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Minus One - Red Black White

Review von Stormrider vom 18.12.2018 (262 mal gelesen)
Minus One - Red Black White Ich muss zunächst mal etwas Dampf ablassen. Ist es denn so schwer, sein Album, auf das man doch bestimmt stolz wie Bolle ist, vernünftig zu benennen und die Songs durchzunummerieren, sodass nicht die Mix-Nummer im Titel steht und man sich die richtige Songreihenfolge selbst raussuchen muss? Klar sind das Kleinigkeiten, aber als Rezensent beschleicht mich da jedes Mal die Befürchtung, dass die Band mit ihrer Musik ähnlich lieblos umgeht.

Zum Glück ist das bei "Red Black White" dann musikalisch nicht der Fall, und die Zyprioten haben sich mit ihrem Album hörbar mehr Mühe gegeben als mit der Auslieferung. Dass man es nicht mit blutigen Anfängern zu tun hat, wird schon dadurch deutlich, dass es MINUS ONE bereits seit 2009 gibt, sie pro Jahr rund 100 Shows spielen und die Band ihr Land 2016 beim Eurovision Song Contest vertreten hat. Okay, als beste Rockband in einem Land mit nur 800.000 Einwohnern zu gelten ist vermutlich leichter als in anderen Staaten, aber dennoch haben sie sich auf den Weg gemacht international konkurrenzfähig zu sein. Messen wir MINUS ONE also auch am internationalen Maßstab, an dem sie gerne gemessen werden wollen, und in Zeiten in denen man jeden Fetzen Musik auf der Welt innerhalb von Sekunden parat hat, gilt der Exotenbonus sowieso nicht mehr.

Geboten wird auf "Red Black White" melodischer Rock, der sich hin und wieder an H.E.A.T orientiert (besonders auffällig in 'How Does It Feel'), bei mir aber viel größere Assoziationen zu SHINEDOWN weckt. Sowohl was den Sound, als auch die Melodien, die Songstrukturen und auch die Phrasierung von Sänger Andreas Kapatais anbelangt, könnte so manche Idee auch von den US-Megasellern stammen. Das Spektrum reicht vom treibenden Rocker, wie dem Opener 'The Greatest', bis hin zur Ballade 'Nothing For Nothing', die zum Glück nicht zu cheesy ausgefallen ist, aber insgesamt recht farblos bleibt. Auch die Idee einen Rock-Song im Akustikgewand zu performen wird aufgegriffen ('The Other Side') und auch der schlimmste aller Reime findet Verwendung. Zu hören in 'Psycho 5', wo gnadenlos Desire auf Fire gereimt wird, dabei darf das doch eigentlich nur DORO! Zu guter Letzt darf auch ein Coversong natürlich nicht fehlen, und so wurde zum drölfzigsten Male 'You Don't Own Me' von Lesley Gore verwurstet. Alles in allem schielt man bewusst oder unbewusst ziemlich auf Radio-Airplay ab. Aber hey, wer am ESC teilnimmt, der möchte sowieso Teil des Mainstreams sein, und das ist ja auch nicht verwerflich, solange die Qualität stimmt, und die ist in Teilen auf "Red Black White" durchaus vorhanden. Die Halbwertzeit des Albums dürfte sich zwar in überschaubarer Länge halten, aber für eine kurze Runde Spaß taugt das Album allemal. Um sich mit ECLIPSE, H.E.A.T oder SHINEDOWN zu messen, müssen allerdings zukünftig noch mehr Briketts aufgelegt werden, denn die Hooks der Referenzbands zünden allesamt schneller und besser, als die von MINUS ONE. Für Fans des Genres aber durchaus einen Hör wert.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. The Greatest
02. How Does It Feel
03. Red Black White
04. Girl
05. Psycho 5
06. Nothing For Nothing
07. Run Away
08. The Other Side
09. Take Me Away
10. Some Times
11. You Don’t Own Me
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 45:26 Minuten
VÖ: 14.12.2018

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18.12.2018 Red Black White(6.0/10) von Stormrider

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