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The House Of Capricon - Morning Star Rise

Review von Stormrider vom 04.12.2014 (3061 mal gelesen)
The House Of Capricon - Morning Star Rise "Morning Star Rise" ist bereits das dritte Album der Neuseeländer THE HOUSE OF CAPRICORN. Für mich hingegen ist es das erste Mal, dass mir die Band über den Weg gelaufen ist. Das Infosheet nennt als Genre Doom 'n' Roll, was zunächst zumindest ein kleines Fragezeichen aufwirft, denn die Langsamkeit des Doom ist ja eigentlich das grundsätzliche Gegenteil des Rock 'n' Roll. Nachdem man sich das Album aber angehört hat, kommt man nicht umhin, genau dieser Genrebezeichnung zuzustimmen. Denn das Album verbreitet eine tief morbide Grundstimmung, ist dabei jedoch trotzdem erschreckend rockig und rollig. Der Opener wäre ohne das dunkle Element ein astreiner Rocker. Das folgende 'In The Light Of Lucifer' ist dann sozusagen die Essenz des Bandsounds. Langsam schiebt sich ein zäher Brocken in die Gehörgänge, abgrundtief düster und von einer monotonen Stimmfärbung geprägt und dennoch so eingängig, dass mir der Refrain tagelang nicht aus dem Kopf gegangen ist. Nicht, weil die Melodie so einprägsam wäre, sondern weil er einfach emotional sehr intensiv rüberkommt. Und genau in diesen Momenten sind THE HOUSE OF CAPRICORN immer am besten, nämlich dann, wenn sie nicht versuchen, die gängigen Doomkonventionen einzuhalten. Wenn sie jedoch typischen Doom mit Gothic-Einschlag in Anlehnung an TYPE O spielen, immer dann wird das Album eher mittelmäßig.

Das fällt insbesondere bei den beiden Longtracks 'Ashlands' und 'Dragon Of Revelations' auf, die wirklich highlightarm durch die ganze Distanz gehen und genau den Funken Eigenständigkeit vermissen lassen, den die Doom 'n' Roll Melange ausmacht. Da neben den beiden genannten Songs auch noch das Instrumental 'Covenant's Ark' etwas uninspiriert rüberkommt, ist "Morning Star Rise" insgesamt ein zweischneidiges Schwert geworden, welches man aber aufgrund des bereits genannten 'In The Light Of Lucifer', 'Ivory Crown' oder auch 'Our Shrouded King' immer mal wieder gerne auflegen kann.

Als Fazit sei "Morning Star Rise" all den Metallern ans Herz gelegt, die keine Vollgas-, Geschwindigkeits- oder Melodieexzesse erwarten und auch mal die Länge eines Siebenminüters ohne Widerhakeneffekt ertragen können. Denn das Songmaterial, das lyrisch durchweg in okkulten Themen verankert ist, ist schwermütig und eingängig ohne auch nur im Ansatz kommerziell zu sein. Unterstrichen wird es zusätzlich durch eine Produktion, die alles andere als klinisch rein ist, aber genügend Druck hat. Doom 'n' Roll? Genau das sollten THE HOUSE OF CAPRICORN machen!

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Road To Hell Is Marked
02. In The Light Of Lucifer
03. Our Shrouded King
04. Ashlands
05. The Only Star In The Sky
06. Ivory Crown
07. Watching Angels Fall
08. Covenant's Ark
09. Dragon Of Revelations
Band Website: www.facebook.com/thehouseofcapricorn
Medium: CD
Spieldauer: 41:44 Minuten
VÖ: 07.11.2014

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