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Gojira - From Mars To Sirius

Review von Opa Steve vom 06.11.2005 (3861 mal gelesen)
Gojira - From Mars To Sirius Die französischen Umweltmusikaktivisten GOJIRA sind hierzulande noch weitestgehend ein unbeschriebenes Blatt. Dies sollte sich schleunigst ändern! Das neue Werk "From Mars To Sirius" ist ein vielschichtiges, tiefgründiges, abwechselungsreiches Stück progressiven Extrem-Metals. Melodischer und weniger jazzig als DILLINGER ESCAPE PLAN verschrecken sie aber das Publikum nicht direkt durch komplette Überforderung, sondern lockern ihre Werke immer wieder durch sofort nachvollziehbare Parts auf. Sie brechen mit der Wucht von NEUROSIS über dich herein ('Backbone'), ohne deren Depressionen zu verbreiten. Zwischen Black-Metal-artigem Geknüppel tauchen auf einmal VOIVOD-Akkorde und Walgesänge aus dem Nichts auf, und dem Hörer erschließt sich mit jedem Durchgang ein weiteres Detail dieser grandiosen Kompositionen.

Das Album hat die angenehme Eigenschaft, mit fast jedem Song interessanter zu werden, anstatt wie so oft üblich das Pulver am Anfang zu verschießen, um dann stark nachzulassen. Nach einer kurzen akustischen Erholung in 'Unicorn' knallt der Übersong und absolute Anspieltipp 'Where Dragons Dwell' ergreifend und mächtig aus den Boxen. Brutaler, aber blitzblanker Schreigesang begleitet die Midtempo-Riffs und unglaublichen Geräusche, die da aus den Instrumenten rausgeholt werden. Das letzte Drittel des Titels glänzt durch psychedelisch-hypnotische Zeilen zu einer fast industriellen Riff'n'Drum-Maschine, dass sich einem die Nackenhaare sträuben. Mächtiger Stoff! Und schon im nächsten Titel 'The Heaviest Matter Of The Universe' zieht euch ebensolche mit ihrer unglaublicher Gravitation in die Musik hinein und lässt euch nur noch unkontrolliert zu den völlig irren Stakkato-Riffs zucken und den beschwörenden Gesängen lauschen.

PINK FLOYD Fans der ersten Stunde werden das völlig benebelte 'From Mars' lieben. LSD-geschwängerte Gesänge zu einer einlullenden LoFi-Produktion gestalten den ersten Teil des in zwei getrennte Titel aufgeteilten Titelsongs.

'Global Warming' läutet am Ende dieser stilistischen Achterbahn mit vielfachen G-Kräften die Zielgerade ein. Verträumt läuft das Album langsam aus und im Geiste höre ich die Stimme "Bitte steigen sie aus. Die Bügel öffnen sich selbständig.". Dabei will ich doch gar nicht raus....

Ein so tolles Album überwältigt mich in vielen Momenten derart, dass ich automatisch nach der Höchstnote greifen will. Mit aller Kraft halte ich aber meinen Verstand beisammen und zieh 'nen Punkt für das recht mainstream-mäßige 'World To Come' und ein paar verlaufene Passagen zwischendurch ab. Schade. Nichtsdestotrotz kommt "From Mars To Sirius" auf meine Liste der ganz großen Entdeckungen 2005.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01 Ocean Planet
02 Backbone
03 From The Sky
04 Unicorn
05 Where Dragons Dwell
06 The Heaviest Matter Of The Universe
07 Flying Whales
08 In The Wilderness
09 World To Come
10 From Mars
11 To Sirius
12 Global Warming
Band Website: www.gojira-music.com
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 27.08.2005

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