Sacrifice - The Ones I Condemn

Review von InsaneBrain vom 29.01.2010 (3879 mal gelesen)
Sacrifice - The Ones I Condemn Dass Bands sich trennen und aus verschiedensten Gründen nach einer Weile wieder zusammenfinden und ein neues Album rausbringen, ist an sich nicht ungewöhnlich. Während es im Normalfall aber allerhöchstens ein paar Jahre sind, haben SACRIFICE für die Wiedervereinigung und die neue Scheibe "The Ones I Condemn" satte 16 Jahre gebraucht. In all der Zeit haben die Kanadier anscheinend nichts verlernt und präsentieren uns eine sehr ordentliche Portion Thrash Metal.

Die bisherigen vier in den 80ern und Anfang der 90er Jahre erschienenen Alben waren durch guten Thrash mit Wiedererkennungswert gekennzeichnet, der wirkliche kommerzielle Erfolg blieb aber aus. Aus diesem Grund trennte sich damals das Label von der Band, die sich daraufhin auflöste. 2009 machten SACRIFICE dann überraschend und mit Originalbesetzung bei einem brasilianischen Label weiter und brachten dort ihr neues Album heraus, das nun auch bei uns gelandet ist. Musikalisch ist man im Wesentlichen beim Alten geblieben, "The Ones I Condemn" besteht aus klassischem Thrash wie er besser kaum sein könnte, gewürzt mit einigen langsameren Passagen und sogar etwas Rhythmik. Dabei wird ein ordentliches Tempo angezogen, nirgends kommt Langeweile auf. Der begrüßenswert eigenständige Sound der Band variiert schön von Stück zu Stück, die Qualität der Songs ist durchgehend hoch. Auch ein wenig Eingängigkeit ist durchaus mit dabei.

Am Sound gibt es nichts zu meckern, die brutalen Riffs sägen sich in schöner Thrash Manier ins Gehör. Die Drums fügen sich gut ein und sorgen für einen ordentlichen Klangteppich. Die gelegentlichen langsameren Stellen lockern den ansonsten harten und schnellen Sound etwas auf und sorgen für Abwechslung. Das Ganze zeigt sich außerdem rhythmisch und lädt von Anfang bis Ende zum Mitgehen ein.

Der Gesang des Fronters passt hervorragend zum Sound, er kreischt, dass es eine helle Freude ist. Dabei zeigt er sich variabel und anpassungsfähig, außerdem hat er einen hohen Wiedererkennungswert. Das Songwriting ist nicht ganz so kreativ und abwechslungsreich, aber auch hier überzeugt die Band mit solider Kost.

Insgesamt ein mehr als ordentliches Album, möglicherweise die beste Thrash-Scheibe, die ich bisher reviewen durfte. SACRIFICE zeigt sich eigenständig und abwechslungsreich, legt ordentlich Kraft und Tempo an den Tag und weiß Langeweile zu verhindern. Auch bei wiederholtem Hören wird das Album nicht eintönig. Für "The Ones I Condemn" gibt es daher von mir 9 von 10 Punkten, Anspieltipps sind 'The Once I Condemn' und 'Ultimate Power Corrupts'.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. We Will Prevail
02. The Ones I Condemn
03. Give Me Justice
04. The Great Wall
05. Tetragrammaton
06. Atrocity
07. Hiroshima
08. The Devil's Martyr
09. Ultimate Power Corrupts
10. Desolation Alive
11. Soldiers of Misfortune(Live)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 45:56 Minuten
VÖ: 22.01.2010

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten