Festival Previews
Festival Reviews 2021
Headbangers Open Air 2021 (Corona Edition)

Ironhammer Festival 2021

Summerbreeze Open Air 2003

Take off: 21.08.2003 - Review (8663 mal gelesen)
Intro Live Reviews Splitter Interview

Intro

Die Anfahrt erwies sich für mich als mittelschwere Katastrophe. Die Einfahrt zum Presseplatz sollte eigentlich weiträumig ausgeschildert sein – aber nix! Dass ich den Platz nach Stunden gefunden hab, war reiner Zufall. Sobald ich geparkt hatte, war dann aber doch alles perfekt. Außer dass der Boden steinhart war und es nachts im Zelt saukalt war. Aber wir sollen ja lieber was zur Musik schreiben!
[Meister Jens]

Tja, wie man vorher per Mail erfahren hatte, sollte man sich einfach an die Schilder "VIP/Press" halten - nur dumm, dass da nichts war... Gottseidank waren wir von Meister Jens schon vorgewarnt worden und fragten direkt an der ersten Security, wohin wir müssen. Dann ging die Abwicklung aber auch ratzfatz. Kurz nach Zeltaufbau dann auch die ersten musikalischen Eindrücke genossen:
[Opa Steve]

Live Reviews

Donnerstag Freitag Samstag
Edenbridge
Psychopunch
Napalm Death
Rage
Pungent Stench
Krokus
Subway
The Kovenant
Darkwell
Justice
Hypnos
Graveworm
Disbelief
Amon Amarth
Die Apokalyptischen Reiter
Children Of Bodom
Amorphis
In Extremo
Finntroll
Desaster
End Of Green
Within Temptation
Hollenthon
J.B.O.
The Crown
In Flames
[top]

Donnerstag

EDENBRIDGE

Die Österreicher mit ihrer Folk'n'Goth'n'Metal-Variante waren eigentlich noch nie so richtig mein Fall. Mit Sabine Edelsbacher am Mikro schifft man durch Gewässer der vielen anderen romantisierten Kapellen mit Female Vocals, ohne sich eigentlich so richtig abzuheben. Die verbesserungswürdige Performance trug dann letztendlich noch dazu bei, dass der Auftritt nicht so prägnant im Gedächtnis blieb. Ansätze sind da, aber es bleibt einfach noch zu unauffällig.
[Opa Steve]

Eine der zahlreichen Bands, die auf den Nightwish/Within Temptation-Zug aufspringen wollen. Hat aber nicht geklappt: Die Frontschlampe kann weder besonders gut singen, noch sieht sie gut aus. Und fuchtelt dauernd blöde mit dem linken Arm in der Gegend rum. Überflüssig. Welche Plattenfirma hat diese Band drei Alben lang ausgehalten?
[Meister Jens]
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PSYCHOPUNCH

Cool as shit! Rotzig gespielter Rock'n'Metal mit einer gehörigen Portion Dreck, mitten im Bermuda-Dreieck von Gluecifer, Backyard Babies und den Hellacopters. Da stört auch die brennende Mittagssonne nicht, und der aufgewirbelte Staub des ersten Moshpits passt einfach zum abgefuckten Bild. Der Basser sieht aus, als würde er alles vernichten, was nur irgendwie das Bewusstsein verändert. So krachte die Schwarte dann auch ordentlich, und spätestens bei dem den Ramones gewidmeten "Here today" gab's wohl niemanden mehr, der noch seine Rübe stillhalten konnte.
[Opa Steve]

Yeah! Rotz, Rock and Roll in der Tradition der Ramones, Sex Pistols und Hellacopters. Der Bassist schaut aus wie Bob Dylan, nur der Sänger ist – das muss man sagen – viel zu gutaussehend für so einen dreckigen Sound. Außerdem sollte er noch ein paar Fässer Whisky trinken, um eine rauere Stimme zu bekommen. Aber das war schon mal nicht schlecht bis jetzt!
[Meister Jens]
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NAPALM DEATH

sind mir zu heftig, deswegen bin ich da erstmal zurück zum Zeltplatz gegangen. Was ich von ihnen mitbekommen habe: Barney hat ganz kurze Haare – und damit sieht sein Rumgehampel, das sonst durchaus mitreißend ist, leider nur noch lächerlich aus. Finde ich. Opa ist da aber wahrscheinlich anderer Meinung.
[Meister Jens]

Was heißt hier "zu hart", Meister Jens? Sind sie zu hart, bist du zu schwach! Sie schafften das, was keiner Band auf dem gesamten Summer Breeze gelang: es regnete! Niemand hatte aufgrund der Temperaturen aber etwas dagegen, und der mittlerweile kurzhaarige Barney kommentierte mit "British band, british weather", bevor er wild zappelnd und mit irrem Blick durch ein herrliches Repertoire alter Rumpelnummern hetzte. Man schiss auf Promotion des aktuellen Albums und knüppelte Schwerpunkte von Scum über Harmony Corruption in die Menge, die auf eine solche Attacke einfach nicht vorbereitet war. Einzig der etwas dumpfe Sound trübte das Vergnügen ein wenig. Die Coverversion von "Nazi Punks fuck off" ratterte in einem Höllentempo von den Brettern, und der Spuk war viel zu schnell wieder vorbei. Auch die Sonne zeigte sich erleichtert, aber wer von euch auf die Kult-Grinder steht, sollte die kommende Tour im November keinesfalls verpassen.
[Opa Steve]
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RAGE

