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Kathaarsys - Intuition

Review von des vom 17.10.2010 (1742 mal gelesen)
Kathaarsys - Intuition Ich bin ja kein großer Soundfetischist, aber eine Platte soll als Grundvoraussetzung zumindest annehmbar klingen. Das ist leider bei der neuen KATHAARSYS nicht so: "Intuition" klingt wie ein Demo oder vielleicht eine Liveaufnahme aus dem Proberaum, ohne jede Effekte, unausgewogen und rau. Dazu klingt der Gesang in den klaren Passagen ziemlich schräg und jammerig; die Grundvoraussetzung für Hörspaß ist somit schon einmal nicht gegeben, auch wenn der raue Klang vermutlich gewollt ist.

Schade eigentlich, denn im letzten Jahr haben mich die Südamerikaner mit ihrem Album "Anonymous Ballad" noch ziemlich beeindruckt: ein Album vollgepackt mit komplexen und doch schlüssigen Death-Prog-Songs, die etwas an OPETH (aber noch komplexer und epischer) oder auch an das ULVER-Werk "Themes From William Blake's The Marriage Of Heaven And Hell" erinnerten. Dementsprechend groß war auch die Vorfreude auf das neue Album.

Auf "Intuition" gehen KATHAARSYS einen großen Schritt weiter: der Death-Anteil ist nur mehr in geringen Dosen vorhanden, vielmehr springt das Trio unvermittelt in den Jazz: abgefahrene Death Metal Songs werden abrupt durch jazzige Anleihen zerstückelt, gejammerte oder gesprochene Passagen wechseln sich mit blackmetallischem Gekeife ab, das ebenso abrupt wieder in jazzigen Parts oder balladesken Teilen endet. Eine Herausforderung für den Zuhörer, vor allem weil es kaum so etwas wie einen schlüssigen Songaufbau gibt und sich das Trio eher von ausgiebigen Improvisationen treiben lässt. Es finden sich auf "Intuition" Highlights wie das träumerisch schöne 'Ledicia E Inadaptacion, Pensamento Fantasioso Incompatibilidade', geiles, ewig langes Solo; große Momente gibt es auch in 'Tristeza, Fracaso, Doce Tolemia E Final'. Demgegenüber steht wieder vor allem klangtechnisch unausgegorenes Gerumpel wie bei 'Recapitulacion Da Dubida, Incomodidade, Incomunicacion Confusion', das auch mit gutem Willen schwer zu ertragen ist.

Dass die Band riesiges Potential hat, hat sie mit "Anonymous Ballad" bewiesen und dass sie spieltechnisch etwas drauf hat, zeigt sie auch mit "Intuition". Doch schon der unfassbar rumpelige Sound macht es schwer, sich auf die komplexen Songs von "Intuition" einzulassen. Aber wer auf anspruchsvollen, experimentellen Stoff steht, kann einmal ein Ohr riskieren, richtig empfehlen würde ich jedoch den Vorgänger "Anonymous Ballad".

des

Gesamtwertung: 5.0 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Consciencia, Duda, Apatia, Duda, Depresion
02. Preconsciencia, Ciclo Iniciatico Vital
03. Pesadelo, Transicion, Evolucion, Constacion Reiterada
04. Paralise, Fases Esquizoides, Locura Psicotropica Autoinducida
05. Estrano E Contradictorio Intervalo De Lucidez
06. Ledicia E Inadaptacion, Pensamento Fantasioso Incompatibilidade
07. Caos, Colision Coa Realidade
08. Fugaz Esperanza
09. Recapitulacion Da Dubida, Incomodidade, Incomunicacion Confusion
10. Tristeza, Fracaso, Doce Tolemia E Final
Band Website: www.myspace.com/kathaarsys
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 30.09.2010

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14.06.2009 Anonymous Ballad(8.5/10) von des

17.10.2010 Intuition(5.0/10) von des

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