Demoncy - Diabolica Blasphemiae

Review von Chaosswampchicken vom 22.12.2023 (1472 mal gelesen)
Demoncy - Diabolica Blasphemiae DEMONCY - "Diabolica Blasphemiae"

Für diejenigen unter euch, die der schwarzen Seite des Metals schon länger treu ergeben sind, sollte DEMONCY schon lange ein Begriff sein und bedarf keiner Vorstellung. Für alle anderen, die diese Review vieleicht gerade entdeckt haben oder auch das Genre, hier etwas Hintergrundwissen. DEMONCY ist eine der ersten Black Metal-Bands auf amerikanischem Boden, in über 30 Jahren sind sie durch einige Line-Up-Wechsel gegangen, immer geleitet durch die Vision des Vocalisten/Multi-Instrumentalisten Ixithra. Dadurch entstanden dann Werke wie "Within The Sylvan Realms Of Frost" und "Joined In Darkness", die beide original in der Mitte der 90er Jahre aufgenommen wurden, aber dann erst 1999 herausgebracht wurden. Werke wie "Empire Of The Fallen Angel (Eternal Black Dominion)" von 2015, das das, von Ixithra komplett überarbeitete, Album der Band aus 2003 darstellt, zeigt, wie ansteckend DEMONCY sind, egal wann oder wie ihre Aufnahmen auftauchen. Und so verhält es sich auch mit "Diabolica Blasphemiae", die erste neue Aufnahme von DEMONCY in fast 10 Jahren. Schauen wir uns die EP einmal genauer an, ich bin gespannt was uns erwarten wird. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie das neue Album keine zwei Wochen vor dieser EP herausgebracht haben. Strange? Etwas!

Hinein in die Finsternis

Der Opener 'Satanas Vult' beginnt, genau wie es sich für so eine Platte und Band gebührt, mit erklingenden Glocken und man vernimmt flüsternde Stimmen, die deinen Geist umschwirren und eine wunderbar düstere und schwere Stimmung für den Rest dieses Machwerkes aufbauen. Höre ich Schreie? Ist es ein Singsang, der immer leiser wird? Wer weiß das schon. Der Titeltrack 'Diabolica Blasphemiae' ist eine Wucht, alleine die Vocals könnten aus der Tiefe der Hölle stammen. Hier ist die Schnelligkeit gedrosselt, schwer walzt es nach vorne und zieht einen immer mehr hinein. So waren und sind DEMONCY schon immer gewesen: roh, brutal, schmutzig und ohne Kompromisse. Der nächste Song ist 'Sepulcrum Spectra', er kommt mit seinen massiven und direkten Riffs schon fast ein bisschen wie Death Metal daher. Die rohen und abermals flüsternden Vocals von Ixithra stecken voller Bosheit, gleichzeitig aber voller Gefühl. Es wirkt fast so, als wolle er uns mit seinem Gesang in eine Art Trance versetzen. 'Malum Incarnatus Est' ist ein Blastbeats-Sturm, der mit voller Härte zuschlägt, die Atmosphäre wird immer bedrückender, nicht zuletzt durch dieses unglaubliche Unbehagen, das man spürt, ausgelöst durch die Stimme von Ixithra. Dieses Röcheln macht es zu meinem Lieblingsstück dieser EP. Der Hammer fällt mit dem Outro 'Consummatum Est', Regentropfen prasseln hinunter und fast schon rituelle Klänge ziehen dich aus deiner Trance, ein passender und mystischer Abschluss.

Fazit

Ich bin ja ein Freund von "biete mir weniger an, aber dafür Qualität". Das haben DEMONCY mit "Diabolica Blasphemiae" geschafft. Ein wunderbar atmosphärisches Intro sowie Outro, dazu drei Songs, die in die Tiefe deines Seins gehen und dich fühlen lassen, egal ob nun gut oder schlecht. Das Album bietet tollen Black Metal mit ein wenig Death und einer ordentlichen Portion Blasphemie. Ich möchte noch hinzufügen, was ein Wahnsinns Artwork für diese EP aufgefahren wurde.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
1. Satanas Vult
2. Diabolica Blasphemiae
3. Sepulcrum Spectra
4. Malum Incarnatus Est
5. Consummatum Est
Band Website:
Medium: EP
Spieldauer: 22:28 Minuten
VÖ: 15.12.2023

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