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Finnr's Cane - Elegy

Review von Zephir vom 19.08.2018 (495 mal gelesen)
Finnr's Cane - Elegy Vielleicht sollte man sich die düstere Melancholie, die sanft leuchtende Dunkelheit von FINNR'S CANE für den kommenden Herbst aufheben. Das suggeriert nicht nur das welkende Coverart, welches den dritten Longplayer der Kanadier schmückt, sondern auch der zwar nicht sehr innovative, aber dafür ebenso prägnante wie schwermütig-lyrische Titel: "Elegy". Erneut spielt das Trio unter den Künstlerpseudonymen The Bard (Gesang und Gitarre), The Slave (Keyboard und Cello) und The Peasant (Drums) im Hause Prophecy seine Schattenspiele, und der doomige Ambient Black Metal, der ein Cello anstelle der Bassgitarre abwechselnd streichelt und schrubbert, ist charakteristisch wie eh und je.

Die Songs scheinen mitsamt ihren Titeln an das zweite Album "A Portrait Painted By The Sun" anzuknüpfen. So wie dieses 2013 von 'This Old Oak' eingeleitet wurde, eröffnet 'Willow' das aktuelle Opus im überwiegend instrumentalen Trauerweiden-Modus. Auch im Titeltrack 'Elegy' dominiert die schemenhafte Monotonie mit entrückten, vielschichtigen Vocals. Temporeicher und auch eine Spur gewaltvoller geht 'Strange Sun' zur Sache: Drumgedresche, harsche Vocals und fies verminderte Harmonien markieren die Einflüsse des schwarzen Metalls deutlich. Erstaunlich archaisch beginnt im Gegensatz dazu der Instrumentaltrack 'Empty City' - mit einer Art Feuerknistern, gehaucht angesetzter Flöte (wenn auch synthetisch, so doch sehr überzeugend!) und akustischer Gitarre fast im Dark Folk wildernd, nach etwa der Hälfte zum Post Black Metal ansetzend. Erwähnenswert ist hier unbedingt das einsame E-Piano, das nur ein paar verlorene Töne durch die Atmosphäre fliegen und zerstauben lässt, dem Ganzen aber einen ungemein poetischen Anstrich verleiht.

Der 'Earthsong' stößt wiederum in seiner ersten Hälfte in das Horn des klassischeren Schwarzmetalls und verliert sich schließlich in der melodischen Melancholie, die vom doomigen 'Lacuna' aufgegriffen wird. Und noch eine Spur mehrdimensionaler, aus tiefsten Tiefen heraus in die Vertikale nach oben strebend, gibt sich der Rausschmeißer 'A Sky Of Violet And Pearl', der allein für seinen expressiven Namen eine überdurchschnittliche Wertung verdient.

Das dritte Album von FINNR'S CANE sollten sich alle Freunde von Bands wie A FOREST OF STARS, BONJOUR TRISTESSE oder vielleicht sogar auch die AGALLOCH-Fraktion einmal zu Gemüte führen. Wer neugierig geworden ist, findet auf der Prophecy-Seite den Track 'Strange Sun' zum Reinhören.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Willow
02. Elegy
03. Strange Sun
04. Empty City
05. Earth Song
06. Lacuna
07. A Sky Of Violet And Pearl
Band Website: www.myspace.com/finnrscane
Medium: CD
Spieldauer: 41:50 Minuten
VÖ: 20.07.2018

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