Obwohl die Studioalben immer kommerzieller werden, kann ich an Live-Gigs dieser Truppe immer noch nicht vorbeigehen. Der Grund liegt einfach in der musikalisch erstklassigen Besetzung. Einem Victor Smolski und Mike Terrana sieht man ansonsten langweilige Soli nicht nur nach, sondern man lechzt förmlich danach. So gab es auch diesmal wieder Show vom Feinsten. Die Songauswahl war - je älter Rage werden - natürlich wieder ein Stück ruhiger. Mit „Don't You Fear The Winter" gab's zwar zum Einstieg ein geiles Stück aus der fantastischen Manni-Phase, aber insgesamt lag der Schwerpunkt doch zu sehr auf "Black In Mind" aufwärts.
[Opa Steve]
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PUNGENT STENCH

Da sich um diese Truppe ja wahre Kulte rangen, konnte ich mir den Livegig natürlich nicht entgehen lassen. Derber Primitiv-Death der frühen 90er verband sich mit einer Menge augenzwinkerndem Spaß. So betrat die Truppe in Kutten die Bühne, um dann später in herrlichen Ledershorts o.ä. dazustehen - und spätestens beim runtergerotzten "La Bamba"-Cover schüttelbangte sich der ganze Platz vor Freude.
[Opa Steve]

Gemein! Ich dachte aus unerfindlichen Gründen, Pungent Stench wären eine ultraharte Prügelcombo – aber beim Warten auf den nächsten Gig bekam ich mit, dass die richtig schön lustigen Death Metal machen, der auch Melodien hat. Warum hat mir das keiner gesagt? Die hätt ich mir gern angesehen!
[Meister Jens]
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KROKUS

gibt es wieder. Wer die nicht gesehen hat, ist selber schuld – so billig kriegt man AC/DC heutzutage nicht mehr zu sehen ;-) Die Schweizer gaben einen hübschen Querschnitt durch ihre Platten, und im Publikum kam erstmals die ganz große Stimmung auf. Und ich habe ihren Drumstick aufgefangen :-)
[Meister Jens]
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SUBWAY TO SALLY

hatten meine Vorfreude gewaltig geschürt und waren einer der Hauptgründe, warum ich überhaupt aufs Summer Breeze gefahren bin. Umso größer war meine Enttäuschung. Sämtliche Lieder, ob alt oder neu, wurden durch heftige Gitarren und Drums verrammsteint und damit ihrer Stimmung beraubt. Nach ca. fünf Liedern hatte ich genug und bin schlafen gegangen. StS waren sicher die gewaltigste Enttäuschung des Festivals für mich – allerdings muss ich zugeben, dass der Masse des Publikums das Konzert wohl durchaus gefallen hat.
[Meister Jens]

Der gute Ruf dieser Truppe basiert vor allem auf ihren berühmten Live-Darbietungen und ich war sehr gespannt, was ich bei meinem ersten StS-Gig zu erwarten hätte. Umso größer war die Enttäuschung, dass mir nicht nur die streckenweise recht schief gefiedelte und krampfhaft auf modern getrimmte Mucke nicht gefiel, sondern die Live-Darbietung bar jeder Spannung war. Wirklich schade - von manchen Clubgigs (z.B. hier in Koblenz) schwärmt die regionale Fangemeinde noch Jahre später. Offenbar ist diese Zeit vorbei.
[Opa Steve]
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THE KOVENANT

habe ich dann nur noch vom Zeltplatz aus gehört. Hörte sich – zumindest auf die Entfernung – gar nicht so schlecht an wie erwartet.
[Meister Jens]
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Freitag

Dieses war der erste Tag,
und der zweite folgt danach.
Doch wie du sicher dir gedacht,
kommt zuerst einmal die Nacht.

Und die Nacht war grausam. Überall lärmende und kotzende Franzosen – an Schlaf war da nicht zu denken. In den frühen Morgenstunden bin ich dann wohl doch mal eingeschlummert, aber mehr als zwei Stunden Schlaf habe ich sicher nicht abbekommen. Was soll's, wir waren schließlich nicht zum Spaß hier! [tm]
[Meister Jens]

DARKWELL

traten sozusagen in direkter Konkurrenz zu Edenbridge auf: Ebenfalls aus Österreich, ebenfalls eine Within Temptation/Nightwish-Kopie. Wesentlich besser als Edenbridge allerdings, schon allein weil die Frontschlampe um einiges besser aussah und sich nicht so albern bewegte ;-) Und auch der Gesang war besser – an die Vorbilder wird aber auch diese Band nie herankommen. Das Simple-Minds-Cover „Don't You (Forget About Me)“ war zwar ganz nett, aber irgendwie finde ich, dass es zu der Art Musik nicht unbedingt passt.
[Meister Jens]
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JUSTICE

drückten dann so richtig aufs Gas und fegten das inzwischen gewaltig angewachsene Publikum von den Füßen. Frankenpower! Stimmung war großartig, ich habe mal wieder einen Drumstick und eine CD-Single gefangen, und Opa wurde schwer verletzt.
[Meister Jens]

