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Non Opus Dei - Eternal Circle

Review von Stradivari vom 11.09.2010 (1825 mal gelesen)
Non Opus Dei - Eternal Circle Evil, eviler, am evilsten. Nicht dass der Eindruck aufkommt, ich habe etwas gegen Black Metal. Ganz im Gegenteil. Ein geiles Black Metal-Konzert ist wie "Tanz der Vampire" im Mixer. Putzig bemalte, schwarzgewandete Musiker, meist sogar überdurchschnittlich talentiert, tummeln sich zwischen Petruskreuzen, lustig prasselnden Feuerchen, Ziegenköpfen, Druidenfüßen und Pentagrammen in allen denklichen Variationen. Bei den Szenegrößen gibt es vor den generell unleserlichen Bandnamen auf dem Backdrop sogar männliche und weibliche Nackedeis sowie ausgelassenes Kunstblut-Weitsudeln zu bestaunen. Dazu als Soundtrack geniale Intros und derber Metal mit ohne richtigen Gesang. So VENOM, so gut.

Fies wird die Nummer nur, wenn den Hörer ganz allmählich der Verdacht beschleicht, die Jungs meinen es tatsächlich ernst damit, was sie da so treiben. NON OPUS DEI waren mir daher schon immer suspekt, da sie es in der Tat schaffen, eine Aura des Unwohlseins aufzubauen - in vielerlei Hinsicht. So auch anno zwanzig-zehn mit "Eternal Circle".

Ein verzerrtes Kinderweinen als Intro ist definitiv nicht wirklich amüsant. Der Opener klingt eigentlich nicht mal sooo schlecht - zumindest bis einem die getriggerte Double Bass nach der Hälfte des Songs auf die Nerven geht. Eigentlich wäre es nun an dieser Stelle angebracht, auf einzelne Highlights oder Schwachpunkte des Silberlings einzugehen - aber man kann es beim besten Willen nicht. Eine gute halbe Stunde hämmert, lärmt und rumpelt es vor sich hin, es ist nahezu unmöglich, einzelne Titel auszumachen. Das Tempo hält sich monoton auf konstant hohem Niveau, selbst gelungene Intros oder sonstige Orientierungspunkte sucht man vergeblich. Ich bin ein positiv denkender Mensch, absolut, aber auch nach diversen Durchgängen bleibt es schwierig, wohlwollendes zu vermerken. Handwerklich gibt es nichts auszusetzen, ihre Instrumente beherrschen die Jungs, keine Frage. Der Sound ist überraschend gut und transparent. Und, was durchaus beeindruckend ist, die Band schafft es erneut, während der gesamten Spielzeit eine bedrückende Atmosphäre zu verbreiten. Allerdings, mal ganz ehrlich, "Eternal Circle" ist bereits die sechste CD seit ihrem Debut "Diabolical Metal", 2002. Wir reden hier nicht von Rookies. Da muß in Sachen Songwriting, Instrumentierung und Produktion mehr kommen. Viel mehr.

Aber okay, wie beschreibt die Band selbst das auf Friedrich Nietzsches Gedankengut basierende Konzept zu diesem Album: "Circles within circles. Repeat the journey - again and again." Ich interpretiere es mal so: NON OPUS DEI haben anscheinend bewusst neunmal den nahezu gleichen Song aufgenommen und ein akustisches Perpetuum Mobile gebastelt, um uns bis zum Tag der Apokalypse zu quälen. Eben so, wie es sich für eine ganz, ganz böse Schwarzmetall-Truppe gehört...

Irgendetwas wollte ich noch anmerken... ...ach ja - Satan ist doof!

Gesamtwertung: 2.0 Punkte
blood blood dry dry dry dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
1. Woda Dla Umarlych
2. The Prisoner Of The Worlds
3. Demon Nietzschego
4. Dark Nebula
5. Przystrojona Sloncem
6. Death Hussar Legions
7. Point Zero
8. Galaxy In Her
9. Until The Wheel Stops
Band Website: www.myspace.com/nonopusdeipoland
Medium: CD
Spieldauer: 31:54 Minuten
VÖ: 13.09.2010

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