Ascia - The Wandering Warrior

Review von Schankwirt Arnie vom 27.03.2024 (751 mal gelesen)
Ascia - The Wandering Warrior ASCIA ist das italienische Wort für Axt und zudem der Name des Soloprojekts von Fabrizio Monni - bekannt durch die Band BLACK CAPRICORN. Erst kürzlich wurde das Ein-Mann-Projekt, bei dem Monni alle Instrumente selbst eingespielt und aufgenommen hat, in eine Drei-Mann-Band umstrukturiert, damit die Songs auch live performt werden können. Die Grundidee für das Debütalbum "The Wandering Warrior" entstand aus Gitarrenriffs, die eigentlich für die Band BLACK CAPRICORN bestimmt waren, dort aber keine Verwendung gefunden haben. Aus diesen gesammelten Riffs formte er im Jahr 2019 innerhalb einiger Monate eigenständige Tracks für ASCIA und nahm diese dann in den Jahren 2021 und 2022 selbst auf. "The Wandering Warrior" erscheint am 29.03.2024 pünktlich zur Kreuzigung am Karfreitag über das Label Perpetual Eclipse Productions und bietet etwas mehr als 50 Minuten Stoner/Doom-Metal mit Sludge-Einflüssen, um nicht zu sagen: Raw Caveman Metal!

Der erste Song 'Greenland' erinnert sofort, zumindest was Sounds, Songwriting, Vocals und Arrangements angeht, an Kirk Windstein von CROWBAR. Diese Ähnlichkeit macht ASCIA doch umgehend sympathisch und schnell kommt Freude auf, sich anzuhören, was auf den anderen neuen Songs passieren wird. Soundtechnisch befindet sich "The Wandering Warrior" eher im düsteren Sektor mit reichlich Bass- und Floortom im Schlagzeug und tief gestimmten Gitarren. Leider klingt die Produktion genau in diesem Bereich, als wäre sie permanent in der Übersteuerung. An das durchgehende Kratzen aus den Boxen muss man sich erstmal gewöhnen. Fragwürdig ist, ob dies bei Mix und Mastering beabsichtigt war oder tatsächlich vermeidbar gewesen wäre. Sollte dieser Sound beabsichtigt sein, dann befinden sich Fuzz- und Muff-Effekte hart an der Grenze, wenn sie für diese Produktion nicht sogar auf 11 geregelt wurden. Die Verteilung der Instrumente im Panorama, auch die Lautstärke betreffend, könnte bei einem möglichen Nachfolgewerk auch gerne noch einmal überdacht werden. So klingen nämlich die Gitarren und der Bass im Vergleich zu Schlagzeug und Gesang zu dominant in den Vordergrund gemixt. Eine ausgewogenere Balancierung in diesem Sektor würde das Hörvergnügen deutlich steigern.

'The Path Of Eternal Glory' klingt von vorne bis hinten stark vorantreibend und ist vom Tempo her der zweitschnellste Song auf dem Album. Zudem ist er sehr eingängig und würde sich live mit Sicherheit bewähren. Bei 'Last Ride' wird das Tempo dann nochmal etwas angehoben und zu den Stoner-Elementen mischt sich hier auch noch etwas Punk Rock mit ein.

Der Titeltrack 'The Wandering Warrior' klingt wie 'Greenland' dann wieder deutlich klarer im Gesamtbild und rundet das Album somit nicht nur mit dem Sound ab, sondern auch wieder mit einem verblüffend ähnlichen CROWBAR-Sound und -Stil. Wenn man es nicht besser wüsste, fällt es nicht leicht, die beiden Bands voneinander zu unterscheiden. Gerne hätte der Song nach dem, leider zu laut in den Vordergrund gemixten, Gitarrensolo noch einmal die Strophe und den Refrain fortführen können, um somit das Album etwas weniger harsch zu beenden.

Summa summarum handelt es sich bei "The Wandering Warrior" von ASCIA um ein sehr interessantes Werk, in das man trotz der kleineren Soundauffälligkeiten unbedingt reinhören sollte.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Greenland
02. Blood Bridge Battle
03. Ruins Of War
04. Dhul Qarnayn
05. Serpent Of Fire
06. Samothrace
07. Mother Of The Wendol
08. The Path Of Eternal Glory
09. Last Ride
10. The Wandering Warrior
Band Website: ascia.bandcamp.com
Medium: CD
Spieldauer: 51:30 Minuten
VÖ: 29.03.2024

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