Furor Gallico - Future To Come

Review von Zephir vom 17.04.2024 (1124 mal gelesen)
Furor Gallico - Future To Come Spätestens seit die Kollegen WIND ROSE in aller Munde sind, ist Folk Metal aus Italien durchaus kein Geheimtipp mehr. Auch FUROR GALLICO sind Italiener, beherrschen das keltisch angehauchte Folk-Death-Metal-Metier aber wie echte Gallier und sind dabei sogar noch eine Spur progressiver unterwegs als etwa die Kolleginnen und Kollegen von ELUVEITIE in jüngerer Vergangenheit. Der Fangemeinde der Schweizer seien FUROR GALLICO auch wärmstens anempfohlen: "Future To Come", das vierte Album der immerhin auch schon seit 2010 bestehenden Formation, liefert jede Menge sehnsuchtsvollen Kelten-Spirit mit Celtic Harp (Becky Rossi), traditionellen Whistles (Massimo Volontè - er spielt übrigens auch Bouzouki) und Violine (Riccardo Brumat). Nicht fehlen dürfen natürlich eine ordentliche Portion metallischer Gitarre (Gabriel Consiglio), Bass (Marco Ballabio) und Drums (Mirko Fustinoni). Die Lead Vocals tragen in ganz klassischer Growl- und Clear-Aufteilung Davide Cicalese und Valentina Pucci; Gitarrist Gabriel steuert seine Stimme ebenfalls bei.

Das Songwriting auf "Future To Come" ist raffinierter und weniger gassenhauertauglich als bei den oben genannten Kollegen, geht aber trotzdem super ins Ohr. Im Grunde ist der Opener 'Call Of The Wind' ein guter Anspieltipp: Eine verträumt folkige Harfe, dann eine eingängige Whistle-Hookline, untermalt von schweren Riffs, die sich nach einigen Takten in eine recht detailverliebte, synkopenlastige Gitarren-, Drum- und Harfenarbeit auflöst und mit den folgenden Growls den Gedanken an Begriffe wie Progressive Death Folk weckt.

Ebenso wie der Opener sind auch die weiteren Tracks des Albums sorgfältig komponiert und arrangiert - und gekonnt eingespielt. Die Mischung aus Folk und Death weiß zu überzeugen und ist an keiner Stelle poppig. Ausflüge ins Balladeske ('Birth Of The Sun') oder ins akustisch Folkige ('Future To Come') funktionieren bei FUROR GALLICO ebenso ausgezeichnet wie plötzlich ausbrechende Scream-Extreme ('Black Skies') oder abgefahrene Dicke-Eier-Gitarrensoli, die sich mit der Geige duellieren ('Faith Upon Lies' - hier hören wir übrigens Gastmusiker Ralph Salati an der Gitarre).

Kurzum: "Future To Come" ist ein absolut gekonntes Album, das der irischen und bretonischen Musik ebenso huldigt wie dem melodischen Todesmetall. Gemastert wurde das Ganze von Jens Bogren in den Fascination Street Studios, durch dessen Hände auch schon Werke von OPETH, ARCH ENEMY und AMON AMARTH gingen. Das Cover stammt von Kris Verwimp, den Insider von manch einer SUIDAKRA- oder THYRFING-Platte kennen dürften. Falls also jemand aus der ELUVEITIE-Fangemeinde auf der Suche nach etwas Abwechslung sein sollte: "Future To Come" von FUROR GALLICO ist ein ganz heißer Tipp.



Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Call Of The Wind
02. Among The Ashes
03. Birth Of The Sun
04. Black Skies
05. Faith Upon Lies
06. Ancient Roots
07. Future To Come
08. Anelito
Band Website: www.furorgallico.it
Medium: CD + digital
Spieldauer: 40:49 Minuten
VÖ: 22.03.2024

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten