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Anti-Mortem - New Southern

Review von Dudemeister vom 28.05.2014 (2312 mal gelesen)
Anti-Mortem - New Southern "New Southern". Was für ein Albumtitel. Das klingt ja erst mal nach ziemlich großen Worten, wenn man da an all die vielen Southern Rock-Bands, oder auch die zahlreichen, vom Südstaatensound beeinflussten, Metal Bands rund um PANTERA denkt. Mein erster Gedanke: "Wollen die wirklich mit dem Albumtitel und dem, was auf dem Album zu hören ist, das Genre neu erfinden? Und wie setzen sie das Ganze um, sollte es wirklich so gemeint sein?" Noch in Gedanken versunken und dennoch mittlerweile gespannt wie ein Flitzebogen, lasse ich den Rotzrock-Metal aus den Boxen schallern.

Direkt im ersten Refrain des Openers 'Words Of Wisdom' bekomme ich eine Gänsehaut. Ein absoluter Ohrwurm. Der Song baut sich schon ziemlich genial auf. Alles läuft auf den großen Showdown gegen Ende des Songs hinaus, sowohl instrumental, als auch lyrisch. Das hätte man anders überhaupt nicht machen dürfen, da es sich sonst fast falsch angehört hätte. Fette Riffs, die tatsächlich sehr starken Southerncharakter haben und sich ansonsten irgendwo zwischen Rock und Metal bewegen, dazu ein Sänger, der dreckig genug klingt, aber dennoch eine sehr angenehme und gefühlvolle Stimme hat und perfekte Begleitung seitens der Drums und des Basses, machen dieses Album aus. Die Bass- und Drumarbeit ist auf diesem Album sehr gut gelungen, steht aber total im Hintergrund, da die Musik sehr auf den Gitarrenriffs und den Lyrics aufbaut. Das erkennt man einfach daran, dass es in jedem Song ein fettes und vor allem richtig gut gezocktes Gitarrensolo gibt und die Texte teils politisch, teils grundlos rebellisch sind. Songwriterisch bewegen sich ANTI-MORTEM irgendwo zwischen Rock und teilweise sogar Pop. Ausgefallene Songstrukturen gibt es hier nicht zu hören. Diese Tatsache stört allerdings überhaupt nicht, da so Songs entstanden sind, die man teilweise so im Radio spielen könnte, ohne dass sie dabei langweilig klingen, oder an Wucht verlieren. Gerade 'Words Of Wisdom', 'Path To Pain', oder 'Wake Up' sind eben solche Songs. Das alles wird euch dann in einem absolut würdigen Soundgewand präsentiert. Für meinen Geschmack könnte die Bassdrum noch ein bisschen mehr knallen, bzw. einfach lauter sein, aber wie gesagt: nur meine Meinung. Der Sound passt auf jeden Fall perfekt zu dieser Art von gitarrenbetonter Musik. Derber Straßenflair und rebellische Attitüde sind somit garantiert vorhanden.

Netter Fakt am Rande: Die Bandmitglieder sind im Durchschnitt gerade einmal 21 Jahre alt, was absolut nicht auffällt, wenn man sich diese Scheibe anhört. Aber bildet euch da am besten selbst ein Urteil drüber.

Was soll ich sagen? Geiles Album. Ich hatte viel Spaß mit "New Southern", muss aber auch sagen, dass ANTI-MORTEM, sollte meine anfängliche Frage mit "Ja" beantwortet werden, ihr Ziel nicht erreicht haben. Wirklich fette Scheibe, keine Frage, aber die Neuerfindung des Genres hört man hier auf keinen Fall. Dazu gibt es gerade im Moment zu viele, sehr viel innovativere Bands mit Southerncharakter (EVERY TIME I DIE, MAYLENE AND THE SONS OF DISASTER, UPON A BURNING BODY, etc.). Einen guten Mix aus Metal, Southern Rock und Pop, der sich durch alle Songs zieht und im Gehör verankert bleibt, kann man hier allerdings schon hören. Ich unterstelle der Band jetzt einfach mal, dass dem Titel des Albums keine Überheblichkeit, oder gar Selbstüberschätzung, sondern eine gesunde Portion Provokation zugrunde liegt und freue mich auf weiteres Material und noch mehr dreckige Riffattacken. Wer reinhören möchte darf sich gerne die bereits genannten Titel und 'Get Along With The Devil' anhören.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Words Of Wisdom
02. New Southern
03. 100% Pure American Rage
04. Hate Automatic
05. Black Heartbeat
06. Get Along With The Devil
07. Path To Pain
08. Wake Up
09. Ride Of Your Life
10. Stagnant Water
11. Truck Stop Special
12. Jonesboro
13. A Little To Lose (Mr. Big Cover/Bonus Track)
Band Website: www.anti-mortem.com
Medium: CD
Spieldauer: 51:58 Minuten
VÖ: 25.04.2014

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