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Interview mit Wolf von Accept

Ein Interview von Odin vom 19.08.2010 (2785 mal gelesen)
Wir hatten die Gelegenheit, einige Fragen an Wolf Hoffman von ACCEPT zu stellen, deren Antworten wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen - auch wenn ich mir teilweise schon etwas angeschrien vorkam (der Fluch der elektronischen Kommunikation)... ;-)

Ohne große Floskeln, gleich zur Sache: Anno 2010 kommen ACCEPT mit einem Album wieder zurück. Wie bezeichnet Ihr aus heutiger Sicht das, was 2005 war - "vorläufige Reunion", "Abschiedstour", "Appetizer", ...?

Wolf: Keine der Aussagen trifft auf das, was 2005 war. Es war eine einmalige Festival Tour mit Udo, die von vornherein als BEGRENZT verkauft wurde - NUR auf Wunsch der Promoter sind wir wieder zusammengekommen. Das einzige was dazu zu sagen ist, ist, dass WIR = ACCEPT - total überrascht waren, wie sehr sich die Fans gefreut haben. Udo hat Jahre danach - wie auch Jahrzehnte vorher ganz ehrlich immer wieder gesagt - die Chemie stimmt nicht - DIE CHEMIE STIMMT NICHT!!!! ZWISCHEN MIR UND ACCEPT !!!! UND ICH BIN SEHR GLUECKLICH BEI U.D.O.!! !! Da muss man sich doch fragen, welcher Teil dieser Aussage daran nicht zu verstehen ist. Und ich denke, es ist an der Zeit, dass alle Udo ernst nehmen und ihm "ERLAUBEN" SEIN LEBEN SELBST ZU BESTIMMEN.

Nach 2005 war es wieder ruhig geworden, jetzt seid ihr in leicht verändertem Lineup zurück. Wie viel des Original-Spirits von "damals" weht heute noch durch ACCEPT?

Wolf: RUHIG? JA, klaro ....wir sind wieder wie vorher und nachher betont, in unsere Welt zurück gegangen. Aber eins geben wir alle gerne zu - die Fans haben bei mir und auch bei Peter ganz sicher ein Saatkörnchen hinterlassen....und das - ohne dass wir das bemerkt haben - ist still vor sich hingewachsn ... Man kann den ORIGINAL SPIRIT mit dem, was jetzt passiert, nicht vergleichen. Die Umstände damals waren so ganz anders. Heute sind WIR die, die am meisten staunen - weil es ist uns PASSIERT ohne, dass wir daran hätten etwas ändern können. Was ähnlich ist, ist die enorme Energie die zwischen uns und den Fans bei den Shows ausgetauscht wird. Was anders ist - ist dass das Publikum UNS jetzt in taumelnde Höhen bringt. Noch nie waren unsere Sets so lang (manchmal 2 1/2 Stunde und mehr) und noch nie ist uns die Zeit auf der Bühne SO KURZ VORGEKOMMEN!!!

Mark hat eine grundsätzlich ähnliche Stimmcharakteristik wie UDO. War es euch wichtig, dass sich altgediente Fans nicht zu sehr umgewöhnen müssen?

Wolf: Huch? Findest Du? Viele Deiner Kollegen sind da doch schon differenzierter rangegangen. Mark hat eine ganz eigene Charakteristik und hat die CHEMIE, die so schmerzlich zwischen Udo und uns vermisst wurde! ER hat es fertig gekriegt, die Fans, die Udo's "Stimme" mögen auf seine Art auch anzusprechen. Mit andern Worten - er stört nicht die Gehörgewohnheit wenn es um ACCEPT Klassiker geht Aber - das wäre dann auch alles, was er mit Udo gemeinsam hat. Und LIVE...naja, dass musst Du selber erleben.

Es ist eine ganz andere Stimme, ja, aber es gibt eine Grundcharakteristik, die beide gemeinsam haben. Man hört das an vielen Stellen und mit Sicherheit auch, wenn Mark alte Songs singt - ohne das bislang selbst gehört zu haben. Aber Marks Stimme ist ungleich vielfältiger und zeigt auch ganz andere Spielarten, keine Frage.