Die Franken haben offenbar bei ihren Gigs ganze Fanbusse dabei. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass zur müden Mittagszeit so viele Leute mit Transparenten und Schildern abgingen wie Luzi. Justice haben es sich aber auch verdient. Ihr ordentlich gespielter Thrash und ihre prima Kommunikation mit dem Publikum lädt wirklich dazu ein, eine tolle Show zu genießen. Wenn Justice in eurer Nähe spielen und ihr irgendwie auf irgendeinen Metal steht: geht hin - ihr werdet es nicht bereuen! Einen Gruß noch an den unbekannten Mosher im Pit mit den harten Absätzen: mein Zeh wechselt momentan von blau zu grün und muss immer noch gestützt sein...
[Opa Steve]
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HYPNOS

sollte man auch nicht so schnell vergessen. Die Erben von Krabathor orientierten sich an ihren Vorbildern und stampften von der Pain Stage aus ihr Publikum in Grund und Boden. Yes!
[Meister Jens]
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GRAVEWORM

haben mich im Vergleich zu dem Auftritt von vor zwei Jahren etwas enttäuscht. Keineswegs ein schlechter Auftritt – vor allem die permanenten Haarkreisel der Südtiroler sorgten für Stimmung – aber irgendwas war anders. Ich kann nicht sagen was, vielleicht lag's auch nur an mir. Wer weiß :-)
[Meister Jens]
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DISBELIEF

Solider Gig, showtechnisch gut gepost. Auch hier war die Sonne zum düsteren Sound etwas unpassend, aber ansonsten gab es nichts zu meckern.
[Opa Steve]
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AMON AMARTH

Starke Melodien, starker Auftritt, mächtig Power. Leider kannte ich kaum Stücke dieser Band, weswegen mir wenig im Gedächtnis hängen geblieben ist, aber während des Gigs fühlte ich mich zu keiner Zeit deplaziert und war direkt für die meisten Stücke zu begeistern.
[Opa Steve]

Amon Amarth walzten mal wieder alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellte. Sie spielten etliches von ihrem grandiosen aktuellen Album „Versus The World“, vergaßen aber auch nicht ihre alten Stücke. Gelungener Auftritt, trotz der Hitze, die das Publikum vielleicht etwas ausbremste.
[Meister Jens]
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DIE APOKALYPTISCHEN REITER

waren für mich der Höhepunkt des Tages – leider durften sie nur 45 Minuten spielen. Der Sänger rannte und hüpfte ständig von einem Bühnenende zum anderen und feuerte die Massen an. Leider kam recht wenig Musik von den ersten drei Alben, und die aktuelle Scheibe war deutlich überrepräsentiert – aber es war trotzdem einfach nur geil!
[Meister Jens]

Eine Band, die ich auf CD nie mochte. Die frühen Scheiben fasste ich als Witz auf, und als sie sich an echten Songs versuchten, fand ich sie nur langweilig. Live war dies anders. Die Reiter reißen einfach mit und verbreiten vom ersten Akkord an die Reitermania. Natürlich gibt es auch hin und wieder Brüller, aber der Gig ist dennoch ziemlicher Metal gewesen und nichts wirkte platt oder albern. Der Sänger sprang über die Bühne, seine Ansagen waren originell und jederzeit mitreißend, und ein "Wollt ihr immer Sonne?" wurde von den anwesenden Zuschauer mit einem lauten "JAAAA" beantwortet. Man fraß den Reitern aus der Hand.
[Opa Steve]
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CHILDREN OF BODOM

nahmen sich wohl etwas zu wichtig. Alle Bands machten ihren Soundcheck, während die Band davor spielte – das ist schließlich der Sinn von zwei Bühnen. Aber die Children brauchten natürlich Ruhe dafür und ließen die Fans über eine halbe Stunde auf ihren Auftritt warten. Ein paar Lieder lang hab ich mir das Ergebnis dann angehört, aber für mich ist bei den Bodomern der Dudelfaktor zu hoch. Außerdem war's kalt, und so hab ich mir erstmal eine lange Hose und ein Jäckchen geholt :-)
[Meister Jens]

Die Speeder on classic ließen sich tierisch Zeit. Keine Ahnung, was da so lange gedauert hat. Musste man noch einen zweiten Gitarristen suchen? Ach nee, den hatte man ja schon. COB sind live immer ein Genuss – vor allem für Musiker. Auch hier war das Spiel wieder vom Allerfeinsten, aber leider sind die Finnen eine Band, die in einer kleinen Halle einfach besser kommt als vor Zehntausend. Der Sound war fett (fast wie von CD), die Qualitäten über jeden Zweifel erhaben, aber auf der Riesenbühne waren die Jungs einfach zu weit weg und verloren. Ich will direkten Blickkontakt, sonst springt der Funke bei der ohnehin kopflastigen Mucke nicht so gut über. Zudem hatten sie einen kurzfristigen Ausstieg von Alex zu vermelden, der erst vor wenigen Tagen durch Roope Latvala ersetzt wurde. Vielleicht war das der Grund dafür, sich auf einfachere Midtempo-Stücke zu stützen, anstatt die wirklich wahnwitzigen Songs runterzuheizen. Es war leider nur „sehr gut", aber die Children hatte ich schon „phänomenal" erlebt.
[Opa Steve]
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AMORPHIS

hatte ich schon vor Jahren abgeschrieben. Elegy war schließlich das letzte Album, das noch in die Rubrik Metal passt, und seitdem kam ja eher psychedelisches. Nur weil ich gehört hatte, dass Amorphis auch wieder alte Stücke spielen wollten – in den letzten Jahren hatten sie diese komplett ausgeklammert – habe ich mir das Konzert überhaupt angetan. Und wurde angenehm überrascht: Ich bekam sogar „Grail's Mysteries“ vom Debütalbum „The Karelian Isthmus“ zu hören, und auch ansonsten ein durchaus erklecklicher Anteil von Grunzsongs. Und die neueren Lieder wurden auch wieder in der härteren Gangart gespielt. Sehr schön, ich war froh, diese Band nicht verpasst zu haben!
[Meister Jens]
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IN EXTREMO

waren der Headliner des Tages und hatten einen wirklich guten Auftritt. Ich persönlich war aber trotzdem etwas enttäuscht. Ich habe In Extremo bereits vor zwei Jahren auf dem Summer Breeze gesehen und habe auch ihre DVD – daher konnte mich diese Band leider nicht überraschen, da bei dem Auftritt nichts neues kam. Immerhin ist der Showteil ein bedeutendes Element bei In Extremo, und da darf dann schonmal etwas Abwechslung sein. Ich will aber keineswegs meckern, denn sie haben einwandfrei gespielt – und das neue Material klingt auch nicht schlecht, soweit es vorgestellt wurde („Küss mich“, die aktuelle Single, finde ich allerdings trotzdem grausam). Und wer In Extremo live noch nicht kennt, bekam hier sicher einiges geboten.
[Meister Jens]

Auch diese Band stand auf meiner abzuhakenden Liste von Bands, die ich noch live erleben wollte. Auch wenn Meister Jens von einer überraschungsfreien Show spricht, so war es für mich als Erstgucker doch noch recht nett anzusehen. In Extremo haben wesentlich mehr Klasse geboten als Subway To Sally, und die Band wirkt einfach "runder". Es ist schon etwas Besonderes, die Masse an teilweise selbst gebauten Mittelalter-Instrumenten zu bewundern. Dazu ist die Präsentation wirklich professionell, ein Dr. Pymonte wirklich bühnenfüllend (im doppelten Sinne), und gut plazierte Pyros trugen ihren Teil zur Atmosphäre bei. Leider war es zu diesem Zeitpunkt so brechend voll auf dem Gelände, dass im Durchgangsbereich quasi nichts mehr ging und die Stimmung dort streckenweise recht aggressiv wurde. Da sich auf der Händlermeile auch noch jede Menge Volk tummelte, wurde man den Eindruck nicht los, als wären hier auf dem Summer Breeze doch ein paar Karten mehr verkauft worden, als das Gelände verkraften kann....
[Opa Steve]
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FINNTROLL

legten mit ihrem Intro los, sobald In Extremo sich verabschiedet hatten. Offenbar hatten die Finnen Angst, dass das Publikum ihnen sonst davonlaufen würde. Obwohl sie nicht ihr eigenes Equipment dabeihatten – das ging wohl auf der Reise verloren – donnerten sie mächtig los. Die neuen Songs von der eher enttäuschenden Mini-CD „Visor Om Slutet“ wurden ebenso brachial gespielt wie das alte Material. Der Verlust von Katla und Somnium – andere Bands hätten das sicher nicht verkraftet – wurde einwandfrei ausgeglichen. Nur Bjandi, der die Runensänge früher übernommen hat, habe ich vermisst – auch seinen Part hat der neue Sänger übernommen. Technisch einwandfrei, aber Bjandi ist seinerzeit einfach zu schön wie ein Derwisch über die Bühne gefegt.
[Meister Jens]
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Samstag

Dieses war der zweite Tag,
und der dritte folgt danach.
Doch wieder kommt zuerst die Nacht,
und da hab ich was mitgemacht!

In dieser Nacht konnte ich wegen der verf%&$en Franzosen überhaupt nicht schlafen. Diese Nacht war wirklich kein Spaß, und saukalt war's außerdem. Entsprechend müde war ich dann am Tag, so dass ich das Nachmittagsprogramm ausgelassen habe und erst ab 19.15 Uhr wieder zum Festivalgelände geschlurft bin.
[Meister Jens]

Meister Jens sollte sich 'ne ordentliche Penntüte kaufen, wenn er friert. Aber die Franzosen waren selbst mit Ohrenstöpseln nicht zu ertragen - und warum verfolgen sich die Tusse und der Kerl pünktlich jeden Morgen um 4:00 gickelnd über das ganze Campinggelände, hä? Und noch 'nen Gruß an den deutschen Typen, der diesem Tross noch unbedingt hochinteressante Gesprächsthemen der Marke „My parents always had french cars..." nachschieben musste!
[Opa Steve]

DESASTER

Als Mülheim-Kärlicher konnte ich mir meine Fast-Nachbarn natürlich nicht entgehen lassen. Mit ihrem simplen, aber mordsehrlichen Black'n'Thrash mit viel 80er-Einfluss haben sie mich live eigentlich noch nicht enttäuschen können. Der Start war leider gespickt von einigen Timing-Problemen bei Tormentors Drumspiel, was ich aber eher auf Gewöhnungs- oder Monitorprobleme zurückführe. Filigrantechnik hat ohnehin niemand erwartet, und es wurde auch schnell besser. Hauptsache, der Sound sägt gewaltig. Desaster sind trotz ihrer Basis-Verbundenheit längst aus dem Status eines lokalen Acts heraus und scheinen überall ihre Fanzellen zu haben. Anders kann ich mir es nicht erklären, dass mittags wieder eine so große Schar vor der Bühne abbangte und zu großen Teilen Texte mitsang. Perfekt wäre es gewesen, wenn sie beim Doublebass-Hammer „Metalized Blood" noch mal ihre Gastsänger wie auf der CD motivieren könnten, aber auch so war die Welt bei den cool runtergethrashten Songs und vor allem bei ihrer Quasi-Hymne „Teutonic Steel“ wunderbar in Ordnung. Immer wieder gern!
[Opa Steve]
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END OF GREEN

Ein Versuchs-Ville als Sänger und eine alternativ rockende Düsterkapelle können mich einfach nicht reizen. Sorry, Thema verfehlt.
[Opa Steve]
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WITHIN TEMPTATION

waren für mich der absolute Höhepunkt des Festivals, obwohl sie nur eine knappe Stunde Spielzeit bekommen hatten. Fantastisch, was für eine Stimme die Dame hat (Frontschlampe ist in diesem Fall ausnahmsweise nicht angebracht :-) ). Bei „The Promise“ ertappte ich mich dabei, wie ich einfach nur fasziniert mit offenem Mund dastand. Auch die Show war prima: Sharon den Adel betrat wie ein Engel gekleidet durch eine Art Himmelstor die Bühne, es gab zahlreiche Pyros, die Tanzbewegungen waren perfekt einstudiert, ohne künstlich zu wirken. Super, super, super!
Wenn ich ein Gentleman wäre, würde ich die folgende Geschichte sicher nicht erzählen ;-) Sharon hatte ein Kleid mit sehr dünnen Trägern an und wollte wohl keinen BH tragen, damit man dessen Träger nicht sieht. Deshalb hatte sie sich einen BH aus Klebeband gebastelt – und das Klebeband, das auch noch leuchtend-silberfarben war, lugte deutlich sichtbar aus ihrem Ausschnitt. Tja. Ungefähr nach der Hälfte des Auftritts ließ sie dann den Gitarristen die Ansage machen, drehte sich währenddessen um und riss das Klebeband ab. Danach sah sie dann auch perfekt aus :-)
Okay, ich bin ein Gentleman, also habe ich diese Geschichte nicht erzählt...
[Meister Jens]

Da ich im Gegensatz zu Meister Jens ein Gentleman bin, werde ich versuchen, mein Review auf die Musik zu konzentrieren und begnüge mich mit der einfachen Feststellung: Ja, Sharon sah selbstverständlich toll aus, aber ein Engel hat Flügel, und Sharon hatte keine - also komm mal langsam runter, Jens ;-). Aber nun mehr: die Bühne zierte der wohl aufwendigste Aufbau des Festivals. Als Hintergrundkulisse diente ein gotisches Gemäuer, vor dem zwei gigantische Engelsstatuen standen. Die Holländer legten mit einem tollen Intro und anschließend gänsehautmäßigem „Deceiver Of Fools" los und die Stimmung übertrug sich im Sturm auf das Publikum. Spätestens als Sharon dann die Bühne betrat, gab es kein Halten mehr. Verdammt, die Frau singt ja live noch besser als auf CD! Während auf den Studioaufnahmen immer ein gewaltiger Kitschschleier über den Songs liegt, war die Livedarbietung wesentlich kräftiger, die Handbremse wurde gelockert, und Sharon legte so viel Power in die Stimme und ließ dennoch jeden höchsten Ton glockenklar aus der PA schallen, dass es eine wahre Freude war. Statt Kitsch gab's handfesten Bombastsound und mit einer Sängerin, die trotz weißen Kleides schwermetallisch bangte, umhersprang und aus ihrer Freude keinen Hehl machte entwickelte sich eine Liveshow allererster Klasse. Optik und Musik passten wunderbar zusammen und ich finde für meine Festival-Überraschung schlechthin nur noch ein Wort: GRANDIOS! Hier kommt was ganz Großes auf uns zu, und bei der nächsten Headlinertour werde ich auf jeden Fall anwesend sein.
[Opa Steve]

