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Foredoomed - Ordeal

Review von Cornholio vom 18.08.2018 (595 mal gelesen)
Foredoomed - Ordeal Nachdem die Band zwischen 2010 und 2015 bereits drei Demos veröffentlichte, erschien 2017 dann das Debütalbum "Ordeal". Bereits im Frühjahr 2017 aufgenommen erscheint es dieses Jahr auch in unseren Landen. Knappe 55 Minuten dauert die Scheibe, neun Tracks hat sie zu bieten, und ehrlich gesagt weiß ich auch nach zehn Durchläufen nicht so ganz, was ich von "Ordeal" halten soll. Melodien? Check! Abwechslung? Check! Eingängigkeit? Hmm...

Nach ruhigem Intro dröhnt 'Ghost Recurrence' fast acht Minuten lang aus den Boxen, und es fehlt, wie so oft auf der Langrille, eindeutig der vielzitierte rote Faden. Anfangs noch ziemlich aufbrausend, wirkt der Mittelteil irgendwie künstlich zusammengesetzt, auch wenn das Ende wieder passt. Das knapp vierminütige 'Undawning' hingegen ist dann wieder besser, vermutlich durch seine Kompaktheit. Musikalisch fällt vor allem im Refrain der Wechselgesang zwischen Clean und Growl positiv auf, den es auch im weiteren Verlauf der CD noch geben wird. Das absolute Highlight der Scheibe ist das folgende 'Search For Tomorrow'. Hier fahren FOREDOOMED in den Gewässern von AMON AMARTH und SOILWORK, ein absolutes Brett! 'Dualism' gefällt mir persönlich im Vergleich zu den beiden vorigen Stücken wieder nicht ganz so gut, im cleanen Gesang scheint Sänger Atte Kymäläinen, der übrigens auch für die Growls zuständig ist, etwas an seine Grenzen zu kommen. Auch scheint der Song etwas zu krampfhaft modern komponiert zu sein, er klingt nicht wie aus einem Guss. Das ruhige Zwischenspiel 'Departure' wirkt anschließend unpassend und fehl am Platze.

'My Epigraph In Woe' kratzt wieder an den acht Minuten, ist leider etwas langatmig. Ich fürchte, die Band wollte hier etwas Episches erschaffen, leider ohne Erfolg. Gegensätzlich dazu beginnt 'Shade Of The Darker Sun', nämlich ziemlich ungestüm, wechselt aber auch wieder in progressiv-vertrackte Strukturen und nimmt sich so selbst leider den Wind aus den Segeln. Der letzte Song ist gleichzeitig Titeltrack des Albums und dauert ziemlich genau eine Viertelstunde! Leider kommt es mir auch hier so vor, als wären verschiedene Teile fast willkürlich aneinandergereiht worden. Mindestens zwei Mal ist der Song gefühlt zu Ende und geht dann doch weiter. Ist das Kunst bzw. ein Stilmittel von FOREDOOMED? Wenn ja, verstehe ich es einfach nicht. Und dass bei einem Fünfzehn-Minuten-Track wenig Eingängigkeit vorhanden ist, liegt in der Natur der Sache und das muss ich wohl nicht noch erwähnen. Das Beste an dem Track sind die letzten zwei Minuten. Vorher kommt ein Blastbeat-Part (natürlich aus dem Nichts) und dann ein tolles und episches Riff, das die Melodie des Intros aufgreift; so schließt sich der Kreis von "Ordeal".

Leider überwiegt auf dem FOREDOOMED-Debüt die Unschlüssigkeit. Wenn sich die Band noch etwas mehr auf Spontanität im Songwriting konzentriert und weniger darauf, auf Teufel komm raus Epik zu kreieren, kann der Nachfolger von "Ordeal" ein echter Hammer werden! Gute Ansätze sind ja bereits vorhanden, leider nicht viel mehr. FOREDOOMED befinden sich derzeit im Studio und werkeln am Nachfolger, wir sind gespannt!


Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Origin
02. Ghost Recurrence
03. Undawning
04. Search For Tomorrow
05. Dualism
06. Departure
07. My Epigraph In Woe
08. Shade Of The Darker Sun
09. Ordeal
Band Website: www.foredoomed.net
Medium: CD
Spieldauer: 54:40 Minuten
VÖ: 18.08.2018

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18.08.2018 Ordeal(6.0/10) von Cornholio

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