Fellowship - The Saberlight Chronicles

Review von derkleinekolibri vom 14.07.2022 (2490 mal gelesen)
Fellowship - The Saberlight Chronicles Aus dem beschaulichen Küstenort Harwich in der englischen Grafschaft Essex sendet eine Newcomer-Band, die sich FELLOWSHIP nennt, ein weit ins europäische Festland hallendes Signal. "No filler, only killer" dürfte einer ihrer Beweggründe gewesen sein, sich mächtig ins Zeug zu legen. Ihre Bemühungen haben sich gelohnt. Bereits das Cover, welches einem Roman der Perry Rhodan-Serie sehr gut zu Gesicht stehen würde, weiß durch seine explosive Darstellung sehr zu gefallen. Der dafür verantwortliche Peter Sallai arbeitete auch schon für ACCEPT, BROTHERS OF METAL und SABATON. "The Saberlight Chronicles" überzeugt mit einer Spieldauer von fast 65 Minuten.

Wer jetzt denkt, die vier Jungs könnten auf Jahrzehnte gemeinsamen Musikmachens zurückgreifen, der irrt. FELLOWSHIP hauen hier gerade ihr Debütalbum heraus. Bereits 2020 setzten sie mit 'Glint' ein Ausrufezeichen. Selbst Kollegen des Genres fanden für diesen Song anerkennende Worte und so verwundert es nicht, dass sich dieser auch auf dem ersten Longplayer wiederfindet. Sie selbst sagen von sich - der Tradition von MAJESTICA, RHAPSODY und TWILIGHT FORCE folgend - sie möchten das Power Metal-Feeling auf eine noch höhere Ebene hieven. Bei alledem werden sie niemals ihre britischen Wurzeln verleugnen.

Um ihren Wünschen Taten folgen zu lassen, hat bereits der Opener echte Ohrwurmqualitäten. Wer nicht auf den Silberling warten möchte, kann sich schon mal ein Video in den üblichen Medien anschauen. Die Vier sind derart gefestigt und humorvoll, dass sie sich in dem Video zum Titel 'Oak And Ash' selbst gehörig auf die Schippe nehmen. Die meisten Bands trauen sich so etwas nicht einmal nach dem siebenten Album, aus Angst davor, plötzlich nicht mehr für voll genommen zu werden. Hut ab.

Als durchaus positiv sehe ich es, keinen Höhepunkt zu erkennen. Dies liegt an der Tatsache, dass sämtliche Titel auf einem ähnlichen Level liegen, und dieses ist sehr hoch angesiedelt. Der Formation merkt man deutlich ihre Geschlossenheit an, sie wollten unbedingt etwas Gutes produzieren. Das ist ihnen auf beeindruckende Art und Weise gelungen. Klar, den Power Metal neu erfunden haben sie nicht, aber mit ihrer unverwechselbaren Art haben sie ihm einen Ausdruck verliehen, wie er nur äußerst selten in diesem Genre zu finden ist. Alles harmoniert miteinander, auch das Melodische kommt nicht zu kurz. Das Songwriting kann man ebenfalls als durch die Bank weg gelungen bezeichnen. Hoffentlich bleibt diese Kreativität bei einem folgenden Album weiterhin die treibende Kraft.

Ebenfalls erwähnen sollte man unbedingt die hervorragende Produktion. Kompromisse hat man vermieden, was dem Hörvergnügen eindeutig zugutekommt.

FELLOWSHIP haben hier ein Konzeptalbum kreiert, das im Bereich der Fantasy angesiedelt ist: Es dreht sich um das in einer mir nicht bekannten Novelle erwähnte, besondere Schwert. Wer mehr wissen möchte, kann dies ab dem 15. Juli 2022 tun, denn da erscheint "The Saberlight Chronicles" bei Scarlet Records als CD und LP. Sollten bei einigen von euch nach dem ersten Hören die Münder offenstehen, schließt sie bitte schnell wieder, nicht dass euch noch die Fliegen einen Besuch im Rachenraum abstatten.

Mit einem Zitat von FELLOWSHIP möchte ich mich nun von euch verabschieden: "Metal has never felt so good!"

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Until The Fires Die
02. Atlas
03. Glory Days
04. Oak And Ash
05. Hearts Upon The Hill
06. Scars And Shrapnel Wounds
07. The Hours Of Wintertime
08. Glint
09. The Saint Beyond The River
10. Silhouette
11. Still Enough
12. Avalon
Band Website:
Medium: CD, LP
Spieldauer: 64:34 Minuten
VÖ: 15.07.2022

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