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Carnifex - Die Without Hope

Review von Dudemeister vom 17.03.2014 (2873 mal gelesen)
Carnifex - Die Without Hope Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich für das folgende Review kaum 100-prozentige Objektivität garantieren kann, da CARNIFEX eine meiner absoluten Lieblingsbands ist. Nach ihrer verhältnismäßig kurzen Pause als Band (nicht mal ganz ein Jahr), meldeten sich die fünf Jungs aus San Diego im letzten Sommer mit der Ankündigung eines neuen Albums und einem Vertrag bei Nuclear-Blast-Records zurück. Auf der einen Seite habe ich mich unglaublich auf das neue Album gefreut, auf der anderen Seite hatte ich aber auch unglaublich hohe Ansprüche an "Die Without Hope", da ich befrüchtete, dass aufgrund der eingelegten Pause und der relativ schnellen Produktion ein überhastetes Werk entstehen könnte, das der Band in keiner Art und Weise gerecht wird. Doch just in dem Moment in dem ich "Die Without Hope" das erste mal anhörte, waren alle Zweifel wie weggeblasen.

Musikalisch gibt's hier den absoluten Death-Overkill zu hören. Death-Metal-Elemente aus jeglichen Subgenres paaren sich mit Black-Metal-Einflüssen, knüppeln sich nur so ins Hirn des Hörers und hinterlassen dabei nichts als Unruhe. Musikalisch kehren CARNIFEX damit zu ihren Wurzeln zurück, klingen aber sehr sehr viel erwachsener. Hetzten sie auf ihrem Debut-Album "Dead In My Arms" noch von Breakdown zu Breakdown und walzten dazwischen alles mit Blastbeats nieder, so ist das Songwriting auf ihrem aktuellen Werk erheblich ausgereifter und sehr viel anspruchsvoller. Ebenso lassen sich für CARNIFEX sehr untypische Passagen auf dem Album wiederfinden. Das Gitarrensolo nach dem Breakdown im Song 'Dark Days' bespielsweise ist zum einen der absolute Knaller, zum anderen aber auch wirklich untypisch, vor allem in Kombination mit dem im Hintergrund zu hörenden Klavier. Trotzdem bleiben CARNIFEX sich treu und überschreiten auch auf diesem Album mal wieder sämtliche Schmerzgrenzen, was Brutalität und Gekloppe angeht. Riffs, die einem das Innerste nach außen kehren, und Tempowechsel der geilsten Sorte vermischen sich zu Songs mit Ohrwurmcharakter und Wiedererkennungswert. "Die Without Hope" überzeugt außerdem mit einem unglaublich gut abgemischten Sound, der zwar für Death-Metal sehr steril, aber dadurch auch sehr fett klingt. Dreckiger Metal mit sauberem Sound wenn man so will, denn alle Instrumente drücken einem mächtig das Gesicht ein und hinterlassen im Gesamtpaket zusammen mit den gut verständlichen, dennoch völlig angepisst klingenden Vocals ein Gefühl der inneren Vernichtung. Insgesamt gibt es auf "Die Without Hope" eine ganze Menge zu entdecken. Von lyrischen Anspielungen auf ältere Songs der Band, über diverse Black-Metal-Einflüsse, bis hin zu brachialsten Blasts und Breaks in nahezu perfekter Anordnung inklusiver Neckbreaker-Riffs noch und nöcher ist alles dabei, was das tiefschwarze Metalherz begehrt.

Anspieltipps? Das komplette Album! Wie gesagt ich hatte wirklich sehr hohe Ansprüche an diese Platte und die wurden alle bei weitem übertroffen. Ich hätte CARNIFEX ein Album wie "Die Without Hope" einfach nicht zugetraut. Alles klingt so erwachsen, durchdacht und geht dabei trotzdem in jeder Sekunde des Albums voll auf die Zwölf. Für mich ist diese Platte jetzt schon ein Anwärter auf den Titel "Album des Jahres 2014" und jeder, der sich mit Death-Metal anfreunden kann, sollte hier unbedingt reinhören. Außerdem sind die Songs Live mit Sicherheit gut "tanzbar". Wer sich nicht das komplette Album anhören möchte, dem empfehle ich, wenigstens mal in 'Hatred And Slaughter', 'Dark Days', 'Die Without Hope' und 'Where The Light Dies' reinzuschnuppern.

Gesamtwertung: 10.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Salvation Is Dead
02. Dark Days
03. Condemned To Decay
04. Die Wihtout Hope
05. Hatred And Slaughter
06. Dragged Into The Grave
07. Rotten Souls
08. Last Words
09. Reflection Of The Forgotten
10. Where The Light Dies
Band Website: www.facebook.com/CarnifexMetal
Medium: CD
Spieldauer: 38:10 Minuten
VÖ: 07.03.2014

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