ganz weich zu werden.
Auf dem 2000er-Album "The Prophecy (Stigmata of the Immaculate)" präsentierten KATAKLYSM sich in bis dahin ungekannter Bestform. Waren bereits auf dem Vorgängeralbum "Temple of Knowledge" deutliche Zeichen für das songwriterische und kompositorische Talent des Todes-Vierers zu erkennen, konnte man auf "The Prophecy" erstmals davon sprechen, dass die Kanadier ihr Talent nicht nur durchschimmern ließen, sondern es wirklich voll zum Tragen bringen konnten.
Nach dem gesprochenen Intro (entnommen aus dem Film "Dark City") folgt schon der erste Frontalangriff auf die Trommelfelle des Hörers mit dem UpTempo-Kracher '1999-6661-2000'. Das Gaspedal bleibt auch bei 'Manifestation' und 'Stormland' durchgetreten, wobei letzterer doch schon etwas grooviger daherkommt als seine Vorgänger. Der Wechsel zwischen thrashig-deathigem Schreien und dem herrlich morbiden "Röcheln" bei den Vocalparts von 'Breeding the Everlasting' macht den Song zusammen mit dem maschinengewehrartigen Drumming zu einem echten Highlight, was angesichts der hohen Qualität der übrigen Songs wirklich schon einiges heißt.
'Laments of Fear & Despair' hat dann sogar das Zeug zu einem echten Ohrwurm. Die Lyrics dieses Songs bergen trotz ihrer augenscheinlichen Schlichtheit einigen Tiefgang und belegen eindrucksvoll, dass Death Metal-Lyrics keineswegs platt, stumpf, eintönig oder immer über das gleiche Thema sein müssen.
'Astral Empire' macht seinem Namen alle Ehre. Der Song hat eine nicht in Worte fassbare Atmosphäre, die sich über den gesamten Song hinweg steigert und schließlich beinahe orgiastisch in einem Feuerwerk gipfelt: "I save my soul, from the lies of this world; Never again! I rather die!".
'Gateway to Extinction' ist der vielleicht ausdrucksstärkste Song des ganzen Albums. Der gelungene Wechsel zwischen eher stampfenden MidTempo-Passagen, geleitet von markanten Grunz-Vocals, und extrem flotten Knüppel-Passagen mit morbiden Kreisch-Vocals ist die absolut perfekte Untermalung für die Lyrics, die eine Geschichte voller Düsternis und Aggression erzählen.
Nicht weniger beeindruckend ist 'Machiavellian', das im direkten Vergleich erstaunlich melodisch wirkt. Trotz allem ist dieser Song nicht weniger druckvoll und gewaltig als die anderen. Ohrwurm-Melodien und totale Härte schließen sich eben doch nicht aus.
'The Renaissance' ist ein durch und durch erstaunlicher und ungewöhnlicher Song. Mit einer extrem starken und eingängigen Melodie wirkt der Song sehr atmosphärisch und phasenweise schon eher schwarz- denn todesmetallisch. In den druckvolleren Passagen, durchweg MidTempo, kommt dafür dann um so mehr der melodische Charakter zum Tragen. Hier finden sich auch die besten Riffs der KATAKLYSM-Discografie, bevor der Song in ein wütendes Trommelfeuer hinüberfließt, das wiederum in Maurizio Iaconos "We live & die" seinen Höhepunkt findet.
'The Renaissance' ist der krönende Höhepunkt dieser absolut hochklassigen Scheibe.
Wer Death Metal liebt, muss diese Scheibe gehört haben. KATAKLYSM haben die "Sturm & Drang"-Phase mit diesem Album eindeutig hinter sich gelassen und präsentieren sich musikalisch wie textlich vielseitiger als je zuvor. Die Songs sind durchdachter und schlagkräftiger weil präziser, der Mix ist glasklar und die Energie der Songs selbst aus den Kopfhörern eines Discmans spürbar.
"The Prophecy (Stigmata of the Immaculate)" lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: KAUFEN!


Bleeding Songs: 1999-6661-2000, Breeding the Everlasting, Astral Empire, Gateway to Extinction, Machiavellian, The Renaissance

Gesamtwertung: 10.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood blood
Trackliste Album-Info
1. 1999:6661:2000
2. Manifestation
3. Stormland
4. Breeding the Everlasting
5. Laments of Fear & Despair
6. Astral Empire
7. Gateway to Extinction
8. Machiavellian
9. Renaissance
Band Website: www.kataklysm.net
Medium: CD
Spieldauer: 40:00 Minuten
VÖ: 17.04.2000

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09.01.2004 The Prophecy (Stigmata of the Immaculate)(10.0/10) von Souleraser

15.11.2013 Waiting For The End To Come(9.0/10) von Eddieson

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21.02.2014 von Eddieson

Specials

09.01.2004 Kataklysm: More than a decade of darkness (von Souleraser)

Liveberichte

12.10.2016 Gießen (Hessenhallen) von Lestat

11.02.2014 Hannover (Musik Zentrum) von Eddieson

20.12.2003 Gießen (Hessenhallen) von Eisenbrecher

28.08.2004 Gemünden (Up from the ground Festival) von Lord Fubbes

Band website
www.kataklysm.net
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