Agro - Ritual 6

Review von Vikingsgaard vom 25.10.2006 (4213 mal gelesen)
Agro - Ritual 6 Beim ersten Reinhören in das mittlerweile sechste Album der Südafrikaner hatte ich eine leichte Ladehemmung, warum auch immer, es fluppte nicht so recht.

Frühmorgens gegen halb 6 sieht meine Welt noch recht verschwommen und verklärt aus, deswegen muss im Auto die Musik laut und die Beifahrerin leise sein…mittlerweile speziell bei dieser CD. (Liebe EMMA- Leserinnen, meine Privatmail- Adresse lautet: Vikingsgaard[at]aol.com, vom Belästigen der Redaktion bitte ich abzusehen).

Wenn mich jemand vorm Einlegen dieser CD gefragt hätte, wie eine südafrikanische Thrash- Metal- Band klingen könnte…mehr als einen verständnislosen Blick hätte er nicht bekommen. Mittlerweile würde ich antworten: "Sie könnte wie eine Mischung aus den späten SEPULTURA, den frühen METALLICA, CELTIC FROST, den aktuellen ENSIFERUM, den leider dahingeschiedenen BLACK SYMPHONIE mit ihren kongenialen Keyboardpassagen und dem Rauschen des heißen Wüstenwindes über das Nichts der Savanne und dem Elend der Slums klingen.“. Den letzten Eindruck vermittelte mir Sänger Cliff Crabb, dessen tatsächlich staubtrockene Stimme sogar manchmal ins cleane Medium verfällt, was aber meistens nicht so recht klingen mag…bleib beim Vocalizer, Cliff, klingt besser!
Außer bei 'Time Heals Old Wounds', ein wunderschöner Song, da passt wirklich alles und auch die Stimme!

Das Gros der Songs ist echt abwechslungsreich, klar, man hört gewisse Parallelen zu oben genannten Interpreten, aber keinesfalls Kopien davon! AGRO verarbeiten scheinbar alle stilistischen Variationen des Metal so mühelos und unbeschwert, als ob es nichts einfacheres gäbe. Die stellenweise sogar unbedarft klingenden Passagen enden immer in einem Paukenschlag, sei es durch das einfache Kippen der Stimme oder der abrupte Wechsel von Native-Drums in Thrash Metal Gitarren. Sehr beeindruckend ist auch der Song 'Willowmore'…ein sehr dicht gespielter Midtempo- Song, dessen Melodie mir nicht mehr aus dem Kopf geht…die ist so simpel und dennoch schwer…. Schlichtweg ergreifend und leider auch schon der vorletzte Song auf dieser, zugegeben manchmal gewöhnungsbedürftigen aber dennoch großartigen CD!
'A Place of Healing' packt dieses ganze musikalische Beisammensein in einen Topf..plus das lustige Demo-Pre-Listening für den gequälten Sänger Cliff, der am Refrain zu scheitern droht…das macht vielen Duschkopfvergewaltigern sicherlich mehr Mut zur Tat, singen ist keine Kunst, man muss nur zur richtigen Zeit den richtigen Ton treffen…ist ganz easy…in diesem Sinne,

Cheers



Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
1. Thukutela
2. Carpe Diem
3. 10 x Over
4. Time Heals Wounds
5. B.D.F.P.
6. C7511
7. Whizzdel
8. TR333
9. The Crimson Sea
10. Willowmore
11. A Place of Healing
Band Website: www.agro-metal.com
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 13.10.2006

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