Penitence Onirique - Nature Morte

Review von Dead_Guy vom 29.12.2023 (1967 mal gelesen)
Penitence Onirique - Nature Morte Momentan tue ich mich mit dem Labl Les Acteurs De L'ombre schwer: Einerseits haben sie eigenwillige Künstler wie PENSEES NOCTURNES, die ich sehr schätze, unter Vertrag und als Schreiber freut man sich, wenn man noch physische Promos bekommt. An melodischem Black Metal hat man aber mittlerweile zu viele sehr ähnlich klingende Bands im eigenen Stall. Auch die seit 2015 aktiven PENITENCE ONIRIQUE muss man darunter zählen, mit ihrem zeitgenössischen und melodischen Stil klingen sie wie viele andere Vertreter des Labels. Aber von Anfang an: "Nature Morte" ist das mittlerweile dritte Album des Sextett, der Titel bedeutet soviel wie Stillleben. Und auch wenn das zu Beginn hart klang, schlecht ist die Musik bei weitem nicht, spielen können sie und auch songtechnisch ist man im grünen Bereich. So gibt es schnelle Passagen mit flächigen Melodien und ein wenig Keyboard als Begleitung, atmosphärische Parts, die eher rockig sind und progressive Spielereien die immer weit genug von "verkopft" entfernt sind. Leider sind die blastenden Momente der Schwachpunkt des Albums, sie sind nicht schlecht und auch die Melodien kann man gut anhören, aber sie wirken beliebig und austauschbar. Besser macht es die Band, wenn sie nicht aufs Gaspedal treten und in wie gesagt eher rockig-atmosphärischen Gefilden unterwegs sind. Diese Momente haben deutlich mehr Charakter, sind spannender anzuhören und emotional eindringlicher. Gerade das eher getragene denn treibende 'Les Indifferencies' zeigt die Stärken der Band, auch wenn es etwas zu lang ausgefallen ist.

Fazit: ein gutes Album, welches das Problem hat, dass es zu viele ähnlich klingende Alben mit dem selben Qualitätsniveau gibt. Um in höhere Punkteregionen vorzustoßen, müsste man in Zukunft die Melodien packender beziehungsweise prägnanter gestalten und die atmosphärischen Momente, die die Band besser beherrscht als die Raserei, weiter ausbauen. Ich für meinen Teil bin etwas übersättigt, aber wer auf technisch einwandfreien Melo-Black steht, der gerne etwas proggiger unterwegs ist, und kein Problem damit hat, dass man in weiten Teilen nicht auf Geschwindigkeit fixiert ist, wird hiermit warm werden.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Désir
02. Les Mammonites
03. Nature Morte
04. Lama Sabachthani
05. Je Vois Satan Tomber Comme L'éclair
06. Pharmakos
07. Les Indifferenciés
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 46:07 Minuten
VÖ: 03.11.2023

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten