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Sole Remedy - Apoptosis

Review von des vom 20.09.2010 (2664 mal gelesen)
Sole Remedy - Apoptosis Vor Jahren habe ich mir aus einer Laune heraus - oder weil sie mir vor die Füße gefallen ist - RADIOHEAD's "In Rainbows" gekauft, ohne diese Band je bewusst wahrgenommen zu haben. Nun sind RADIOHEAD objektiv gesehen eine verdient talentierte Band, die einige Alben geschaffen hat, die mit dem Prädikat "Kunst" versehen sind. Und dennoch habe ich nie Zugang zu ihrer Musik gefunden: zwischen all dem Plingpling und Gedüdel und der Verspieltheit packen mich die Songs nicht. Mir schlafen die Füße ein.

Um weiter auszuholen: eine gute Zeit, um Promos zu hören, ist für mich abends, wenn es dunkel wird und Ruhe einkehrt, konzentriert unterm Kopfhörer. Und das funktionierte bei SOLE REMEDY nicht: der Opener 'Comatose', auch wenn er mit seinem ruhigen Trommeln und den gefühlvollen Arrangements schön gemacht ist, hat stets dazu geführt, dass ich eingeschlafen bin. Und wenn ich mal nicht dabei eingeschlafen bin, dann sind es die Füße. Zu sehr hat mich der Opener an RADIOHEAD erinnert, was beinahe dazu geführt hätte, SOLE REMEDY keine faire Chance zu geben.

Denn diese Chance hat sich die Band verdient: schon bei 'Present Remorse' beginnt die Platte den Zuhörer zu packen. Sehr schöner vielschichter Aufbau, bei dem sich im Laufe des Songes eine E-Gitarre über gefühlvoll gespielte akustische Gitarren legt, dann wieder zurücktritt, um den akustischen wieder Luft zu geben, macht neugierig auf die weiteren Songs. Bei 'Leave' wird wiederum herzhaft gebrüllt, bis wieder die (halb-)akustischen Gitarren hervortreten und gemeinsam mit den E-Gitarren in einem brachialen Finale münden. In dieser Tonart geht es weiter, zwischendurch überzeugen passend eingearbeitete experimentelle Klänge und mit 'Ordeal' wagt man sich an ein Instrumentalteil. Abgeschlossen wird "Apoptosis" mit zwei 7-minütigen Epen 'Solace' und 'Past Decay', wobei vor allem letzteres mit dem getragenen Gesang und dem langen abschließenden Solo recht gelungen ist.

Neben den schönen Arrangements und mehrschichtigen Songaufbauten, die mit dem wechselnder Gesang zwischen klar und Gebrülle für Abwechslung sorgen, ist "Apoptosis" auch mit perfektem, glasklaren Sound ausgestattet. Somit ist "Apoptosis" eine gelungene Alternative-Düster-Rock/Metal-Platte, bei der man über den ersten Track skippen sollte, wenn man sich die Platte abends zu Gemüte führt.

des

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Comatose
02. Present Remorse
03. Leave
04. The Burden
05. Ordeal
06. The Undertow
07. Apoptosis
08. Wolf In Me
09. Solace
10. Past Decay
Band Website: www.soleremedy.net
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 13.09.2010

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20.09.2010 Apoptosis(7.0/10) von des

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