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Black Star Riders - Wrong Side Of Paradise

Review von Damage Case vom 19.01.2023 (124 mal gelesen)
Black Star Riders - Wrong Side Of Paradise 2012 als Reinkarnation der ultralegendären THIN LIZZY mit diversen Originalmitgliedern neuformiert, hat sich die Band mit neuen, eigenen Songs in den vergangenen zehn Jahren unter dem Namen BLACK STAR RIDERS etabliert. Das ist nicht zuletzt Fronter und Gitarrist Ricky Warwick hoch anzurechnen. Der Nordire, bekannt durch seine in den 1990ern international erfolgreiche Combo THE ALMIGHTY, hat sich inzwischen zu einem Rockstar oberster Güte entwickelt. Heute ist er nicht mehr der Ex-Mann der MTV-Tante, sondern ein Sänger mit Coolness, Charisma und riesigem Songwritingtalent. Dort, wo sein letztes Soloalbum "When Life Was Hard and Fast" 2021 im Rockigen aufhörte, setzt "Wrong Side Of Paradise" als Bandalbum an: Classic Rock britisch/irischer Prägung deluxe, mal rockiger ('Hustle', 'Crazy Horses'), mal nachdenklicher ('Riding Out The Storm', 'Burning Rome') und manchmal auch einfach nur THIN LIZZY ('Better Than Saturday Night', 'Catch Yourself On', 'Don't Let The World (Get In The Way)'). Ja, die Vergleiche hinken, gerade weil mit dem LIZZY-Gitarristen Scott Gorham 2021 leider die letzte originale Bandlegende die BLACK STAR RIDERS verließ. Aber wenn überhaupt irgendjemand die Songs von Phil Lynott singen und neu in diesem Stil interpretieren darf, dann ist das der gute Ricky. Oder wie er es in der Promo-Info selbst sagt, "kann ich nur über persönlich Erlebtes schreiben, Familie, Freunde und wie meine Sicht auf die Welt ist, die zerfällt und sich schneller verändert als wir es verstehen können. Trotz allem glaube ich fest an die Kraft des positiven Denkens, das ist auch etwas, das dieses Album wiedergibt." Und so treffen alle Songs des bereits vor über einem Jahr aufgenommenen Longplayers mehr oder weniger das Bull’s Eye der Good-Time-Classic-Rock-Dartscheibe - vielleicht ist es sogar das beste Bandalbum seit dem Debüt? Einen halben Punkt Abzug hagelt es jedoch für das grausame Cover. Ein weiterer Titel mit Rockabilly-Note wäre zwar nicht prall gewesen, aber hätte zumindest nicht gestört.

Fazit: Zunächst klingt sie etwas beliebig, die Fünfte der BLACK STAR RIDERS. Aber weit gefehlt, denn das hier ist ein Grower, dessen Hörspaß mit jedem Durchlauf wächst. Tolle Rock-Platte ohne Ausfälle zu Jahresbeginn!

Drei Anspieltipps: 'Hustle' eröffnet mit coolen Mundharmonikaklängen und rockt anschließend so geil stakkato wie KISS zuletzt 1977. 'Better Than Saturday Night' ist sowas von gute Laune - ansteckend. Im kurzen, harten Rocker 'Crazy Horses', der Neuinterpretation des mittlerweile 50 Jahre alten Hits von THE OSMONDS, gibt Ricky alles, seine Stimme überschlägt sich beinahe.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Wrong Side Of Paradise
02. Hustle
03. Better Than Saturday Night
04. Riding Out The Storm
05. Pay Dirt
06. Catch Yourself On
07. Crazy Horses
08. Burning Rome
09. Don’t Let The World (Get In The Way)
10. Green And Troubled Land
11. This Life Will Be The Death Of Me
Band Website: blackstarriders.com/
Medium: CD, LP, Digital
Spieldauer: 41:09 Minuten
VÖ: 20.01.2023

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