Mastodon - Marrow Deep | |
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| Review von Eddieson vom 26.08.2026 (618 mal gelesen) | |
MASTODON mussten in der jungen Vergangenheit doch einige Schicksalsschläge verkraften. Dabei steht für die Öffentlichkeit der dann doch etwas unschöne Ausstieg Brent Hinds aus der Band im Fokus, der dann auch noch bei einem Motorradunfall sein Leben verlor. Doch auch private Verluste musste die Band verkraften. Das muss natürlich verarbeitet werden, und selbstverständlich passiert das bei der Band aus Atlanta auch auf musikalische Weise. Doch wer jetzt denkt, dass die Band sich in Melancholie oder gar nur in Aggressivität verliert, liegt hier falsch. Doch schauen wir mal, was das neue Album "Marrow Deep" zu bieten hat, denn es ist ja nicht nur das erste Album nach den Verlusten, sondern auch das erste Album mit den neuen Mitgliedern Nick Johnston und João Nogueira.Den Opener macht 'Barbarians Blood'. Fette stonige Grooves leiten den Song ein, während die Drums den Rhythmus vorgeben. Sanders' Vocals klingen dynamisch, energisch und irgendwie von weit weg. Der Song kommt mit viel Wucht, was natürlich an den Riffs liegt, doch der Gesang nimmt den Hörer direkt mit. 'Poisonous Weapons' wird eröffnet durch einen ikonischen Schrei ("I felt so fucking alive") von Dennis Hopper. Danach ist der Gesang wesentlich deutlicher und griffiger. Die stetigen Tempowechsel sorgen für Abwechslung und die Orgeln im Hintergrund für die passenden Akzente. Das ist schon mal ein starkes Double zum Einstieg in die Platte. Doch dann wird es nicht weniger, denn 'Your Ghost Again' schlägt ordentlich zu. In dem Song schimmern immer mal wieder ein leichter melancholischer Touch, aber auch massive Aggressivität durch. So kann man den Verlust eines einem nahestehenden Menschen verarbeiten. Die progressiven Gitarren am Ende, die dann in ein Riffgewitter übergehen, tragen ihren Teil dazu bei. 'Snakes For Dinner' beginnt leicht chaotisch, kommt dann aber auf den Punkt, wird dann aber doch etwas zerfahren und ist nicht ganz leicht verdauliche Kost. Punkten kann der Song dann aber auf jeden Fall mit dem Gesang am Ende. 'Out Like A Lamb' lässt dann gegen Ende leichte PINK FLOYD-Gefühle aufkommen. Insgesamt ein guter Song, bei dem vor allem Schlagzeug-Freunde auf ihre Kosten kommen, denn Brann Dailor hat hier einiges zu bieten. 'In The Ruins' ist zu Beginn recht ruhig gehalten und der erste Teil ist komplett instrumental, doch dann bricht der Song aus sich heraus und die melodischen Twin-Gitarren machen hier richtig Spaß. 'Golden Spirals' besticht durch einen Mix aus ruhigen Parts und mächtigen Gewaltausbrüchen, das sorgt für Atmosphäre, dann kann auch gerne das nächste Gitarrensolo kommen. 'Moth And Bone' ist zum einen so etwas wie der ruhigste Song des Albums, zum anderen der, der am straightesten gespielt wird. Ähnlich aufgebaut ist dann 'A Vampires Demeanor', das überwiegend instrumental gehalten wird. Das abschließende 'The Vanishing' ist dann ein etwas psychedelischer Ritt zum Albumfinale mit 'The Three Fates'. Fast acht Minuten der komplexe MASTODON-Wahnsinn mit OPETH-Atmosphäre und mit Neil Fallon von CLUTCH als Spoken-Word-Redner. Tja, abschließend kann man nun die Frage beantworten, ob MASTODON auch ohne Brent Hinds funktionieren. Das Album ist schon stark geworden, hat viele Momente, die sich sofort festsetzen und viele Kleinigkeiten und Detailverliebtheiten, die man erst nach und nach entdeckt. Dazu Komplexität, Wucht und Vielfältigkeit. Das wünscht man sich doch von einem MASTODON-Album. Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Barbarian's Blood 02. Poisonous Weapons 03. Your Ghost Again 04. Snakes For Dinner 05. Out Like A Lamb 06. In the Ruins 07. They're Coming For You 08. Golden Spires 09. Moth And Bone 10. A Vampire's Demeanor 11. The Vanishing 12. The Three Fates | Band Website: www.mastodonrocks.com Medium: CD, LP Spieldauer: 2026-08-28 Minuten VÖ: 28.08.2026 |
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MASTODON mussten in der jungen Vergangenheit doch einige Schicksalsschläge verkraften. Dabei steht für die Öffentlichkeit der dann doch etwas unschöne Ausstieg Brent Hinds aus der Band im Fokus, der dann auch noch bei einem Motorradunfall sein Leben verlor. Doch auch private Verluste musste die Band verkraften. Das muss natürlich verarbeitet werden, und selbstverständlich passiert das bei der Band aus Atlanta auch auf musikalische Weise. Doch wer jetzt denkt, dass die Band sich in Melancholie oder gar nur in Aggressivität verliert, liegt hier falsch. Doch schauen wir mal, was das neue Album "Marrow Deep" zu bieten hat, denn es ist ja nicht nur das erste Album nach den Verlusten, sondern auch das erste Album mit den neuen Mitgliedern Nick Johnston und João Nogueira.
