Funeral Winds - 333

Review von Froosti vom 30.01.2024 (844 mal gelesen)
Funeral Winds - 333 Aus den Niederlanden kommen in den letzten Jahren einige spannende Black Metal-Projekte zu uns geschwappt. WRANG, HELLERUIN oder ISKANDR konnten mich schon massiv von sich überzeugen. Diese Bands sind allerdings alle noch recht jung. FUNERAL WINDS sind bereits seit 1991 unterwegs, mir dennoch bisher kein Begriff gewesen. Hellchrist Xul betreibt die Band als Ein-Mann-Projekt und veröffentlichte bereits sieben Alben und mehrere Demos, EPs oder Splits. Mit "333" steht nun das achte Werk in der Tür und schauen wir mal, was ich bisher so verpasst habe.

Nach einem kurzen Wintersturm als Intro legt die Band auch direkt mit Vollgas los. Wo die Fahrt hingeht, ist nach wenigen Minuten direkt klar. Wir befinden uns erneut im Bereich des traditionellen Black Metals. Etwas Neues? Eine Prise Innovation? Fehlanzeige! Dennoch fange ich nach kurzer Zeit an, immer tiefer in das Album zu versinken. Viele versuchen den Sound dieser Zeit einzufangen und nur wenigen gelingt es so gut, wie es Hellchrist hier schafft.

Roh, mit jeder Menge Ecken und Kanten und in Richtung Lo-Fi wandelnd, dröhnt der Sound aus den Kopfhörern. Für meinen Geschmack ist das genau passend und erzeugt die richtige Atmosphäre. Kalt, schnell und gewalttätig muss es klingen. Die Gitarren sind flach abgemischt und die Vocals sind nur ein wenig zu weit im Vordergrund. Das Schlagzeug ballert vor sich hin und verpasst dem Ganzen eine Soundwand, wie man sie vom 90er Black Metal her kennt.

Der Gesang erinnert mich häufig an Bands wie DARKENED NOCTURN SLAUGHTERCULT oder WATAIN. Auch wenn der Sound ein wenig matschig ist, kann man den Gesang, für Black Metal-Verhältnisse, gut verstehen. Lediglich etwas Abwechslung wäre da wünschenswert. Mal ein heiserer Scream oder ein wenig widerliches Gekeife würde ich willkommen heißen, denn da ist noch Luft nach oben.

So oder so ähnlich jagen FUNERAL WINDS sich durch das Album. Einen einzelnen Song als Anspieltipp zu finden, ist gar nicht so einfach, aber ich denke mit 'Cast The Gauntlet Of Doom' kommt ihr gut weg.

Alles in allem setzen FUNERAL WINDS den traditionellen Black Metal gekonnt um und sind spannender als viele andere, die Ähnliches versuchen. Das Cover, der Sound und die Atmosphäre stellen die Highlights dieser Platte dar und lediglich die fehlende Abwechslung und der fehlende Mut, nicht immer die gleichen Pfade zu gehen, rechne ich der Band negativ an. Es scheint, als müsste ich dem Projekt ein wenig Aufmerksamkeit widmen und ich bin besonders auf die alten Werke gespannt.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Sovereign Of Shadows
02. Eternal Nightmare
03. Cast The Gauntlet Of Doom
04. Ancient Wrath Unleashed
05. The Damned Ones Shall Rise
06. Forever Cursed And Bound
07. Birthed By Pure Malevolence
08. Conjuration Of The Blind One
Band Website: www.facebook.com/FuneralWindsBM
Medium: CD, LP
Spieldauer: 38:30 Minuten
VÖ: 26.01.2024

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten