Narbeleth - A Pale Crown

Review von Froosti vom 30.01.2024 (838 mal gelesen)
Narbeleth - A Pale Crown Meinen ersten Kontakt mit der Band hatte ich mit ihrem vierten Album "Indomitvs". Es war ein Zufallsfund bei einem Konzert in Berlin, wo ich bei Folter Records das Stück mit einpackte. Ich war damals komplett fokussiert auf den traditionellen Black Metal der Zweiten Welle und NARBELETH packten mich. Und ein paar Tage später hielt ich auch die restlichen Alben, plus ein Shirt, in der Hand. Nun legt die Band ihr sechstes Album "A Pale Crown" vor und ich bin gespannt, ob sie mich erneut packen können und wie sich die Band entwickelt hat.

Um die Frage vorab schon zu beantworten: Nein, viel hat sich am Sound der Band nicht verändert, was ich auch nicht erwartet habe. Geboten wird Black Metal der 90er Jahre ohne Wenn und Aber. Dass Dakkar, der Kopf hinter NARBELETH, aus Kuba stammt und heute in Spanien lebt, merkt man dem Album nahezu nicht an. Der Sound ist kalt und roh gehalten und sollte die meisten Black Metal-Fans ansprechen, auch wenn es für mich noch ein wenig roher und dreckiger hätte sein können. Treibend, aber nie völlig der Raserei verfallend, zeigen uns NARBELETH, wie traditioneller Black Metal klingen kann. Das Ganze hier verdient sicher keinen Innovationspreis, dennoch setzt die Band es so gekonnt um, dass ich mich erneut dem Album nicht entziehen kann.

Hervorheben muss ich den vierten Titel 'On The Sight Of Dusk'. Hier wird in der Mitte der Song unterbrochen und fast schon "warme" Gitarren spielen ein kleines Zwischenspiel, bevor die Black Metal-Nietenkeule erneut ausgepackt wird. Für mich spiegelt das ein wenig die kulturelle Herkunft der Band wider und lässt mich aufhorchen. Ich vermisse bei vielen Bands, die traditionellen Black Metal spielen, ein Alleinstellungsmerkmal. Ähnliches blitzt auch dezent im Titel 'Witness And Provider' auf und ich würde mir wünschen, dass NARBELETH dies noch ein wenig intensiver ausleben würden.

Zum Abschluss bleiben sich NARBELETH treu und schließen das Album mit einem Cover von SATYRICON ab. 'The King Of The Shadowthrone' ist ein Klassiker und passt genau zum Abschluss des Albums. Bisher endete jede Platte mit einem Cover und SATYRICON gesellen sich dabei zu DARKTHRONE, URGEHAL oder JUDAS ISCARIOT. Manch ein Trve Black Metal-Fan rümpft bei Covern die Nase, aber ich finde, eine Verneigung vor den Klassikern der Szene ist nie verkehrt und zeugt von Leidenschaft für das Genre.

Was soll man groß noch sagen? NARBELETH erfinden das Rad nicht neu und bieten genau das, was ich erwartet hatte. Fans der oben genannten Bands und solche, die nie genug vom traditionellen Black Metal haben, sollten ein Ohr riskieren. Mit etwas mehr Mut zur Eigenständigkeit, einem raueren Sound und etwas mehr Atmosphäre schafft es die Band, die zehn Punkte zu erreichen.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Pathways To Occult
02. A Pale Crown
03. To Step Beyond The Veil
04. On The Sight Of Dusk
05. Of Moonlight And Spirits
06. Witness And Provider
07. Their Ethereal Dance Through Mist And Starlight
08. The King Of The Shadowthrone (SATYRICON-Cover)
Band Website: www.facebook.com/Narbeleth.BlackMetal
Medium: CD, LP
Spieldauer: 44:26 Minuten
VÖ: 05.01.2024

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