Eine Anmerkung kann ich mir nicht verkneifen: Die Engel in wirklich alten Darstellungen (also praktisch von den Leuten, die die Engel noch live gesehen haben ;-) ), haben keine Flügel. Die kamen erst im Mittelalter dazu. Und ein Gentleman ist Opa Steve schon gar nicht – von ihm habe ich schließlich das wunderschöne Wort „Frontschlampe“... ;-)
[Meister Jens]
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HOLLENTHON

Über Hollenthon habe ich noch ziemlich abgelästert, als ich sie letztes Jahr in Wien gesehen habe. Nun, ich nehme alles Negative zurück, was ich jemals über diese Band gesagt habe (außer dass sie Österreicher sind ;-) ). Wären es nicht schon so alte Säcke, die schließlich aus den altehrwürdigen Pungent Stench hervorgegangen sind, würde ich sagen, dass sie erwachsen geworden sind. Vorbei die Zeiten, als ein Lied wie das andere klang – jetzt darf das Tempo auch mal wechseln. Weiter so!
[Meister Jens]
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J.B.O.

Was soll man dazu sagen? J.B.O. sind 'ne Bank. Auch wenn man jeden Song kennt, jeden Gag schon mal gesehen hat: es macht immer wieder Laune, und je größer das Publikum, umso frenetischer die Stimmung. Vito hatte zwar 'nen Finger gebrochen, aber Singen kann er ja immer noch, und die Klampfe übernahm halt ein alter Kumpel. Bei aller vordergründigen Spaßmacherei wird leider oft übersehen, dass es sich bei J.B.O. um durchaus talentierte Musiker handelt. Wenn Wolfram in die Kessel haut und Doublebass mit groovigen Finessen spickt oder Coverversionen mit Gespür gleichermaßen für das Originalwerk wie für den eigenen Wiedererkennungswert zergurkt werden, wird immer wieder klar, dass J.B.O. trotz aller guten Laune sehr gewissenhaft an ihre Titel rangehen. Eine perfekte Show mit würdigem Abschluss nebst riesigem aufblasbarem J.B.O.-Schriftzug, die einen gern gesehenen Auflockerungsfaktor darstellte. Konzertbesuch ist grundsätzlich Pflicht. Lang leben die Verteidiger des wahren Blödsinns!
[Opa Steve]

Nun ja, J.B.O. kennt man ja inzwischen zur Genüge. Blödel-Metal bis zum Abwinken, eine willkommene Entspannung, die in so ein Festival passt wie die Faust aufs Auge. Nur das Lied „Sex Sex Sex“ habe ich vermisst, das hätte doch noch allzu gut dazu gepasst. Trotzdem: Prima, eine Band wie J.B.O. sollte auf jedes Festival.
[Meister Jens]
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THE CROWN

Die schwedischen Prügelknaben sorgen schon auf Silberling für offene Mäuler, denn wenn sich die runtergeholzten Killerriffs mit dem absolut irren Drumming von Janne verbinden, entsteht eine höllische Mischung aus Death'n'Thrash sowie einer derben Kante cooles Rock'n'Roll-Groovefeeling. Das Gedränge vor der Bühne war groß, denn man wollte ja auch den "verlorenen Sohn" am Mikro begrüßen und The Crown wieder im Original-Lineup erleben. Nach anfänglichen Soundproblemen gingen The Crown auch ab wie Sau. Man knüppelte sich durch Titel der gesamten Schaffensperiode, das Publikum kochte, Johan krächzte ohne Unterlass, die Saitenfraktion poste sich die teuflische Seele aus dem Leib. Selbst der total überfüllte Fotograben wurde zum Sicherheitsrisiko, als die ersten Reihen erst mal richtig in Fahrt kamen und Crowdsurfer im Sekundentakt niedergingen. Bei Total Satan oder Death Metal Holocaust wurden nochmal sämtliche Kraftreserven hervorgeholt, und für meine Begriffe war dieser starke Gig leider viel zu früh zu Ende.
[Opa Steve]

The Crown habe ich nur noch im Hinausgehen erlebt. Da ich auf keinen Fall noch eine Nacht hier campen wollte, bin ich gleich nach J.B.O. gegangen. Vielleicht ein Fehler, denn The Crown prügelten in bester Sodom-Manier los. Naja, vielleicht sehen wir uns ein anderes Mal wieder... Immerhin, die Heimfahrt verlief dann problemlos, und inzwischen habe ich auch den fehlenden Schlaf halbwegs nachgeholt.
[Meister Jens]
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IN FLAMES

Der Headliner litt unter dem gleichen Problem wie die Children Of Bodom: musikalisch war alles im Lot, die Songs waren ein guter Querschnitt, der Sound erstklassig und immer eine Spur heftiger als von CD. Aber auch hier war alles etwas steril, denn ein paar Schweden in blauen Trikots (das uncoolste Metal-Outfit seit Menschengedenken) auf leer gehaltener Riesenbühne gehen etwas verloren. Auch diese Band muss man von der Nähe aus sehen, um wirklich beteiligt zu werden. Klar sind die Songs mittlerweile fast alles Killer, und das laut mitsingende Publikum fraß ihnen aus der Hand, aber ich erinnere mich wiederum an Hallenkonzerte der letzten Tour, die einfach persönlicher waren und zum Sound der Band besser passten. Gut choreografierte Pyros sorgten auch hier für Abwechselung und spektakuläre Elemente, aber eine Band für gigantische Stadionauftritte sind sie einfach nicht. Nichtdestotrotz gönne ich ihnen den Status, den sie mittlerweile echt erarbeitet haben, aber werde lieber auf die nächste Hallentour warten.
[Opa Steve]
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FAZIT

Das Summer Breeze 2003 hat mächtig Spaß gemacht. Die Organisation war - bis auf manchmal etwas chaotische Dixie-Aufstellung - aus unserer Sicht reibungslos. Musikalische Vielfalt und zwei Bühnen ohne Überschneidung oder übermäßige Wartezeit schätzten alle Anwesenden, denn gerade durch die Chance, wirklich jede Band ohne lange Wege sehen zu können, hebt das Summer Breeze angenehm von anderen Events ab. Beim Camping gibt es sicherlich noch Verbesserungsmöglichkeiten, und wenn der Ort unter'm Strich schwarze Zahlen macht (die Umsätze im Lebensmittel- und Getränkebereich dürften manchem die Dollars in die Augen getrieben haben), gibt es vielleicht nächstes Jahr noch etwas mehr Kooperation bei der Wiesenvergabe. Ausfälle seitens des Publikums haben wir jedenfalls keine gemerkt, und man hatte überall im Ort den Anschein, als schwarze und langhaarige Meute dennoch willkommen zu sein. Schon am Freitag wurden einem nicht einmal mehr verwunderte Blicke ob der Blut- und Totenkopf-verzierten Shirts nachgeworfen – man fühlte sich praktisch wie ein Einwohner. Selbst in der Kneipe mit dem beliebtesten Klo gab's keinen Stress. Herzlichen Dank an die Abtsgmünder an dieser Stelle!

Toll war auch die lange Budenmeile auf dem Gelände. Von Tonträgern über Outfits bis zu Kulinarischem war alles da, was das Herz begehrt. Getränke- und Essenspreise sind auch keineswegs so unverschämt wie auf manch anderem Festival, sondern auch für die schmale Kasse durchaus erschwinglich. Am Ende des Geländes schätzten vor allem die weiblichen Gäste echte Spülklos, die im Gegensatz zu den hoffnungslosen Dixies während der ganzen Tage sogar einen vertrauenserweckenden Eindruck machten.

Als einzigen großen Kritikpunkt möchte ich noch anführen, dass offenbar wesentlich mehr Karten verkauft wurden, als Leute vor die Bühne passen. Sicherlich ist man bei dem zivilen Eintritt auf Masse angewiesen, aber das Gedränge bei In Extremo im Durchgangsbereich vermieste das Vergnügen doch gewaltig. Hoffen wir, dass sich einem Kollaps durch ungebremstes Wachstum in Zukunft entgegengewirkt wird, denn das Summer Breeze ist definitiv eines der (noch) übersichtlichen Festivals, wo der Spaß größer ist als der Stress. So soll es bleiben, dann kommen wir auch gerne zahlend wieder.
[top]


Splitter

".... Festival ist geil, Musik ist geil, aber das mit dem Zeltplatz ist scheiße. Dass man den ohne Camping nicht betreten darf, finde ich ein bisschen asi. Man kann nicht seine Kumpel besuchen, wenn die saufen...."

".... Ich finds cool, dass alles so zügig geht - einmal die Hauptbühne, einmal die Nebenbühne...."

".... ja, also ich find das Summerbreeze schon ziemlich cool, muss ich ehrlich sagen. Weil es hier in der Region endlich mal'n cooles Konzert gibt. Und deswegen bin ich jetzt da schon zum 5. mal hier und so. Ich weiß noch das erste mal, das war glaub ich noch im Festzelt. Dynamo in Deutschland...."

".... Eigentlich ist's geil, aber das Negative ist halt das: wir sind am Mittwoch schon gekommen und campen ganz ganz oben. Und dann die Campingplätze danach haben sie immer weiter unten aufgemacht. Und der Weg ist mir einfach zu lang, mittags mal für eine Band extra runterzukommen. Aber ansonsten ist es ziemlich cool, auch von den Bands her... stilistisch breite Bandbreite.... auch dass es keine Überschneidungen gibt wie im Wacken... ich find das OK so."

".... Ja, es wird viel geboten, viele Bands, und ich find's klasse, dass sie alle nacheinander spielen. Nicht wie auf anderen Konzerten; mehrere Bühnen zur gleichen Zeit und so. Die Dixies waren ein Problem, weil ich festgestellt habe, dass sie teilweise erst am Freitag aufgestellt wurden. Die Fülle.... ja die Fülle kommt jetzt auf die Bands drauf an, aber es geht gerade noch so...."

".... organisatorische Meisterleistung [hicks] , komplett..... es gibt Wasser! Überall! Wasser ist wichtig wegen Dreck und Speck, und dann Mädels und volle Kanne und 50 Liter Bier... gehört dazu [hicks], das gehört dazu....gehört halt dazu...."

[top]


Interview

Für's Interview stand uns Achim Ostertag freundlicherweise zur Verfügung

Bleeding: Wir gratulieren zu einem aus unserer Sicht recht gelungenem Summer Breeze 2003! Wurden auch eure Erwartungen erfüllt, so dass ihr zufrieden dieses Event zu den Akten legen könnt?
Achim: Wir sind sehr zufrieden, wie in diesem Jahr alles gelaufen ist: die Kritikpunkte, die es teilweise von Seiten der Fans gab, sind leicht abstellbar.

Bleeding: Kannst du uns ein paar Zahlen nennen, z.B. wieviele Besucher das Festival hatte?
Achim: Wir hatten rund 40.000 Besucher an den drei Tagen zusammen.

Bleeding: Wie problemlos verlief der sicherheitstechnische Aspekt? Polizei war eigentlich kaum präsent (auch nicht notwendig), aber Blaulichteinsätze wurden doch recht häufig gefahren. Gab es ernste Zwischenfälle, oder war gemessen an der Besucherzahl noch alles im Lot?
Achim: Alles lief friedlich und problemlos ab. Kleinere Zwischenfälle gibt's natürlich überall, aber diese sind kaum nennenswert.

Bleeding: Bei In Extremo fiel im Durchgangsbereich an der Mainstage ein unglaublich dichtes Gedränge auf, was teilweise für etwas aggressive Stimmung sorgte. Fest stand auch, dass niemals alle Besucher noch auf den Platz gepasst hätten, und den Gedanken an eine Panik will ich gar nicht erst anreißen. Da drängt sich der leise Verdacht auf, dass hier doch ein paar Karten zuviel verkauft wurden - ein Besucher orakelte lakonisch sogar "Das Dynamo Deutschlands". Wäre es nicht sinnvoller, 10% auf den ohnehin fairen Preis aufzuschlagen, und dem zahlenden Publikum dafür noch halbwegs gesicherte Bewegungsfreiheit zu garantieren?
Achim: Da werden wir auf jeden Fall handeln. Das Problem ist, dass der Eingang direkt neben der Mainstage ist, und alle Besucher erstmal stehen bleiben. Im hinteren Bereich hatten wir noch sehr viel Platz.

Bleeding: Die Lage am Ortsrand bringt ja sicher einige Probleme mit sich. Lebensmittelläden machen das halbe Jahresgeschäft, andere Läden schließen für mehrere Tage lieber die Pforten. Ist die Geduld in Abtsgmünd wirklich so lobenswert wie es scheint, oder muss man sich das Festival jedes Jahr hart bei den Stadtoberen erkaufen?
Achim: Im Grossen und Ganzen stehen die Bewohner der Gemeinde hinter uns, dass nicht alle glücklich über so ein Festival sind, ist aber auch klar.

Bleeding: Einige Besucher waren mit der Campingsituation unzufrieden. Gerade die Frühanreiser beschweren sich, dass sie zuerst da sind, aber die weitesten Plätze zugewiesen bekamen. Auch gab es lokale Besucher ohne Campingschein, die gerne mit angereisten Freunden auf dem Campingplatz gefeiert hätten, aber nicht eingelassen wurden. Wären hier Verbesserungen denkbar, z.B. ein mehr angeschlossener Campingbereich, der jederzeit betreten werden kann, aber eben nur bei anreisenden Autos für Parken/Zelten eine Gebühr bei Einfahrt erhoben wird?
Achim: Hier werden wir für 2004 auch noch Einiges verbessern. Unser Campingplatzbetreiber hat dies in diesem Jahr zum ersten Mal gemacht, dass da noch nicht alles rund laufen kann, ist klar. Auf das Müllpfand werden wir wohl 2004 auch wieder verzichten. Jedoch gerade durch den Platzmangel werden wir auch im nächsten Jahr wieder nur Leute mit Festivalticket auf den Campingplatz lassen können.

Bleeding: Abgesehen von einigen kleinen Kritkpunkten war die Resonanz bei allen Besuchern, die wir sprachen, recht gut. Die hervorragende Organisation, die stilistische Vielfalt sowie der reibungslose Bühnenwechsel ohne Überschneidung wurden ausdrücklich gelobt. Wie sieht die Zukunft des Summer Breezes aus? Was möchtet ihr noch verbessern, was wollt ihr anders machen?
Achim: Wir werden im nächsten Jahr die Wasserversorgung und die Toilettensituation weiter verbessern. Ausserdem werden wir uns für den engen Durchgang ne Lösung überlegen. Auf dem Campingplatz wird es auch einige Verbesserungen geben.

Bleeding: Wir danken für das Interview!

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