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Wasptress - Wasptress

Review von baarikärpänen vom 29.10.2017 (2696 mal gelesen)
Wasptress - Wasptress Ab und an ist es leider so, dass man sich ein Album aussucht und nach einigen Durchläufen relativ ratlos zurückbleibt. Was nicht unbedingt daran liegt, dass die Mucke jetzt schlecht wäre. Aber irgendwie vermisst man etwas. Vor allem dieses Gefühl, dass man hier etwas hat, das was werden könnte. Und ganz haarig wird's, wenn die Künstler einfach zu viel wollen. Genau das trifft auf WASPTRESS zu. Deren Name erinnert ja gleich mal an Blackie Lawless und seine Truppe, hat aber musikalisch so gar nichts mit W.A.S.P. zu tun.

WASPTRESS aus Lettland stehen für modernen Rock in der Schnittmenge von Hard und Heavy. Dass die Jungs einiges an Erfahrung als Session- oder Studiomusiker mitbringen, kann man durchaus hören. Aber macht sie das auch zu guten Songschreibern? Ja und nein! Der Einstieg in das selbstbetitelte Debüt geht mit 'Critical Mass' schon mal gehörig in die Hose. Da will irgendwie so gar nichts zusammen passen, ganz besonders bei den Vocals hat man mehr als einmal den Eindruck, dass da nichts geht. Und musikalisch nervt das Fiepen und Zirpen. Dabei haben die Letten mit dem Engländer Gaz Hunt eigentlich einen recht passablen Sänger hinterm Mikro. Und siehe da, schon der nächste Track 'Closer' zeigt, dass WASPTRESS definitiv mehr können. Aber auch hier wieder diese Überfrachtung. Das nachfolgende 'Win Or Lose' wird mal eben mit unpassenden Stakkato-Rhythmen zugekleistert, die wieder mal nicht zum bluesigen Chorus passen wollen. 'Single Rose' hingegen ist ein gelungener Song, aber auch hier wieder ein Fauxpas, weil der Song einfach unvermittelt aufhört, obwohl man das Gefühl hat, da müsste noch was kommen. Tja, und so geht's dann weiter bis zum abschließenden 'MX 4'. Und Jungs, wenn man selbst den Anspruch an sich hat, "gehaltvolle Lyrics" zu liefern, dann sollte am Ende nicht sowas Klischeehaftes dabei rauskommen, wie auf dem Großteil der Songs auf "Wasptress". Bei aller Kritik sollte aber letztendlch doch erwähnt werden, das WASPTRESS nicht unbedingt auf einem schlechten Weg sind. Aber sie sollten sich eines zu Herzen nehmen: weniger ist eben doch manchmal mehr. Und dass 'Angel' ein Song in bester BOSTON-Tradition geworden ist, darf ja auch noch erwähnt werden.

Wir reden hier von einem Debüt. Dass man da die Messlatte nicht zu hoch hängen sollte, ist klar. Wer darüber hinwegsehen kann, dass WASPTRESS zu viel auf einmal wollen und die Songs auf "Wasptress" zu überladen sind, darf reinhören. Und falls da noch ein Nachfolger kommt und WASPTRESS darauf fokussierter arbeiten, dann gibt's auch mehr Punkte.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Critical Mass
02. Closer
03. Win Or Lose
04. Single Rose
05. No Goin' Back
06. Darkness
07. I Am What I Am
08. I Never Liked You Anyway
09. Angel
10. Monika
11. Mx 4
Band Website: www.facebook.com/wasptress/
Medium: CD
Spieldauer: 40:23 Minuten
VÖ: 13.10.2017

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29.10.2017 Wasptress(6.0/10) von baarikärpänen

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