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FB1964 - Störtebeker

Review von Zephir vom 19.11.2017 (342 mal gelesen)
FB1964 - Störtebeker Vor einigen Jahren fluppte ein Herr namens Frank Badenhop eine Platte namens "The Fearless Vampire Killers" auf den Markt, ein Soundtrack-Album zum gleichnamigen alten Polanski-Film (hier geht's zum Review). Name des Musikprojekts: FB1964. Mit diesem Debüt stelle Badenhop nicht nur sein musikalisches Können unter Beweis, sondern auch sein Talent, große Namen für eine gute Sache zu gewinnen.

Noch größer sind die Namen und noch besser ist die Sache rund um das neue Output "Störtebeker". Denn neben der Stammband, die da besteht aus dem Gitarristen Badenhop, dem Bassisten Mirko Gätje und dem Drummer Michael Wolpers, sind an "Störtebeker" Kapazitäten wie Udo Dirkschneider, Axel Rudi Pell, David De Feis von VIRGIN STEELE oder Chris Boltendahl von GRAVE DIGGER beteiligt. Und der mit der Platte erwirtschaftete Erlös wird an das Projekt Regenwald.org gespendet.

Je nun! Genau wie das erste Soundtrack-Album von FB1964 ist auch "Störtebeker" ein fragmentiertes Kaleidoskop von musikalisch eher lose bis wenig zusammenhängenden Tracks. Man widmet sich oldschooligem Heavy Metal, der immer wieder dezent mit klassischen Elementen gepaart wird: Dies kündigt das treffend mit 'Introduction' bezeichnete Intro an, das akustisch-archaisch beginnt, um alsbald in ehrliche, straighte Gitarrensoli überzugehen. Im folgenden Track 'Restless And Wild' gibt uns Bobby Ellsworth (OVERKILL) als Vocalist auf die Ohren, und spätestens ab 'Victual Brothers' muss man sich durch die Namensliste der beteiligten Gastmusiker lesen wie durch eine Enzyklopädie: Neben dem bereits erwähnten Axel Rudi Pell ist hier auch Jennifer Batten am Start, die als Gitarristin für Michael Jackson berühmt wurde - und viele, viele mehr.

Größtenteils sind die Nummern ordentlich geerdet, und dem Metalhead mag gefallen, dass der Klassikanteil selten im Vordergrund steht. Tracks wie 'Gotland', wo übrigens David De Feis trällert, sind etwas sanfter, und eine Quotenballade gibt es natürlich auch: In 'Mortal Symphony' hören wir Ronnie Romero (RAINBOW) umrahmt von inbrünstig schmachtenden Streichern. Nicht verschweigen darf man den Auftritt von John Norum (EUROPE, Ex-DOKKEN) in 'Hexenkessel', einem flotten Instrumental mit unbestechlichem Drive. Und John Gallagher (der von RAVEN) bringt gemeinsam mit Henning Basse (FIREWIND) im geradlinigen 'Orlog' ein Ständchen.

Die Liste könnte man lange so weiterführen. Last but not least muss aber noch der Vokaleinsatz von Chris Boltendahl in 'Remember The Fallen' erwähnt werden, der den leicht HAGGARD-mäßigen Titel mit einer ordentlichen Portion Trueness anreichert, und, ganz wichtig, Dirkschneider in der melancholischen Nummer 'When The Last Bell Dies': In den lyrischen Strophen berührend sanft und etwas brüchig, im Refrain mit mehr Heavy-Komponenten unterlegt dann hoch und höher, derb und derber. Schließlich, als völlig frappierender Abschluss: Der Titeltrack 'Störtebeker', ein von TANKARDs Andreas Geremia gesungenes deutschsprachiges Teil im ganz ganz alten Stil: Spaßiger Seemanns-Klamauk, der klingt, als hätte man TANKARDs 'Schwarz Weiß Wie Schnee' gepaart mit FIDDLER'S GREEN.

Am Ende kann man nicht anders, als all dies einfach gelungen zu finden. Es muss dazu gesagt werden, dass die Annonce von "Störtebeker" als Classic Metal nicht ganz zutrifft; es ist viel mehr Metal als Klassik. Frage: Stört uns das? Antwort: Stöööörtebeker, wir vergessen dich nicht! Stöööörtebeker! Und wir trinken auf dich! …


Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Introduction
02. Restless And Wild
03. Victual Brothers
04. Gotland
05. Escaped
06. Mortal Symphony
07. Hexenkessel
08. Seven Deadly Sins
09. Orlog
10. Remember The Fallen
11. When The Last Bell Dies
12. Störtebeker
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 01:16:49 Minuten
VÖ: 00.00.0000

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