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Lapko - Freedom

Review von Stormrider vom 22.05.2015 (2725 mal gelesen)
Lapko - Freedom Hello World!!! What can you offer me today? So springt einen der Opener von "Freedom", 'Geeky Moron', direkt aus den Boxen an, und die finnischen Alternative-Rocker von LAPKO kommen ohne lange Anlauf auf den Punkt. Ein starker Rocker mit eingängigem Refrain, der nach vorne treibt und sofort zum Mitrocken animiert. Die Vocals von Sänger Ville Malja sind zwar relativ hoch angesetzt, passen aber perfekt zu dem Song, sodass ich schon gespannt auf die folgenden Stücke bin, denn bis dato ist mir die Band, fünf Top-Ten-Alben in Finnland zum Trotz, kein Begriff gewesen. Bei der folgenden ersten Single-Auskopplung könnte man aufgrund des Titels versucht sein, auf eine DIRE STRAITS-Coverversion zu tippen, ist aber keine. 'Money For Nothing' spielt mit der bekannten Laut-/Leisedynamik und hat ebenfalls einen eingängigen Refrain spendiert bekommen. Die Band agiert gekonnt zwischen weinerlich und rockend, sodass sie sowohl für die nicht ganz so Harten, als auch für die etwas härteren Alternative Fans interessant ist.

'Rave In Peace' klingt zwar vom Titel her eher wie eine Hommage an SVEN VÄTH, ist aber ein Midtempo-Rocker, bei dem die Vocals noch mal eine Lage höher dargeboten werden (und eine gewisse Ähnlichkeit mit Geddy Lee nicht verhehlen können), kann nicht so ganz das bisherige Niveau halten. Aber LAPKO kommen mit 'Run Boy Run' noch mal ganz stark zurück. Ein düsterer Midtemposong, der von seinen eindringlichen und leidenden Vocals lebt, um in der Bridge, vor dem Refrain, einen kurzen Lichtblick ans musikalische Firmament zu projizieren, bevor wieder die Düsternis übernimmt. Danach wirkt 'Back In Fashion' (einer von vier aufeinanderfolgenden Songs die mit B beginnen) dann nicht nur ziemlich beliebig, sondern auch farblos, und auch 'Black Corridor' ist, gemessen an der zuvor gezeigten Klasse, eher durchschnittlich.

'Bug Chaser' beginnt mit elektronischen Spielereien, kann aber mit einer poppigen Melodie aufwarten, die nicht nur schnell ins Ohr geht, sondern mir auch sehr bekannt vorkommt. Wenn ich nur wüsste woher. 'Brave Hands' hingegen betont dann glücklicherweise wieder mehr die rockige Seite und hat in den Strophen etwas von SYSTEM OF A DOWN oder ähnlich gelagerten Bands. Das "Freedom" beschließende 'Death Grip' fasst dann noch mal ganz gut die 35 Minuten zusammen, indem fast alle stilprägenden Merkmale im Song vertreten sind. Produziert wurde der Zehntracker übrigens von David Bottrill (u. a. TOOL, PLACEBO, MUSE) im E-Studio in Helsinki, sodass es am Sound nichts auszusetzen gibt.

Fazit: Gutes Alternative-Album mit einer Menge Chartpotenzial, ohne jedoch dabei die rockigen Momente zu kurz kommen zu lassen. Mir persönlich gefallen LAKPO immer dann am besten, wenn sie aufs Gaspedal treten und in Songs wie 'Geeky Moron' oder 'Run Boy Run' heavy Riffs und Hooks einbauen, die die Beine und den Kopf automatisch in Bewegung setzen. Die durchaus vorhandenen melancholischen Momente, z. B. in 'No Hate Without A Heart' (hat in der Melodie einen latenten 80er-Touch) oder 'Death Grip', sind zwar keinesfalls schlecht, aber sind im Vergleich doch eine Nummer weniger ansprechend. Über das gruselige Cover hüllen wir indes mal dezent den Mantel des Schweigens.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Geeky Moron
02. Money For Nothing
03. Rave In Peace
04. No Hate Without A Heart
05. Run Boy Run
06. Back In Fashion
07. Black Corridor
08. Bug Chaser
09. Brave Hands
10. Death Grip
Band Website: www.lapko.com
Medium: CD
Spieldauer: 35:02 Minuten
VÖ: 15.05.2015

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