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Interview mit Carlos von Persefone
Ein Interview von Lestat vom 09.04.2017 (437 mal gelesen)
PERSEFONE haben vor Kurzem ihr aktuelles Album "Aathma" heraus gebracht. Gitarrist Carlos Lozano nahm sich Zeit, um ein wenig über das neue Album, notwendige Veränderungen nach "Spiritual Migration" sowie ein wenig über ihre Work-Life-Balance zu sprechen.

Glückunsch zu eurem großartigen neuen Album! Seid ihr insgesamt mit den Reaktionen zufrieden?

Carlos: Vielen Dank! Dieses Album zu erschaffen war eine wirklich schwere Aufgabe. Und wir teilen das Gefühl, dass alles genau so ist, wie es sein sollte. Wir betrachten dieses Album daher als ein Bild unserer selbst in dem Moment, als wir es geschrieben und aufgenommen haben. Wir sind sehr glücklich darüber, wie alles mit "Aathma" gelaufen ist.

So weit ich weiß, war es das erste Album, dass ihr im Ausland aufgenommen habt. Wie waren die Aufnahmen?

Carlos: Das ist so nicht richtig, da die Aufnahmen hier in Andorra gemacht wurden. Wir haben alles selbst aufgenommen, in jeder Stunde, in der wir wach waren, und die wir außerhalb unserer tagtäglichen Arbeit hatten. Und danach haben wir mit Jens Bogren in Schweden am Mix und Mastering gearbeitet. Wir haben ungefähr drei Tage in Schweden verbracht und versucht, "Aathma" den finalen Schliff zu geben, und es war eine unglaubliche Erfahrung. Jens ist ein fantastischer Profi und es war wirklich inspirierend, Zeuge seines Ansatzes, das Album abzumischen, zu sein.

War das Gefühl während der Aufnahmesessions anders als bei früheren Alben?

Carlos: Es ist meiner Meinung nach immer anders. Wir lernen immer neue Dinge mit jedem Album, damit wir uns bei den nächsten Aufnahmen verbessern können. Außerdem ist immer eine Lücke von zwei bis drei Jahren zwischen den Aufnahmen und wir wachsen als Musiker in der Zeit, was den Prozess jedesmal anders macht. Jeder war fokussiert, wusste, was zu tun ist und was nicht, damit alles so glatt wie möglich läuft bei den Aufnahmesessions. Du konntest die professionelle Atmosphäre während des ganzen Prozesses spüren.

Erzähl uns etwas über das Album - Spiritualität scheint wieder ein wichtiger Punkt zu sein. Also um was dreht sich das Album?

Carlos: Wir fingen an, den Texten bei "Shin-ken" einen anderen Ansatz zu geben und haben auf "Spiritual Migration" den Weg gefunden, zu schreiben und uns durch die Texte auszudrücken. Zu dieser Zeit haben einige Bandmitglieder angefangen zu meditieren und es gab viele Unterhaltungen, bevor wir uns entschieden, darüber zu schreiben, wie wir als menschliche Wesen Spiritualität fühlen. "Aathma" dreht sich darum, was wir sind, wenn wir versuchen, uns von allem zu lösen, von dem wir denken, dass wir es wären. Durch den Text des Liedes 'Prison Skin' versuchen wir dem Zuhörer mitzugeben, dass wir mehr sind als die Illusion, in der wir leben, wenn wir singen: "Du bist nicht das Gesicht, du bist nicht der Name, der dir gegeben wurde. Transzendiere die Sinne, sei!" Das Album dreht sich darum, dass es mehr gibt, als alles was wir sehen oder anfassen können, und versuchen es zu finden.

Ihr habt wieder ein paar Jahre gebraucht, um ein neues Album herauszubringen. Was, im Gegensatz zu anderen Bands, durchaus eine lange Zeit ist. Wie kommt's?

Carlos: Wir denken, dass es sinnlos ist, ein neues Album zu schreiben, wenn du musikalisch oder lyrisch nichts zu sagen hast. Wir brauchen auch immer Zeit, unsere Leben zu leben, neue Erfahrungen zu machen, neue Dinge bezüglich der Musik zu lernen. Wir müssen uns auch inspiriert fühlen zu schreiben, um dann zu versuchen, dies alles durch die Musik mit einem neuen Album auszudrücken. Es geht nicht ums Musik Machen ohne Zweck oder nur um wichtig zu sein, es dreht sich alles darum, die Musik zu nutzen um etwas auszudrücken. Und das braucht Zeit.

Ich nehme an, ihr habt alle normale Jobs. Auf der anderen Hand werdet ihr immer erfolgreicher. Gibt es bereits Konflikte zwischen Band und Privatleben? Wie kommen eure Arbeitgeber damit zurecht?

