Madball - Not Your Kingdom | |
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| Review von Damage Case vom 23.07.2026 (884 mal gelesen) | |
"Not Your Kingdom" - Album des Monats im aktuellen Rock Hard. Damit ist eigentlich alles gesagt. Das zehnte Album der NYHC-Legende, nach gut acht Jahren Veröffentlichungsfunkstille seit "For The Cause", besitzt eine Konsensfähigkeit gepaart mit musikalischer Durchschlagskraft, wie es der Band um Sänger Freddy Cricien in fast 40 Jahren seit Gründung zuvor nicht gelungen ist. Diese halbe Stunde Hardcore sind ein Lehrstück, wie man diese Musik spielt. Haben kürzlich PRO-PAIN, AGNOSTIC FRONT, und (insbesondere!) BIOHAZARD erst im vergangenen Herbst mit ihren eindrucksvollen Comebackalben gezeigt, wie die großen (alten) Jungs das so machen, ziehen MADBALL auf gleichem Level nach. Dazu passt das oldschoolige Cover: erstmals seit dem Zweitwerk "Demonstrating My Style" (1996) wieder das blaue Originallogo plus ein in Schwarz-Weiß gehaltenes Bild. Also besinnt sich die Band auf ihre Wurzeln? Mitnichten, denn sie hat diese weder jemals verleugnet noch aufgegeben. "Not Your Kingdom" ist schlicht die Entstaubung des eigenen Sounds und konsequente Weiterführung des bisherigen Schaffens auf bestmöglich gelungenem Niveau - und dazu gehört eben auch die vorgenannte optische Komponente. Bemerkenswerterweise wird auf "Not Your Kingdom" Abwechslung extra großgeschrieben. Klassischer 90er-Hardcore wechselt sich mit Interludes ('Rebelude', 'Sunrise', die erste Hälfte von 'IWI') und Mitgrölhymnen ('Rebel Kids', 'Life's A Mural', 'The Ride'). Über alles schreit Cricien seine persönliche Geschichte einer desillusionierten Sicht auf die heutige Gesellschaft in gewohnt garstiger Manier und deutlichen Worten. Einziger Wermutstropfen ist das Fehlen von Bassist Hoya, der erstmals auf einem MADBALL-Album nicht den Viersaiter zupft. Sein Nachfolger Paul Delaney macht seinen Job jedoch ausgezeichnet und hat seine Chance definitiv genutzt.Fazit: Für mich bislang genreübergreifend optisch wie musikalisch ein absolutes Top-5-Album des Jahres 2026. Fans von MADBALL dürfen frohlocken, denn es ist alles da, was man braucht und liebt. Dem starken "For The Cause" folgt eine Steigerung, mit der nach dieser langen Zeit und Wechsel im Line-up nicht unbedingt zu rechnen war. Und wer bislang eher massentauglichen Hardcore wie zum Beispiel HATEBREED liebt, hört auf diesem Album, woher Jamey Jasta, neben SLAYER-Riffs und SUICIDAL-Bandana, seine musikalische Inspiration zieht. Anspieltipps: 'Rebel Kids' ist ein Hit. 'Stab Wounds' ist ein Brecher. 'Flammable' ist eine einminütige Gefühlsachterbahn. Der Rest rult sowieso. Punkt, fertig. Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Tethered 02. Flammable 03. Rebelude 04. Rebel Kids 05. Don't MisStep 06. What Say You 07. Stab Wounds 08. Sunrise 09. Life's A Mural 10. Family First 11. Clockwork 12. IWI 13. The Ride 14. Chase A Dream | Band Website: www.facebook.com/madballNYC Medium: CD, LP Spieldauer: 30:11 Minuten VÖ: 24.07.2026 |
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"Not Your Kingdom" - Album des Monats im aktuellen Rock Hard. Damit ist eigentlich alles gesagt. Das zehnte Album der NYHC-Legende, nach gut acht Jahren Veröffentlichungsfunkstille seit "For The Cause", besitzt eine Konsensfähigkeit gepaart mit musikalischer Durchschlagskraft, wie es der Band um Sänger Freddy Cricien in fast 40 Jahren seit Gründung zuvor nicht gelungen ist. Diese halbe Stunde Hardcore sind ein Lehrstück, wie man diese Musik spielt. Haben kürzlich PRO-PAIN, AGNOSTIC FRONT, und (insbesondere!) BIOHAZARD erst im vergangenen Herbst mit ihren eindrucksvollen Comebackalben gezeigt, wie die großen (alten) Jungs das so machen, ziehen MADBALL auf gleichem Level nach. Dazu passt das oldschoolige Cover: erstmals seit dem Zweitwerk "Demonstrating My Style" (1996) wieder das blaue Originallogo plus ein in Schwarz-Weiß gehaltenes Bild. Also besinnt sich die Band auf ihre Wurzeln? Mitnichten, denn sie hat diese weder jemals verleugnet noch aufgegeben. "Not Your Kingdom" ist schlicht die Entstaubung des eigenen Sounds und konsequente Weiterführung des bisherigen Schaffens auf bestmöglich gelungenem Niveau - und dazu gehört eben auch die vorgenannte optische Komponente. Bemerkenswerterweise wird auf "Not Your Kingdom" Abwechslung extra großgeschrieben. Klassischer 90er-Hardcore wechselt sich mit Interludes ('Rebelude', 'Sunrise', die erste Hälfte von 'IWI') und Mitgrölhymnen ('Rebel Kids', 'Life's A Mural', 'The Ride'). Über alles schreit Cricien seine persönliche Geschichte einer desillusionierten Sicht auf die heutige Gesellschaft in gewohnt garstiger Manier und deutlichen Worten. Einziger Wermutstropfen ist das Fehlen von Bassist Hoya, der erstmals auf einem MADBALL-Album nicht den Viersaiter zupft. Sein Nachfolger Paul Delaney macht seinen Job jedoch ausgezeichnet und hat seine Chance definitiv genutzt.
