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Livebericht Mountain Tamer

Ein Livebericht von Dead_Guy aus Los Angeles (Mojave Dessert) - 06.03.2021 (1239 mal gelesen)
Im Rahmen der "Live In The Mojave Dessert"- Reihe gaben sich zahlreiche Stoner Bands die Ehre, in eindrucksvoller Wüsten-Kulisse ein Ständchen zu spielen, unter anderem MOUNTAIN TAMER, NEBULA und EARTHLESS.

Das Musikvideo von 'One' (METALLICA) zeigt schon, dass sich eine Wüste durchaus als Hintergrund für eine Band eignet. Und besonders zu Stoner Rock passt dieses Setting vorzüglich. So nahm man die Mojave Wüste mit ihren markanten Felsformationen als Location für eine feine Live-Serie, die sechs Gigs beinhaltete.

Der zweitstündige Stream ist in zwei Teile gesplittet: Die erste Stunde vergeht in bester VIVA- Manier; es gibt Musikvideos der verschiedensten Wüstenrock-Bands zu bestaunen, durchzogen von Werbeclips, in denen die eigenen Produkte beworben wird. Cool ist das Interview mit der Band sowie den Produzenten des Ganzen und lustig-skurril das Vorstellen der eigenen Tabasco-Sauce. Ein spaßiger Einstieg, doch zieht es sich ein wenig in die Länge; sind doch die Zuschauer an jenem Abend wegen des Gigs von MOUNTAIN TAMER anwesend, dem zweiten Teil des Events.

Und dann steht da ein mega sympathisches Quartett, mit mächtig Spaß an der Sache. Die dreiviertel Stunde wird genutzt, um einmal durch die kurze Diskographie, mit Fokus auf der aktuellen Scheibe "Psychosis Ritual" (2020), zu gehen. Und so spielt die Band frech, tight und energisch ihren Gig herunter, mit dem Song 'Warlock' als mein persönliches Highlight. Schön anzusehen ist die Wüste, das Kamerateam hat ordentliche Arbeit geleistet, um dem Ganzen gerecht zu werden. Angenehme Wechsel der Kameras sorgen dafür, dass man auch was geboten bekommt und man nicht nur eine Perspektive als Zuschauer hat. Während des ganzen Abends gibt es eine Chat-Funktion, um sich mit anderen Gästen auszutauschen. Dies wird von mir allerdings nicht genutzt. Es ist ein durchweg unterhaltsames Konzert, das ganze Drumherum geschenkt. Die Performance, die Kulisse, der Sound - all das ist top und es gibt in dieser Hinsicht nichts zu meckern. Auch liegt es in der Natur der Sache, dass es nur bedingt als Methadon für ein richtiges Konzert funktioniert. Das fehlende Interagieren der Band mit dem Publikum sowie der perfekte Sound lassen es mehr wie ein Musikvideo in Überlänge (deswegen der Satz zu Beginn) als ein Konzert wirken. Da "dank" Corona weiterhinauf Konzerte verzichtet werden muss, muss man allerdings die Kreativität, das Beste aus Lage zu machen, anerkennen. Und wie gesagt: Unterhalten fühle ich mich definitiv - Mission geglückt.
Location Details
Mojave Dessert in Los Angeles (USA)

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