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Lifelover - Sjukdom

Review von Opa Steve vom 15.02.2011 (2972 mal gelesen)
Lifelover - Sjukdom Neeee, Leute, mit dem Bandnamen habt ihr echt den Vogel abgeschossen! LIFELOVER nennen sie sich, die Skandinavier, und offenbaren auf "Sjukdom" pechschwarze Depri-Songs voller morbider Atmosphäre. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass die Jungs in der Vergangenheit mit zu viel BETHLEHEM beschallt wurden. Nicht nur, dass LIFELOVERs Sänger ähnlich irre durch die Gegend schreit, als wäre er gerade der Geschlossenen entflohen. Auch das Songwriting erinnert an BETHLEHEMs Frühtaten, sowohl in den leisen Parts als auch in den Metalriffs, die auf dem Niveau von IQ 80 und dem stillen unberechenbaren Wahnsinn eines ebenso wenig intelligenten Triebmörders unaufhaltsam ihre Runden drehen. 'Led By Misfortune' ist hierfür das perfekte Beispiel. Simpel, monoton, und irgendwie beängstigend. Allerdings wirken andere Titel wiederum fast fröhlich (wenn man den Gesang mal weglässt). 'Resignation' besteht aus einem simplen Punkrock-Riff, welches weniger furchteinflößend ist, sondern eher unaufregend. Genauso hat ausgerechnet 'Instrumental Asylum' den Charme einer jungen Alternative-Rock-Band, die ein bisschen Gothic gehört hat. Bei manchen Titeln, die nicht so wahnsinnig gekreischt werden, wirken LIFELOVER sogar nahezu seriös. Obwohl 'Totus Anctus' oder 'Nekvaknande' in der minimalistischen Ausgestaltung nicht weit vom übrigen Material abweichen, erinnern mich die Titel durch die Spoken Words streckenweise an SOLEFALDs aktuelles Werk. Und noch einen Klon haben LIFELOVER ziemlich gut drauf, denn 'Horans Hora' weckt mit seiner Gitarrenarbeit unmittelbar Assoziationen mit alten PARADISE LOST.

Bei den 14 Songs ist eine Menge Stoff aus den verrücktesten Winkeln des menschlichen Verstandes, aber LIFELOVER zeigen dennoch viele Gesichter. Ein bisschen inhomogen ist das, aber dann auch irgendwie wieder nicht, da die vermeintliche Vielfalt eigentlich nur mit wenigen kleinen Rädchen im Gesamtgefüge hergestellt wird. Eine interessante Scheibe und eine ausbaufähige Band - aber dennoch gebe ich nur "besserer Durchschnitt", da sie das meiste Potenzial im höchsten Irrsinn haben, diesen aber zu selten so richtig ausleben. Und die monotonen Drums (vermutlich Elektro-Knecht) hätten wirklich nicht sein müssen.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Svart Galla
02. Led By Misfortune
03. Expandera
04. Homicidal Tendencies
05. Resignation
06. Doften Av Tomhet
07. Totus Anctus
08. Horans Hora
09. Bitterljuv Kakofoni
10. Becksvart Frustration
11. Nedvaknande
12. Instrumental Asylum
13. Utdrag
14. Karma
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 56:03 Minuten
VÖ: 11.02.2011

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15.02.2011 Sjukdom(6.5/10) von Opa Steve

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