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Dark Tranquillity - Moment

Review von Rockmaster vom 21.12.2020 (1278 mal gelesen)
Dark Tranquillity - Moment DARK TRANQUILLITY darf man gut und gerne als die schwedische Speerspitze des Melodic Death bezeichnen. Ihre dunkel angehauchte Ausstrahlung verpacken sie traditionell in eingängige Melodien und ein auf Hochglanz poliertes Soundgewand und bewahren dabei doch eine gewisse Härte. Nach ihrem 2016er-Album "Atoms" hatte zunächst Gitarrist und Gründungsmitglied Niklas Sundin seinen Hut genommen, und Johan Reinholdz sowie ARCH ENEMY-Legende Chris Amott sprangen ein. Mit frischem Blut und neuer Motivation ging es dann an die Aufnahmen zum inzwischen zwölften Album in drei Jahrzehnten Bandgeschichte. Die Ur-DNA zu bewahren war nicht schwer, war doch Johan schon immer ein ausgemachter Fan der Band, deren Mitglied er nun ist.

So liefern DARK TRANQUILLITY auch auf "Moment" vom ersten Moment an die gewohnte Spitzenqualität ihres melodischen Todesstahls, in den aber auch die neue Gitarrenfront ihre Markenzeichen geprägt hat. Fast glaubt man, in den Melodien einige Hooks älterer ARCH ENEMY-Alben wiederzuerkennen. Der Opener 'Phantom Days' und auch 'Transient' sind Musterbeispiele für den aktuellen Stil der Band, geprägt von Mikael Stannes einzigartig fauchender Stimme und erstklassigen Gitarrenmelodien - nicht zu vergessen, dass auch immer wieder Keyboarder Martin Brändström einen Lead-Part übernimmt. Verglichen mit älteren Scheiben wie "Character" oder "Fiction" (meine Diskographie ist hier leider nicht lückenlos, Schande über mich) hat die Band hier aber ein ganzes Stück Härte aufgegeben. Für mich überraschend kommen dann die klaren Gesangspassagen in 'The Dark Unbroken', 'Remain In The Unknown' und mehreren anderen Titeln. Was nach meinem Musikempfinden in Titeln wie 'The Mundane And The Magic' mit Gastsängerin eine geniale Ergänzung zum Stil der Band war, ist nun - Gastsänger steht keiner in den Credits - zum Teil der musikalischen Ausrichtung geworden. Dass das phasenweise fast poppig klingt, muss man erst mal schlucken, immerhin sind auch die soften Parts gut geschrieben. Eine der stärksten Kompositionen ist für mich 'Ego Deception', das die alte Härte und auch mal Tempo mit den neuen Stilmerkmalen toll kombiniert.

Gegen Ende der regulären Albumspielzeit (die letzten beiden Tracks sind Bonustitel) ist den Jungs aus Göteborg für meinen Geschmack ein wenig die Luft ausgegangen. 'Failstate' hebt noch einmal kurz das Niveau, ist aber doch recht wendungsarm und endet eher abrupt. Was mir unterm Strich auf "Moment" fehlt, ist ein echt großer Titel, aber auch ein Stück weit die alte Härte. Ich vermisse Momente wie 'Inside The Particle Storm', oder etwas wie 'Terminus' und 'Focus Shift'. Nichtsdestotrotz gehören DARK TRANQUILLITY auch nach 31 Jahren (1989 firmierten sie noch unter "SEPTIC BROILER") noch zu den unumstößlichen Größen des Genres, bei denen jeder mal ein Ohr riskieren sollte.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Phantom Days
02. Transient
03. Identical To None
04. The Dark Unbroken
05. Remain In The Unknown
06. Standstill
07. Ego Deception
08. A Drawn Out Exit
09. Eyes Of The World
10. Failstate
11. Empires Lost To Time
12. In Truth Divided
Band Website: www.darktranquillity.com
Medium: CD, LP
Spieldauer: 50:05 Minuten
VÖ: 20.11.2020

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