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HolyHell - HolyHell

Review von Elvis vom 07.10.2009 (4332 mal gelesen)
HolyHell - HolyHell Selten haben die Fans so lange auf ein erstes angekündigtes Album einer Band warten müssen wie bei HOLYHELL. Zumindest wenn man bedenkt, dass die unter den Fittichen von MANOWAR-Chef Joey DeMaio stehende Band erstmals beim Earthshaker 2005 ins Bewusstsein der Fans trat und seitdem dauerhaft als Special Guest im Dunstkreis der True Metal-Institution auf Tourneen und natürlich bei allen drei Inkarnationen des Magic Circle Festival am Start war, sind vier Jahre schon eine verdammt lange Zeit. Zwar gab es als erste Veröffentlichung bereits im Frühjahr 2007 die EP "Apocalypse" mit drei eigenen Songs und dem im Duett mit MANOWAR-Goldkehle Eric Adams dargebotenen Cover 'Phantom Of The Opera', doch das eigentlich für Sommer 2007 angekündigte Album wurde immer wieder nach hinten verschoben. Wenige Bands haben es ohne echten Longplayer geschafft, seit Jahren live unterwegs zu sein und dabei dennoch so abgefeiert zu werden wie dieser amerikanische Fünfer. Doch im Sommer 2009 war es tatsächlich endlich so weit: das erste, selbstbetitelte Album "HolyHell" fand den Weg zum Retailer des Vertrauens. Im Gegensatz zur EP entstand der Longplayer ohne songwriterische Unterstützung von außen und wurde wiederum von Joey DeMaio produziert.

Und das Warten hat sich definitiv gelohnt. Man merkt HOLYHELL an, dass es sich um gestandene Profis handelt: Sängerin Maria Breon hat ebenso eine klassische Ausbildung am Konservatorium genossen wie Keyboard-Wunderkind Francisco Palomo, Gitarrist Joe "Shred Lord" Stump lehrt gar an der Universität, Bassist Jay Rigney hat eine langjährige Erfahrung als Sessionmusiker hinter sich und zu Schlagzeuger Kenny „Rhino“ Earl muss man eigentlich keine Worte mehr verlieren - wer ein derart grandioses Album wie "Triumph Of Steel" mit MANOWAR eingespielt hat, hat sich seine Meriten zweifelsohne erworben. Diese Erfahrung zieht sich durch das ganze Debütalbum der vier Kerle und ihrer bildhübschen Fronterin - "HolyHell" wirkt absolut aus einem Guss, die bereits von der EP bekannten Songs, die nur minimal verändert wurden fürs Album, fügen sich ebenso nahtlos ins Gesamtbild ein wie die zehn anderen Titel. HOLYHELL ziehen eine bombastische Kombination aus klassischen Metal- und Hard Rock-Elementen, einer Prise Gothic und vielen orchestralen Arrangements auf, die in dieser Form so noch nicht gehört wurde. Abgesehen vom instrumentalen 'Mephisto' und der superben Ballade 'The Fall' geht's dabei meist flotter zu Werke, ohne jedoch in Highspeed-Orgien zu verfallen. Thematisch bewegt man sich - passend zum Bandnamen und einer Vorliebe von Maria - im dualistischen Gegensatz zwischen Gut und Böse sowie Himmel und Hölle. Die Lyrics sind dabei auch absolut wert, genauer betrachtet zu werden. Ausfälle leisten sich HOLYHELL gar keine, stattdessen gibt es vom stimmungsvollen Opener 'Wings Of Light' über das fantastische 'Eclipse' bis zum Schluss mit 'Armageddon' nur Volltreffer, die sich auch nach wiederholtem Anhören nicht abnutzen. Neben der tollen gesanglichen Leistung von Maria Breon ordnen alle anderen Bandmitglieder ihre hervorragende Einzelleistung stets dem großen Gesamtbild unter und liefern damit ein exzellentes Stück Musik ab. Ein besonderes Lob übrigens hinsichtlich der Verpackung der CD: ein komplett schwarzes Jewelcase mit in Silber geprägter Schrift auf Vorder- und Rückseite beherbergt den Silberling und macht definitiv auch optisch einiges her - davon könnten sich einige Bands eine Scheibe abschneiden bei ihren Veröffentlichungen.

Das Warten auf HOLYHELL hat sich mehr als gelohnt, das Debütalbum übertrifft selbst die hochgesteckten Erwartungen und überzeugt auf ganzer Linie - eine ganz klare Empfehlung für eine Band, von der wir hoffentlich noch viel hören werden.

Anspieltipps: alles, insbesondere jedoch 'Prophecy', 'Eclipse', 'Gates Of Hell'

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
1. Wings Of Light (5:03)
2. Prophecy (4:54)
3. Revelations (5:47)
4. Eclipse (5:32)
5. The Fall (5:48)
6. Angel Of Darkness (6:25)
7. Holy Water (5:12)
8. Mephisto (3:59)
9. Gates Of Hell (5:45)
10. Resurrection (6:30)
11. Last Vision (5:40)
12. Apocalypse (4:05)
13. Armageddon (6:13)
Band Website: www.holyhell.com
Medium: CD
Spieldauer: 70:53 Minuten
VÖ: 26.06.2009

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