Wolf: Aber nochwas zu Mark. Wir haben keinen Sänger gesucht, Mark ist in uns reingerannt - durch einen ganz, ganz großen Zufall! ER hat uns bei einer Jam Session so inspiriert, dass wir ihn nie wieder loslassen wollten - GANZ GLEICH WAS ER FÜR EINE STIMME HAT! Ich weiß, was das für eine schwere Vorstellung ist, dass wir unsere Karriere im Jahr 2010 einem reinen Zufall verdanken - was übrigens ebenfalls auf den Producer ANDY SNEAP zutrifft, der durch Feunde VON SICH AUS zu uns kam.... ABER DAS IST NUN MAL DIE WAHRHEIT!!! Da wir keine Sänger gesucht haben, haben wir auch keinen Produzenten gesucht und weil wir das alles eben NICHT GESUCHT haben, hatten wir auch keine speziell für eine ACCEPT "Wiedergeburt" geschriebenen Songs! Kaum zu glauben, aber so war's nun mal! VOM MAI 2009 bis zum AUGUST 2010 haben wir INNERHALB VON 6 MONATEN fast 30 songs geschrieben, davon 14 aufgenommen - einfach so mit einer Spielfreude, die uns selber ueberrollt hat und das hatte SEHR viel mit MARK und mit ANDY SNEAP zu tun, glaube mir - einen Plattenvertrag fuer "BLOOD OF THE NATIONS" (und zukuenftige Alben) bei einer der besten Plattenfirmen der Welt - NUCLEAR BLAST - unterschrieben, sind in 16 oder mehr Ländern getourt und haben vor hunderttausenden Leuten gespielt... und das alles nach 14+ Jahren!!!! der Abwesenheit. Dazu muss ich ja nichts mehr sagen, oder??? Bis auf eins - wir sind alle sprachlos und können es nicht fassen! Natürlich haben wir gehofft, dass die Fans uns wohlwollend begrüßen würden, aber das, was jetzt passiert, hat uns allen die Sprache verschlagen! Niemand konnte das voraussehen oder auch nur ahnen...so kann es gehen im Leben ...

Dass ihr es noch drauf habt, zeigt ihr sehr deutlich im schon länger kursierenden Video zu 'Teutonic Terror' - da wird tief in die Posing-Kiste gegriffen!

Wolf: POSING KISTE??? DANN HASTE WOHL ACEPT NOCH NIE LIVE GESEHEN, oder???

Doch, durchaus, aber im Video sieht es schon etwas aufgesetzter aus. Im Titeltrack des Albums ist auch die Rede vom “war against terror” - haben ACCEPT eine politische Message oder zumindest dieser Song eine politische Motivation?

Wolf: Wer ACCEPT kennt, weiß, dass unser Texter DEAFFY war und die hatte immer sehr starke und emotionelle und vor allem politisch gefärbte Aussagen. Gaby=Deaffy hat aber beschlossen, dass ein Sänger seine eigenen Texte singen sollte, wenn möglich. Mark ist Amerikaner und ein echter New Jersey Boy....da müsste er auch was zu erzählen haben. Anders als DEAFFY bestimmt - aber...er hat die Färbung der ACCEPT TEXTE erfasst und sich dahin entwickelt. Er bringt seinen eigenen Stil, aber nicht so Message-maessig angelegt...ja, so könnte man das sagen.

Wie differenziert man sich musikalisch innerhalb einer Menge von Bands, die man vor Jahrzehnten selbst maßgeblich beeinflusst hat?

Wolf: Du meinst, wie differenzieren sich DIE die nach uns kamen, von uns?

Nee, eigentlich schon, wie Ihr Euch heute von denen differenziert, die Ihr vor langer Zeit selbst beeinflusst habt. Das ist ja eine Aufgabe, der Ihr Euch stellen müsst, um mit mehr als nur dem legendären Namen aufzufallen.

Wolf: Ich denke ACCEPT gehört zu den Bands die Songs geschrieben haben, die größer wurden als wir selber. ACCEPT war sicher unumstritten der Anstoss für viele Musiker. Die Talentierten unter ihnen haben darauf aufgebaut und sind damit losgeprescht. Ja, so würde ich das sehen und ich bin immer wieder gerührt zu hören, wen wir alles "beeinflusst" haben. Das kann man ja nicht nicht planen, die Welt entscheidet, ob man einen Einfluss hinterlässt, der über alles hinausgeht und Musikgeschichte macht. Wir - Peter und ich - geben immer unser BESTES...immer! Ich bin dafür bekannt, sehr schwierig zu sein wenn es um Perfektion geht....sehr schwierig. Für mich, kann's nie gut genug sein. zum Glück habe ich Peter, der es möglich macht, dass eine gute Mischung von Spontanitaet und Perfektionismus bewahrt wird. Und was für einen Stellenwert wir damals oder HEUTE haben, bestimmen ausschliesslich die FANS!

Und wie geht es mit ACCEPT jetzt weiter, was sollten Fans und solche, die es dank “Blood of the Nations” bald sein werden, wissen?

Wolf: Dass wir uns vor Feude kaum noch einkriegen, dass wir JEDEN TAG, EGAL WO die beste Show machen - die wir heutzutage bieten können und dass das alles nur klappen kann, wenn unsere Fans mit uns rocken, dass die Schwarte kracht!

Danke und beste Grüße aus Hannover

Wolf: DANKE DIR UND BESTE GRÜSSE AUS NASHVILLE! WOLF

Das komplette Interview von 2005 aus dem Proberaum von ACCEPT

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