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Terminate - Ascending To Red Heavens

Review von Contra vom 21.02.2013 (1996 mal gelesen)
Terminate - Ascending To Red Heavens Warum zum Henker ist eigentlich vorher noch niemand auf die Idee gekommen, seine Band TERMINATE zu nennen? Es gibt wenige Namen, die sich für Death Metal besser anbieten. Er schreit förmlich Old School. Auch beim Albumtitel versprechen die Amis Nostalgie: "Ascending To Red Heavens" klingt wunderbar nach 90-Jahre-Death Metal. Das Gesamtbild aus Bandname, Albumtitel, Cover und Tracklist versprüht einen herrlich morbiden Charme, den man einfach mögen muss.

Für US-Amerikaner hören sich TERMINATE ganz schön europäisch an. Was die Jungs den ganzen Tag hören, kristallisiert sich schnell heraus. Kratzige Rhytmusgitarren und dumpfe Drums konnten schon ENTOMBED, ASPHYX und BOLT THROWER gut. Und ziemlich genau so hören sich auch TERMINATE an. Roher Death Metal, der nicht eine Sekunde lang versucht, mehr zu sein als seine Vorbilder. Das wiederum funktioniert anständig, ohne großartig zu begeistern oder gar irgendetwas Neues an den Tag zu bringen. Vor allem die Rhytmusgitarren stehen im Vordergrund und wissen zu gefallen, auch Fronter John Porada hat 'ne anständige, wenn auch nicht herausragende Stimme. Allerdings ist die Produktion eher Käse. Vielleicht war das Absicht, verstärkt es den Oldschool-Eindruck doch um ein Vielfaches (und ich würde auch "Left Hand Path" nicht vollkommen perfekt produziert hören wollen). Allerdings schössen TERMINATE mit der Absicht übers Ziel hinaus, denn die Rhytmusgitarren schlucken alles andere, kauen gelbspeichelig darauf herum und würgen es als breiige Masse wieder hoch. Die Leads, sowieso kein prägender Beitrag zur Musik der Amis, versumpfen neben dem Bass vollends, während das Schlagzeug zum hohlen, beckenlastigen Klopfen verkommt. Grooven können die Jungs allerdings richtig gut. So gut, dass man fast gewillt ist, ihnen den altbackenen Sound zu verzeihen und einfach mit dem Kopf zu wippen.

TERMINATE haben sich ein glasklares Ziel gesetzt: Oldschool Death Metal. Das haben sie auch erreicht. Die Frage ist nur, braucht man das so dringend? Alles auf "Ascending To Red Heavens" wurde genau so, wie es ist, vor zwanzig Jahren schon mal gemacht. Als Genrefreund kann man sich die Jungs gut anhören, ist mit ENTOMBED oder DISMEMBER allerdings um Längen besser bedient. Ich will TERMINATE ihr Können nicht absprechen. Sie machen anständigen, kernigen Death Metal, bei dem man die Füße nicht stillhalten will und der nie in stumpfes Geknüppel oder Gewaltorgien ausartet. Aber so richtig notwendig für den Fortbestand der Menschheit ist diese Band nicht. Es macht schlicht und ergreifend keinen Unterschied, ob man sich TERMINATE anhört oder nicht. Wer Death Metal gut findet, kennt das alles schon und wird hinterher keinen Deut schlauer sein.

Anspielen: 'Rotten Dead Mass', 'The Savage Silence'.

Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Answered in Lead
02. Demonic Instinct
03. Numb
04. Rotten Dead Mass
05. The Savage Silence
06. Chainsaw Omega
07. Ascending To Red Heavens
08. Blind Leading The Blind
09. Iron Supremacy
Band Website: http://www.facebook.com/TerminateChicago
Medium: CD
Spieldauer: 33:24 Minuten
VÖ: 18.02.2013

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21.02.2013 Ascending To Red Heavens(6.5/10) von Contra

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