Shores Of Null - Quiescence

Review von grid vom 13.04.2014 (4358 mal gelesen)
Shores Of Null - Quiescence Munter durch die Stile Prog, Death, Doom, Hard Rock, Dark Metal springen SHORES OF NULL auf ihrer ersten Scheibe "Quiescence". Die fünf Italiener, die 2013 beschlossen, ein neues Projekt zu starten, um die dunklere Seite des Metals auszuforschen, sind außerdem in ZIPPO, THE ORANGE MAN THEORY, NOUMENO und weiteren Bands tätig.

In ihr Debüt haben sie jede Menge düsterer Schwere gepackt, die sich aus den oben genannten Genres speist, wahlweise begleitet von einer angenehmen klaren Stimme oder von gehörigen Growls, sobald die Todesschiene gefahren wird. Ein Schuss unkitschige (!) Epik fehlt hin und wieder auch nicht, aber schnell wird klar, dass sich SHORES OF NULL am wohlsten fühlen, wenn sie progressive Wege einschlagen können, was wohl daraus resultiert, dass einige der Bandmitglieder in entsprechend ausgerichteten Bands zugange sind. Allerdings richten es sich SHORES OF NULL auf ihrem Erstling nie allzu lange in einem bestimmten Genre ein. Somit bleiben die Songs auf "Quiescence" abwechslungsreich und überraschen immer wieder mit etlichen fangenden Melodien, bei denen sich die Ohren sofort aufstellen. Also, alles in Butter? Nicht so ganz. Denn nicht immer verschmelzen SHORES OF NULL ihre vielfältigen Zutaten so interessant wie in 'Ruins Alive' oder in 'Time Is A Waste Land', wo sie einfach lustvoll aufspielen. SHORES OF NULL entgehen der Belanglosfalle einige Male nicht und die Breaks verfehlen dann ebenfalls ihre Wirkung. Wenn das Promoschreiben behauptet, dass SHORES OF NULL die dunklen Seiten des Metals ausforschen möchten, dann scheint mir, dass sich das Quintett ohnehin nicht dorthin begibt, wo es am allerdunkelsten ist. Für mich bewegt sich "Quiescience" im mal mehr, mal weniger stark aufgehellten Anthrazitspektrum, zu dem sich so ziemlich alles prima kombinieren lässt, weil es irgendwie immer passt und krasse Auffälligkeiten ausbleiben.

Hervorheben muss man bei SHORES OF NULL neben der Gesangsleistung von Davide Straccione, der sich den verschiedenen Genres glänzend anpasst, auch die Tatsache, dass die Italiener darauf verzichten, mit Endlosgegniedel die Songs in die Breite zu ziehen und sich "Quiescence" deshalb zu keiner Zeit zum Kraftakt für den Hörer auswächst. Die Songs sind geschmeidig gestaltet und gehen locker durch die Luft. Wer sich also für einen nicht allzu aggressiv ausgerichteten Stilmix mit ein paar ungewöhnlichen Wendungen erwärmen kann, der prüfe mit '0x0000', 'Kings Of Null' oder 'Ruins Alive' und 'Time Is A Waste Land', ob SHORES OF NULL zu einer Entdeckung werden.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. 0x0000
02. Kings Of Null
03. Souls Of The Abyss
04. Night Will Come
05. Ruins Alive
06. Quiescent
07. The Heap Of Meaning
08. Time Is A Waste Land
09. Pain Masquerade
10. Eudaemonia
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 45 Minuten
VÖ: 24.03.2014

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