Carlos: Ja, wir haben alle normale Jobs. Es stimmt, dass es in letzter Zeit sehr gut zu laufen scheint, aber wir schaffen es immer noch, einen Weg zu finden, alles mit der Band zu machen, und gleichzeitig es uns nicht in unseren Jobs oder in unserem Privatleben zu verderben. Wir stellen das "Mensch-sein" in der Band an erste Stelle, bevor wir also etwas machen, stellen wir sicher, dass es mit unseren Jobs und unseren Familien entspannt zu machen ist. Wir nutzen unsere Ferien für Touren und normalerweise finden wir bei unseren Arbeitgebern und unseren Familien Unterstützung, wir versuchen also nicht zu viel zu fragen und es nachhaltig zu gestalten.

Ihr hattet ein paar Wechsel im Line-up. Interessanterweise sind eure beiden neuen Bandmitglieder von NAMI. Wie kommts?

Carlos: Nach unserer letzten Tour in Japan hat Marc Mas die Band verlassen, da er andere Sachen außerhalb der Musik verfolgen wollte. Das war eine harte Zeit, als wir versuchten, einen neuen Schlagzeuger für die Band zu finden. Es gab einige großartige Schlagzeuger, die sich von selbst anboten, Marcs Stelle einzunehmen. Aber wir wollten jemanden, der zuvorderst ein Freund war. Wir denken, dass wenn du einen Musiker für eine Band brauchst, musst du den perfekten Menschen finden, da es nicht darum geht, Musik zu machen; du musst viel Zeit zusammen verbringen, und du brauchst jemanden, der deine Vision teilt. Deshalb sind wir an Bobby von NAMI heran getreten. Es war ein wirklich ein leichter Gang, da wir auch den Proberaum teilen und schon immer Freunde waren. Und bei Jordi, der durch Filipe ersetzt worden ist: Jordi ist jetzt ein toller Familienvater. Seine Frau und er haben eine schöne Tochter, und Jordi hat sich entschieden, seinen Fokus darauf zu legen, da sich die Band ziemlich rasch voran kommt. Filipe als neuen Gitarristen zu haben war wirklich nahe liegend, da er Jahre zuvor mein Schüler war und ich wusste, dass er perfekt in die Band passen könnte. Was er auch tat.

Denkst du, das hat eure Musik beeinflusst?

Carlos: Ich weiß es nicht. Wenn neue Leute um dich herum sind, ist die Stimmung sicher eine andere, und die neuen Sichtweisen haben einen Einfluss auf die Musik am Ende. Ich denke also: Ja, auf irgendeine Weise haben sie ihren Einfluss bei der Erstellung dieses Albums beigetragen.

Die Veränderungen im Line-Up kamen mehr oder weniger durch den Erfolg in den letzten Jahren. Was denkst du über die Zeit nach "Spiritual Migration"?

Carlos: Es war eine harte Zeit, als Jordi und Marc die Band verlassen haben, herauszufinden, was der nächste Schritt für die Band sein wird. Wir haben ungefähr ein Jahr darauf verwendet, uns neu zu ordnen und einiges in der Band zu verändern, um neue Mitglieder einzuführen und zu versuchen, voranzukommen. Es schien, dass "Spiritual Migration" hier und da sehr erfolgreich war, also haben wir einige Zeit darauf verwendet, zu spüren, was wir wirklich tun wollen nach diesem Album - bevor wir überhaupt eine Note gespielt hatten. Wir sind auf Tour mit den neuen Mitgliedern und all die harte Arbeit hat sich ausgezahlt. Danach haben wir dann angefangen das zu schreiben, was heute "Aathma" ist.

Ihr werdet im April eine kleine Tour durch Europa machen. Gibt es abseits davon Pläne?

Carlos: Ja, wir haben Pläne für die Zeit danach, aber wir haben alle unsere normalen Jobs, die weiter gehen, wir müssen Schritt für Schritt vorgehen. Natürlich wollen wir überall spielen, aber wir müssen sicherstellen, dass jeder Schritt, den wir machen, aus jedem Blickwinkel heraus Sinn ergibt.

Vielen Dank für das Interview. Ich wünsche euch alles Gute. Die letzten Worte gehören dir!

Carlos: Danke auch, genießt die Musik, genießt das Leben, und allen, die das lesen einen großartigen Tag. Vergesst nicht, eure Fahrt zu genießen. Bitte schaut euch im gesamte PERSEFONE-Netzwerk um, und überlegt uns zu besuchen, wenn wir eine Show in eurer Nähe spielen. Wir freuen uns immer neue Leute zu treffen.

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